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Kirche

Nach 36 Jahren endet eine Ära

Hans Kerscher trat nicht mehr als Vorsitzender und Sprecher des Pfarrgemeinderates an – auch andere Mitglieder scheiden aus.

Die Pfarrgemeinderats-Mitglieder, die aus dem Gremium ausgeschieden sind. Fotos: kbr
Die Pfarrgemeinderats-Mitglieder, die aus dem Gremium ausgeschieden sind. Fotos: kbr

Neukirchen b Hl Blut.Sieben Personen bringen es gemeinsam im Pfarrgemeinderat auf eine Mitgliedschaft von sage und schreibe 160 Jahre. Diese Nachricht verkündete Pfarrer Georg Englmeier zu Beginn des Pfarrfamilienabends mit Verabschiedung verdienter PGR-Räte, den die Klostermusikanten musikalisch umrahmten. Anlass war eine große Dankesfeier, um treuen Mitarbeitern in der Seelsorge der Pfarrei Mariä Geburt zu danken.

Monsignore Englmeier hieß die zahlreichen Gäste und Ehrengäste aus der großen Pfarrfamilie im Katharinensaal willkommen und richtete seine Laudatio an Hans Kerscher, der 36Jahre nicht nur als Mitglied, sondern seit 1982 – von Anfang an und ununterbrochen – als PGR-Vorsitzender und PGR-Sprecher ehrenamtlich in der Pfarrseelsorge aktiv war. Gab es auch mal Ärger, so ließ Hans Kerscher sich nicht entmutigen und machte immer weiter, denn er hatte stets ein paar treffende Weisheiten parat, die ihm halfen, das Leben zu meistern.

Mit einer Geschichte über „die richtige Stelle“ spannte Pfarrer Englmeier den Bogen zur Verabschiedung treuer Mitglieder. Im tatkräftigen Engagement um die Pfarrgemeinde fand auch Hans Kerscher als überzeugter Christ die richtige Stelle. Der Geistliche hinterfragte die Bedeutung seines Taufnamens und erklärte die Übersetzung von Johannes: Gott ist barmherzig. Dieses Erbarmen ließ Hans Kerscher auch den Mitgliedern der Pfarrei spüren. Nicht als Scharfmacher oder Ausgrenzer, sondern als Brückenbauer und Vermittler.

Den Namenspatronen zum Dank

Angesichts dieser Bedeutung überreichte Pfarrer Englmeier dem scheidenden PGR-Sprecher eine Figur seines Namenspatrons Johannes. Vielleicht wird diese zu einem bleibenden Erbstück in der Familie. Noch sechs weitere Mitglieder im Pfarrgemeinderat wurden an diesem Abend verabschiedet und als Zeichen der Anerkennung mit einem Bildband über Fatima bedacht. Else Baumann war ebenfalls seit 1982 im PGR und übte einige Zeit das Amt der Schriftführerin aus. Als treue Seele lagen ihr die Belange der Caritas und des „Eine-Welt-Ladens“ am Herzen.

Besondere Jahre

  • Beginn:

    Über einen Zeitraum von mehr als einer Generation übernahm Hans Kerscher die Verantwortung und erlebte Höhepunkte wie die Grenzöffnung vor 28 Jahren, die Bischofsbesuche oder Wallfahrten von KDFB.

  • Bauarbeiten:

    An große Aufgaben wagte man sich mit der Renovierung der Klosteranlage, der Renovierung der Pfarr- und Wallfahrtskirche, der Umgestaltung des Friedhofs oder dem Klostergarten.

Unwesentlich kürzer war Elfriede Wollinger, 32 Jahre lang als Caritassammlerin, Köchin und Wirtin im PGR-Gremium vertreten (war an diesem Abend entschuldigt). Als Leiterin des Sachausschusses „Caritas und Soziales“ bekleidete Maria Regele seit 1990 eine wichtige Aufgabe und arbeitete für einige Zeit als stellvertretende PGR-Vorsitzende. Die Gründung des Pfarrsenioren-Clubs vor 25 Jahren schreibt bis heute Erfolgsgeschichte und ist ihr ebenfalls zu verdanken. Sie baute eine Brücke zum Frauenbund und übernimmt in der Liturgie die Aufgaben als Lektorin und Kommunionhelferin.

Karl-Heinz Traurig (l.) und Hans Kerscher (r.)
Karl-Heinz Traurig (l.) und Hans Kerscher (r.)

Lobenswert ist ihre stilvolle Gestaltung des Schaukastens. Seit 2006 wirkte Karl Weber im PGR-Sachausschuss „Wallfahrt“ als Chauffeur zu den Pilgerführertreffen und als Praktiker im Gefüge der Pfarrei. Jeweils acht Jahre zeigten Irmgard Kilger und Alois Dengscherz ihre Bereitschaft zum Engagement auf verschiedenen Feldern und damit auch die Vernetzung der verschiedenen Gruppierungen in der Pfarrei. Kilger stellte die Verbindung zur Kindertagesstätte her, während Dengscherz mit dem Hohenbogenchor und dem Trachtenverein vernetzt war und im Sachausschuss „Wallfahrt“ mitarbeitete.

Der „Neue“ stellte sich vor

Anhand von zwei Sprichwörtern brachte Pfarrer Englmeier seine Dankbarkeit gegenüber diesen tollen Menschen zum Ausdruck. Dankbar zeigte er sich aber auch für die Bereitschaft zur Mitarbeit der übrigen Mitglieder im PGR mit den beiden Sprechern Karl-Heinz Traurig und Helga Brandl. Abschließend informierte der Seelsorger über die Renovierung der Marktkirche St. Nikolaus sowie über die anstehenden Kirchenverwaltungswahlen am 18. November.

Karl-Heinz Traurig, der in die Fußstapfen von Hans Kerscher tritt, stellte sich als neuer Sprecher des PGR Neukirchen b. Hl. Blut vor und dankte den ausscheidenden Kolleginnen und Kollegen sowie den neuen für die Bereitschaft zur Zusammenarbeit. (kbr)

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