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Konzert

Musik und Leben verbinden

Das Trio Werner Schmidbauer, Pippo Pollina und Martin Kälberer begeisterte das Publikum in der Stadthalle mit seinen Liedern.
Von Claudia Peinelt

Martin Kälberer, Werner Schmidbauer und Pippo Pollino (von links) begeisterten das Chamer Publikum mit neuen und alten Liedern.  Fotos: Peinelt
Martin Kälberer, Werner Schmidbauer und Pippo Pollino (von links) begeisterten das Chamer Publikum mit neuen und alten Liedern. Fotos: Peinelt

Cham.Im Foyer der Chamer Stadthalle hatten sich bereits lange vor Beginn des Konzertes die Fans des Trios Schmidbauer, Pollina und Kälberer versammelt. „Ich kenn‘ sie nur wenig, aber mein Mann hat Karten geschenkt bekommen und darum bin ich heute Abend auch hier“, erzählt eine junge Frau. Die ältere Dame, die sich gerade ein Glas Spritz gönnt, lächelt und meint: „De san einfach spitze. I mag de so gern und würd‘ am liebsten viele ihrer Auftritte besuchen. Dass i heit hier sein und sie hautnah miterleben kann, hab‘ i meiner Tochter zu verdanken, die mir die Karte zu Weihnachten geschenkt hat“.

Dann erklingt der erste Ton, und der Stadthallensaal beginnt sich zu füllen. Das Publikum ist bunt gemischt. Da sitzt der Bub auf seiner Sitzerhöhung neben Mama und Papa, und die flippige ältere Dame hat mit ihrer Freundin in den vordersten Reihen Platz genommen. Ein ganz junges Paar sitzt eng umschlungen etwas weiter hinten, und ein älterer Herr sucht noch seinen Platz, als es auch schon dunkler wird im Saal und die drei Herren mit tosendem Applaus begrüßt werden. Sie legen gleich los. Von Beginn an ist klar, dass diese Drei Musiker mit Leib und Seele sind.

„Alle voll auf Entzug“

Am „Plattenstandl“, wie Schmidbauer es nannte, tummelten sich in der Pause die Liebhaber von „Süden 2“ und suchten sich ihre Lieblings-CD aus. Fotos: Peinelt
Am „Plattenstandl“, wie Schmidbauer es nannte, tummelten sich in der Pause die Liebhaber von „Süden 2“ und suchten sich ihre Lieblings-CD aus. Fotos: Peinelt

„Geh bleib hold do“, singt Werner Schmidbauer, und die Ersten im Publikum bewegen ihren Kopf zum Takt des Liedes mit. „Na, wie geht’s eich, seids guat ins neie Johr kema“, fragt Schmidbauer. Mit dem Programm „Süden 2“ war jetzt zwei Monate Pause. „Wir san jetzt alle voll auf Entzug und haben eine riesige Lust heid zum Spuin und i hoff, eich geht’s genauso heid beim Zuhör’n“, sagt der Musiker. Riesiger Applaus setzt ein und alle warten gespannt, wie das Programm weitergeht.

Schmidbauer erzählt, dass die Drei Silvester da gefeiert haben, wo sie die letzten zehn Jahre immer schon gefeiert hätten. Und zwar in Pippos Heimat in Sizilien mit vielen Freunden und der Familie. „Langsam checken sie es, dass es da ganz schee is‘.“ Seit das Trio vor sieben Jahren mit dem Programm „Süden eins“ unterwegs war, hat es dieses Gefühl des Südens verinnerlicht. „Das letzte Konzert in dieser Reihe war für uns ein riesiges Geschenk. Es war nämlich ein ausverkauftes Konzert in der Arena in Verona.“ Schmidbauer fragt in die Runde, ob zufällig jemand aus dem Publikum mit dabei war. Und tatsächlich hebt eine Frau die Hand in die Höhe. „Ah, des warst du?“, fragt Schmidbauer lachend.

Und dann geht es auch schon weiter im Programm. Lieder über Freundschaft, Probleme, Auszeit und Familie begeistern die Fans von Schmidbauer und Co. Viele im Publikum können die Stücke mitsingen, und ab und zu ist sogar einer dabei, der die italienischen Texte beherrscht. Ein Mix aus italienischen Songs, bayerischen Liedern und einer kleinen Prise Fox tönt durch die Stadthalle. Manche Lieder regen zum Nachdenken an, andere machen Hunger auf Pasta mit viel Knoblauch und bei anderen möchte man am liebsten aufstehen und tanzen. „Lasst uns lieben und nicht hassen und aufeinander gut aufpassen“, singt Schmidbauer und eine Frau wischt sich verstohlen eine Träne von der Wange.

Sie waren in Verona dabei

In der kurzen Pause treffen wir auf die Frau, die auch in Verona mit dabei war. „Meine Freundin und ich sind fast überall, wo sie auftreten. Eigentlich hätten sie uns heute mit Handschlag begrüßen sollen. Hams aber ned“, erzählt sie und grinst dabei. Oftmals haben sich Andrea und ihre Freundin nach den Konzerten mit Schmidbauer, Kälberer und Pollina auf ein Glas Wein und einen Ratsch getroffen. „Die sind einfach eine Wucht und ich freu‘ mich heute schon auf das nächste Konzert“, erzählt Andrea. Und dann geht es in der Stadthalle noch einmal für mehr als eine Stunde voll ab...

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