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Region Cham
Samstag, 18. August 2018 29° 3

Veranstaltung

Musikanten spielen zünftig auf

Zum ersten Mal fand das OVK-Frühjahrssingen heuer im Gasthaus Antoniuswirt in Pillmersried statt.

  • Die Musiker der Heibodn-Musi eröffneten den Volksmusiknachmittag. Fotos: wbf
  • „Da Voda mit seine zwoa Moidln“: Andreas Lößl mit Maria und Christina spielten Polka und Walzer.
  • Die Lößls in Aktion

Rötz.So wia’s bei uns dahoam klingt“ – unter diesem Motto haben die Sänger und Musikanten des Oberpfälzer Volksliedkreises (OVK) zünftig aufgespielt. Zum ersten Mal fand das OVK-Frühjahrssingen heuer im Gasthaus Antoniuswirt in Pillmersried statt. Saal und Gaststube des Wirtshauses waren brechend voll, als OVK-Vorsitzender Pepp Deiminger die Gäste begrüßte. Sogar im Garten hatte Wirt Stefan Killermann noch Biertischgarnituren aufstellen müssen, damit alle Zuhörer einen Platz bekamen.

„Vergesst’s für diesen Nachmittag eure Sorgen, genießt die Musik und den Gesang“, sagte Deiminger und lud die Gäste zum Mitsingen und Mitschunkeln ein. Das Frühjahrssingen biete eine schöne Gelegenheit, den Alltag zu vergessen und in netter Gesellschaft den alten bayerischen Liedern zu lauschen. Für ihn – so gestand Deiminger – gleiche das OVK-Frühjahrssingen einem Ausflug in den Musikhimmel. Dafür bedankte er sich im Voraus bei den zahlreichen Musikanten des Oberpfälzer Volksliedkreises. Und noch eine Premiere gab es heuer: zum ersten Mal übernahm Andreas Lößl die Moderation des Volksmusiknachmittags. Seit 40 Jahren mache er Musik, und das mit großer Leidenschaft, gestand er. Der Moderator stellte zunächst die Gruppen vor, ehe die Heibodn-Musikanten den volksmusikalischen Reigen eröffneten. Unter Leitung von Jürgen Lößl spielten sie die Musikantenherzpolka und einen Zwiefachen.

Beste Stimmung verbreitete das Teublitzer Trio – erstmals zu Gast. Stefan Emmert (Akustik-Gitarre), Reiner Hötzl (Akkordeon) und Erich Weiß (Bass-Gitarre) begeisterten das Publikum mit „Wos braucht ma auf’n Bauernhof?“ und „S’Heneraugn“. OVK-Urgesteine hingegen sind Manfred Hruby und Franz Haller. Sie sangen und spielten „In da Schwirzastubn“ und „Da Woid is mei Himmelreich“.

Weiter ging’s mit Tanja Pfeilschifter, Pepp Deiminger und Karl Auer – dem Trio „T&P&K“ – mit dem Albersdorfer Schottischen und einem Walzer aus Niederbayern. Zwischen den Darbietungen zündete Humorist Andy Lößl ein wahres Feuerwehr an Witzen, ehe er selbst mit Gattin Rosi und Sohn Andreas ans Mikrofon trat. Gemeinsam gaben sie beispielsweise „Wilde Rosen aus Böhmen“ oder die „Elternliab“ zum Besten. Mit von der Partie waren auch heuer die Chamer Sängerinnen Elfriede Gebert und Otti Sperl.

Während die Chamerinnen schon seit vielen Jahrzehnten zusammen auf der Bühne stehen, fangen Christina und Maria Lößl mit ihren Auftritten gerade erst an. Unterstützt von Vater Andreas Lößl mit dem Horn spielten sie an der Harfe und auf der Steirischen die Salzberg-Polka oder den Edlweiß Walzer. Die Stimmung auf den Höhepunkt trieb OVK-Urgestein Oskar Höcherl. Trotz seiner 91 Jahre darf der Witzeerzähler und Gstanzlsänger bei keiner Veranstaltung fehlen. Mit seinen „Schnodahüpfl’n“ verabschiedete er das Publikum bestens gelaunt in die Pause. In Runde zwei hörten die Gäste eine Bauernpolka, Zwiefache und Landler. Nach mehr als drei Stunden Musik und Gesang beendete die die gemeinsam gesungene Waidlerhynne „Mia san vom Woid dahoam“ den „griabigen Nachmittag“. (wbf)

OVK-Urgestein Oskar Höcherl gab Schnodahüpfl und Witze zum Besten.

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