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Freizeit

Museum und Schmiede haben geöffnet

Das handwerkliche Museum im Pastritztal erwacht aus dem Winterschlaf. Dort ist etwa der Voithenberghammer zu sehen.

Josef Maier und Franz Weß (von links) bei der Arbeit Foto: fbs
Josef Maier und Franz Weß (von links) bei der Arbeit Foto: fbs

Furth im Wald.Im Pastritztal erwacht ein museales Kleinod aus dem Winterschlaf. Der Voithenberghammer wurde vom Trachtenverein Pastritztaler auf die bevorstehende Saison vorbereitet. Erbaut wurde das Gebäude 1823 durch Freiherr Zacharias Voith von Voithenberg. Er verpachtete es an die jeweiligen Hammerschmiedemeister. Der letzte Hammerschmied, Matthias Hurka, musste wegen der Industrialisierung dieses alte Handwerk 1926 aufgeben. Erst 1978, das Anwesen befand sich mittlerweile im Besitz der Stadt, wurde es vom Trachtenverein „Pastritztaler“ zu neuem Leben erweckt. Die Mitglieder waren auf der Suche nach einem neuen Vereinsheim. In Kleinarbeit wurden das Gebäude saniert, und die Schmiede wieder funktionstüchtig gemacht. Ein Wasserrad konnte wieder in Gang gebracht werden.

So ein handwerkliches Museum bedarf ständiger Pflege, deshalb trafen sich vergangene Woche die Kulturwarte Josef Maier und Franz Weß, um das erst vor ein paar Jahren erneuerte Wasserrad einer Revision zu unterziehen, Reparaturarbeiten durchzuführen und das Museum zu überprüfen. Nun können sich interessierte Besucher wieder jeden ersten und dritten Sonntag im Monat einer kleinen Zeitreise unterziehen und die Schläge der beiden gewaltigen Hammer während einer Schmiedevorführung miterleben.

Zum Museum gehört auch ein Stadel, in dem Relikte aufbewahrt werden, die von den umliegenden Bauern keine Verwendung mehr fanden. So können nun in verschiedenen Abteilungen Geräte und Maschinen zu den Themenbereichen Bodenbearbeitung, Feldarbeit und Ernte, Futterzubereitung, Haushalt und Backen, Imkerei, Weben und Spinnen, Obstpressen und Mosten, Arbeitsgeräte mit Mechanik und Motor sowie zur Waldarbeit besichtigt werden. Eine Kleinwerkstatt mit Werkzeugen und Antriebssystemen aus einer Wagnerei und Schreinerei ist ebenfalls eingerichtet. Eine Bilderausstellung mit alten Ortsansichten und Häusern von Schafberg und der Umgebung sowie dem früheren Arbeitsleben runden den Rundgang im Museumsstadel ab. Vor oder nach der Besichtigung haben die Besucher die Möglichkeit, sich im Wirtshaus mit Kaffee und Kuchen oder Brotzeiten zu stärken.

Öffnungszeiten: Museum: von Mai bis Oktober jeden ersten und dritten Sonntag im Monat, die Schmiede mit Ausstellungsraum von 14 bis 17, der Museumsstodl von 10 bis 17 Uhr. Für Gruppen und Schulklassen werden Führungen auch außerhalb der Öffnungszeiten angeboten. Das Wirtshaus ist das ganze Jahr über jeden ersten Sonntag im Monat ab 10 Uhr geöffnet, zusätzlich von Mai bis Oktober jeden dritten Sonntag ab 10 Uhr. (fbs)

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