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Moderne Landwirte in Hutting

Landrat Löffler und Bürgermeister Blab besichtigten den Familienbetrieb Kerscher. Hier wird auf Tradition und Innovation gesetzt.

  • Gerhard Blab und Franz Löffler (von rechts) haben eine Stallführung auf dem Krondolahof in Hutting erhalten. Foto: Roswitha Meier
  • Hier wird der Einsatz der Melkmaschine erläutert. Foto: Roswitha Meier

Michelsneukirchen.Der moderne landwirtschaftliche Betrieb von Wilfried und Agnes Kerscher aus Hutting ist auf Entwicklung und Nachhaltigkeit ausgerichtet. Davon konnten sich Landrat Franz Löffler und Bürgermeister Gerhard Blab vor Ort bei einer Betriebsbesichtigung überzeugen.

„Im alten Stall früher haben sich die Kühe immer an den Seiten des Stalls und unter den Fenstern zusammengedrängt“, erzählt Jungbauer Michael Kerscher. Damals seien das die einzigen Stellen gewesen, an denen Frischluft und Licht in das lange Gebäude eindringen konnten. Heute falle helles Tageslicht durch eine breite Öffnung, die sich über die gesamte Länge des Stalles erstrecke. Geschiebe und Gedränge bei den Tieren sei nicht mehr festzustellen. Entspannt würden sie im Stall verteilt stehen und fressen.

Wilfried Kerscher und seine Familie sind sichtlich stolz auf diesen Erfolg – das neue Konzept des Stalls setze um, was seine Tiere wirklich brauchen. Der Neubau seines Betriebs ließ den Landwirt oft an die Grenzen des geplanten Vorgehens kommen. Viele kleine und große Schwierigkeiten habe man bewältigen müssen: Zum Beispiel hätten Baufirmen plötzlich Zertifikate vorweisen sollen, um das genehmigte Bauvorhaben ausführen zu dürfen. Bei solchen Problemen habe sich gezeigt, dass Landrat Franz Löffler für die Belange der Landwirtschaft und den Fortschritt stets ein offenes Ohr habe und stets nach Lösungen suche. Auch Kreisrat Gerhard Blab habe dabei geholfen, für Landwirtschaft und Bauwirtschaft einen Kompromiss zu finden, damit der Neubau zügig vorangehen konnte. Seit nunmehr einem Jahr sei die Stallung nun in Betrieb.

Das Wohlbefinden der Tiere wirke sich auch positiv auf die Milchgewinnung aus. „Wegen der Corona- Krise sind der Milch- und Schlachtpreis aber in den Keller gefallen,“ bedauert der Jungbauer. Michael Kerscher wisse immer, wie es seinen Tieren geht. Zwar habe er ein modernes Tracking-System installiert und könne mit einem Melkroboter alle Bewegungen der Kühe im Stall digital aufzeichnen; trotzdem gingen die Kerschers, genau wie früher, mehrmals täglich in den Stall, um zu sehen, wie es den Kühen gehe.

Erfolgreiche Milchviehhaltung, davon seien sie überzeugt, beginne damit, genau auf die Signale der Tiere zu achten. Landrat Löffler und Bürgermeister Blab zeigten sich von der modernen Vielhaltung und den innovativen Ideen, die in diesem Stallbau verwoben seien, fasziniert. Hier zeige sich, dass moderne Landwirtschaft nach vorne blicke und auf nachhaltige Verfahren setze. Die Landwirte mit ihren Familien, aber auch Akteure in den vor- und nachgelagerten Bereichen, würden ihr Wissen nutzen und es mit Expertise und Ideenreichtum kombinieren. So verbesserten sie stetig und unter Einsatz innovativer Technologien das landwirtschaftliche System. Moderne Landwirtschaft lasse sich auf veränderte gesellschaftliche Anforderungen ein. Sie sei offen für den Dialog.

Vielfältigkeit und Fortschrittlichkeit machten sie so faszinierend. Darüber hinaus biete der Hof die Möglichkeit, Nachwuchs zu fördern und gewähre Einblick und Unterstützung in der Meisterausbildung. Nach der umfassenden Führung wünschten Löffler und Blab dem Betrieb, der auch in der nächsten Generation weitergeführt werden soll , alles Gute. Die Familie Kerscher bedankte sich mit Honig aus der eigenen Imkerei für den Besuch auf ihrem Anwesen und die Unterstützung der Politiker für die Landwirtschaft und deren Belange. (rme)

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