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Motto: „Niemals den Mut verlieren“

Frater Eustachius Kugler hat seine Überzeugung vorgelebt.
Ulrike Niklas

Das Zitat von Eustachius Kugler hielt Johann Maierhofer aus Regensburg auf einer Kalligrafie fest. Foto: Niklas
Das Zitat von Eustachius Kugler hielt Johann Maierhofer aus Regensburg auf einer Kalligrafie fest. Foto: Niklas Foto: Ulrike Niklas

Reichenbach.Seit vielen Jahren führt am Gedenktag des seligen Fraters Eustachius Kugler, am 10. Juni, eine Wallfahrt von Nittenau zu dessen Geburtsort nach Neuhaus. Die Corona-Krise macht es heuer unmöglich, den seligen Barmherzigen Bruder in dieser Form zu würdigen.

Er selbst war als bodenständiger Mensch bekannt, den Mut und Optimismus auszeichneten. Das zeigt sich auch in vielen seiner Zitate, die er wohlwollend und ermutigend für seine Mitmenschen hatte. Eines davon passt sehr gut in die aktuell schwierige Zeit, festgehalten auf einer Kalligrafie von Johann Maierhofer aus Regensburg: „Niemals den Mut verlieren und nicht an der Barmherzigkeit Gottes zweifeln.“ Dazu Pastoralreferent Uli Doblinger: „Gerade diese Glaubensüberzeugung, dass Gott auch in den schwierigsten Zeiten nahe ist, hat Eu-stachius vorgelebt und kann auch uns jetzt in der Corona-Krise Kraft und Zuversicht geben, diese schwere Herausforderung zum Wohl unserer Betreuten zu bestehen.“

Joseph Kugler wurde am 15. Januar 1867 in Neuhaus bei Nittenau in einfache, ländliche Verhältnisse geboren. Der Sohn eines Hufschmieds lernte nach einer Bauschlosserlehre in München den Orden in Reichenbach kennen und trat mit 26 Jahren ein. Er erhielt den Ordensnamen Eustachius Kugler. Nach Jahren verantwortungsvollen Dienstes als Prior in verschiedenen Einrichtungen der Barmherzigen Brüder wurde ihm 1925 die Leitung der bayerischen Ordensprovinz anvertraut. Das Amt als Provinzial hatte er bis zu seinem Tod 1946 inne.

Den Erbauer des Regensburger Krankenhauses zeichneten Gelassenheit und Geduld aus, seine Kraft schöpfte er aus dem Gebet. Während der Unterdrückung im Dritten Reich zeigte sich Frater Eustachius Kugler als kraftvoller Zeuge Christi. Er starb am 10. Juni 1946 an Krebs. Sein exemplarisches Christsein in schwieriger Zeit hat dazu geführt, dass 1963 sein Seligsprechungsprozess eröffnet wurde. Am 4. Oktober 2009 wurde er im Regensburger Dom seliggesprochen. Frater Eustachius‘ sterbliche Überreste ruhen in einer Seitenkapelle der von ihm erbauten Krankenhauskirche St. Pius in Regensburg. (run)

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