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Schönthal/Thurau

Mühle Thurau am Denkmaltag geöffnet

Für einen Tag ist die Thurauer Mühle wiederbelebt worden.

Max Rohrmüller führte durchs Gebäude. Foto: Christa Bucher
Max Rohrmüller führte durchs Gebäude. Foto: Christa Bucher

Schönthal.Jedes Jahr am Tag des Denkmals erweckt Familie Rohrmüller ihr geschichtsträchtiges Gebäude aus dem Dornröschenschlaf und lässt die Besucher einen Blick ins Innere werfen.

Die Interessierten konnten sich am Sonntag über Geschichte des Bauwerks, Bedeutung, Nutzen und den heutigen Zustand informieren. Sie erhielten Einblick in eine längst vergangene Zeit, in der die Mühle Getreide zu Mehl gemahlen hat.

Eigentümer des Mühlenanwesens sind Max und Margit Rohrmüller. Seit Jahren bemühen sie sich um die Sanierung des alten Gebäudes, das 1250 erstmals urkundlich erwähnt wurde, als es von Herzögen dem Schönthaler Kloster übereignet wurde.

Aus dem Jahr 1805 gibt es einen Hinweis darauf, dass die Mühle versteigert wurde, ehe sie 15 Jahre später von Anton Weiß erworben wurde, der sie mit dem Sägewerk lange Jahre in Betrieb hatte. Im Jahr 1905 erfuhr das in die Jahre gekommene Gemäuer der alten Mühle eine letzte Modernisierung, bevor im Jahr 1962 das Sägewerk endgültig stillgelegt wurde. Den Mühlenbetrieb gab der damalige Besitzer Anton Weiß dann acht Jahre später ebenso auf.

Seit Anfang der 1990er-Jahre ist die Thurauer Klostermühle im Eigentum der Familie Rohrmüller aus Thurau. Damit haben Max und Margit Rohrmüller ein schweres Erbe übernommen. Aber sie sind Visionäre. Sie wollten das unter Denkmalschutz gestellte Gebäude nicht dem Verfall preisgeben. Jahrelang waren sie auf der Suche nach Fördergebern und einem neuen Nutzungskonzept.

Vor zwei Jahren wurden sie fündig. Ende 2017 konnte die Sanierung beginnen. „Zwar geht alles langsam, doch die Arbeiten sind diffizil und zeitaufwendig“, sagte Max Rohrmüller bei einer seiner Führungen am Sonntagnachmittag. Viele Besucher sprachen Familie Rohrmüller für ihren Mut, das Mühlengebäude zu sanieren, ihren Respekt aus. „Gut, dass es so verrückte Menschen wie Sie gibt“, sagte ein Besucher schmunzelnd. (wbf)

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