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Nachtsichtgeräte sind ab 1. Mai erlaubt

Immer mehr Wildschäden: Chams Jäger brauchen ab sofort bei der Wildschwein-Jagd keine Einzelfallgenehmigung mehr.

Bei der Jagd auf Wildschweine haben die Jäger ab sofort erweiterte Möglichkeiten. Foto: Christophe Gateau/dpa
Bei der Jagd auf Wildschweine haben die Jäger ab sofort erweiterte Möglichkeiten. Foto: Christophe Gateau/dpa

Cham.In einer am 1. Mai in Kraft getretenen Allgemeinverfügung ist es geregelt: Die Jägerschaft im Landkreis Cham kann ab diesem Tag „Dual-use“-Nachtsichtgeräte zur Schwarzwildjagd ohne die bisher erforderliche Einzelfallgenehmigung verwenden. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamts vom Donnerstag hervor.

Nachdem die Schwarzwildbestände in den vergangenen Jahren stetig angestiegen seien und dadurch im gesamten Landkreis erhebliche Wildschäden entstünden, komme der Jagdausübung eine zentrale Bedeutung bei der Regulierung des Schwarzwildbestandes zu. Landrat Franz Löffler führt in diesem Zusammenhang aus: „Das Engagement unserer Jägerinnen und Jäger im Landkreis bei der Schwarzwildbejagung kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.“

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Insbesondere in der heutigen Zeit, in der das Auftreten der Afrikanischen Schweinepest in Nachbarländern Mittel- und Osteuropas der Landwirtschaft, insbesondere im Bereich der schweinehaltenden Betriebe, größte Sorgen bereite, werde wieder einmal deutlich, welch hoher Stellenwert der Jagdausübung, insbesondere auch bei der Regulierung der Wildbestände, zukomme.

„Das Engagement unserer Jägerinnen und Jäger im Landkreis bei der Schwarzwildbejagung kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.“

Franz Löffler

Neben dem Ergreifen eigener Vorsorgemaßnahmen durch die Landwirte sei es daher von größter Bedeutung, der Jägerschaft im rechtlich zulässigen Rahmen neben den generell zulässigen Jagdmethoden weitere Möglichkeiten zu eröffnen, um das Schwarzwild effektiv bejagen zu können.

Die Gründe für die Zulassung der Nachtsichttechnik im gesamten Landkreis ließen sich wie folgt zusammenfassen: „Vermeidung übermäßiger Wildschäden, Vorrang der ordnungsgemäßen landwirtschaftlichen Bodennutzung vor zunehmenden Schwarzwildbeständen/-schäden und insbesondere auch zur Prävention vor der Afrikanischen Schweinepest“. Die Verfügung ist im Amtsblatt Nummer 14 für den Landkreis vom 30. April veröffentlicht und hier zu finden (www.landkreis-cham.de/aktuelles-nachrichten/amtsblaetter/amtsblaetter-2020/)

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