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Müllsünder in der Gemeinde Runding unterwegs

Bürgermeister Franz Kopp kündigt strenge Maßnahmen an: „Das werden wir nicht tolerieren!“
Heidi Meier

Zwischen Satzdorf und Perwolfing hat jemand am vergangenen Wochenende seinen Baumüll entsorgt. Foto: Heidi Meier
Zwischen Satzdorf und Perwolfing hat jemand am vergangenen Wochenende seinen Baumüll entsorgt. Foto: Heidi Meier

Runding.Für Ärger sorgen in Runding in letzter Zeit verstärkt Leute, die sich auf wenig umweltschonende und rücksichtsvolle Art und Weise ihres Hausmülls entledigen: Mitten in der Natur finden diese Menschen anscheinend unbeobachtete Plätze dafür geeignet, um mit wenig Aufwand ihren Unrat loszuwerden – zum Nachteil der Natur, der Mitmenschen und auch der Rundinger Bauhofmitarbeiter, denn diese müssen sich um die Beseitigung kümmern.So geschehen auch vergangene Woche zwischen Satzdorf und Niederrunding, wo jemand Bauschutt entsorgt hat. Bürgermeister Franz Kopp weist nachdrücklich auf den Straftatbestand solch eines Vorgehens hin: „Dafür haben wir überhaupt kein Verständnis. Deshalb haben wir in diesem Fall auch Anzeige erstattet.“ Weitere Schwerpunkte bilden der Satzdorfer See und der Blauberger See, wo sich zum einen die „alltägliche Verschmutzung“ aus achtlos weggeworfenen Taschentüchern, Lebensmittelverpackungen und Getränkedosen auswächst, zum anderen vermehrt am Parkplatz in Satzdorf, wo ganze Müllsäcke mit Hausmüll abgeladen werden. Offensichtlich werden auch die aufgestellten Müllcontainer, eigentlich für die Angler und Besucher vorgesehen, als Gelegenheit betrachtet, dort Hausmüll bequem loszuwerden. Auch in diesen Fällen behalten sich die Gemeinde und der Eigentümer rechtliche Schritte vor. „Es kann nicht sein, dass so ein schönes Fleckchen Erde, das vielen Menschen Ruhe, Erholung und Entspannung bietet und noch dazu vom Eigentümer der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt wird, von einigen Dreckspatzen zur Mülldeponie verwandelt wird. Das werden wir nicht tolerieren!“, kündigt Kopp strengere Maßnahmen an. „Wir denken über eine Videoüberwachung der bekannten Schwerpunkte nach und klären dafür gerade die rechtlichen Grundlagen.“ Ihm sei bei allen möglichen Maßnahmen wichtig, dass die Allgemeinheit nicht die Verfehlungen einiger weniger ausbaden muss: „Lieber jetzt gleich hart durchgreifen, als dass irgendwann die Nutzung des Seegeländes für die Allgemeinheit eingeschränkt wird!“ Schließlich bilden gerade in Corona- Zeiten diese Flecken in der Natur Anlaufpunkte, wo unter Beachtung aller Auflagen trotzdem ein Stück Normalität möglich ist. Und so soll es auch bleiben. (cmi)

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