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Konzerte

Musik für echte Liebhaber

Im Alten Spital gibt es am Wochenende besondere Klänge.

The Black Bees spielen am Freitag.Foto: The Black Bees
The Black Bees spielen am Freitag.Foto: The Black Bees

Viechtach.Am Donnerstag gibt es ein Wiedersehen mit Sir Oliver Mally und Peter Schneider. Zu diesen beiden Herren gibt es nicht mehr viel zu sagen – sie sind fast schon Residents im Bayrischen Wald und jedes mal wieder ein Genuss – musikalisch und vom Unterhaltungswert her. Lauscht man zwischen den Songs den Anekdoten des Sir Oliver Mally, versteht man sofort, was die Österreicher mit dem Begriff „Leiband“ meinen. Und mit Peter Schneider zusammen ergibt sich musikalisch ein kongeniales Duo. Die beiden Herren bedienen ihre Akkustikgitarren mit schier unglaublicher Perfektion. Auf dem Programm stehen die Folk & Blues Adventures und die beiden Protagonisten sorgen für ein extrem kurzweiliges Vergnügen.

Am Freitag treten die fünf Regensburger Jungs von Brew Berrymore auf. Das Grundgerüst ist sicherlich Rock mit treibenden Beats und ausgetüftelten Gitarrenriffs, dazu gesellen sich Synthies, Funk, Rap oder gar Electro-Parts in ihre Songs. Aus Köln kommen noch The Black Bees – eine Band, die man nicht sofort greifen kann. Keine aus der Retorte gesprungene Newcomerband, sondern ernsthafte Künstler, ehrliche Arbeiter, die ihren eigenen Sound kreiert haben. Kraftvoll und laut, tiefgründig, soulig und bezaubernd und dann wieder schmetternd und kantig wie eine in die Jahre gekommene Industriemaschine, mit ordentlich Dampf und Getöse, mit Ecken und Kanten.

Am Samstag kommen die Analogue Birds. Eines der Highlights im vergangenen Jahr. Sie stehen für außergewöhnliche Klangwelten mit extrem treibenden Beats. Im Zentrum steht der Sound diverser Didgeridoos, die Tom Fronza neben Percussion und Keys bedient. Dazu schlägt David Bruhn treibende Rhythmen ins Schlagzeug, dass die Betriebstemperatur in der Kapelle in den roten Bereich wandert. Weitere exotische Klänge kommen von einer Maultrommel oder einer arabischen Kurzhalslaute Oud. Dazu noch effektverzierte Gitarrensounds von Alex Lipan und fertig ist die Mischung, mit der die Analogue Birds in die Herzen der Zuhörer flattern. „Unerhörte“ Musik für Ohr, Herz und vor allem das Tanzbein.

Musik wie aus dem Bauch eines Piratenschiffs ertönt dann noch am Sonntag von Three For Silver aus Portland/Oregon. Nur mit Kontrabass, Geige, Akkordeon und Lucas Warfords Reibeisen-Stimme bricht die Hölle herein, wenn Three for Silver loslegen.

Mystisch treibende Bassschläge sind das Fundament ihrer Musik, Violine und Akkordeon versuchen das aufgewühlte Meer zu besänftigen, aber das dunkle Piratenschiff kommt unaufhaltsam näher. Der Stil lässt sich nicht in Worte fassen oder gar in Schubladen stecken. Er passt besser in eine Schatztruhe. Three for Silver klingen wie Tom Waits, C.W. Stoneking oder Mumford Sons.

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