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Nächste Watschn für die CSU

Ein Kommentar von Bastian Schreiner

Die Pillen sind bitter, die die CSU im Stadtrat schlucken muss. Doch sie sind die Antwort auf lange Jahre der Machtbeweise gegenüber der Opposition. Dass die Freien Wähler jetzt den Posten des Vizebürgermeisters für sich beanspruchen, ist legitim und sinnvoll. Das ist Demokratie.

Dass der CSU-Fraktion, die weiterhin stärkste Kraft im Gremium, aber auch das Amt des 3. Bürgermeisters verwehrt bleibt, ist kein Zeichen für das pausenlos von allen Seiten geforderte Miteinander. Doch die Mehrheit hat entschieden, die CSU ins Abseits zu stellen. Auch das ist Demokratie. Die weitere Stellvertretung ist da nur ein kleines Trostpflaster. „The winner takes it all“ haben Abba einst geträllert. Jobst, Reger & Co. wissen nun, wie sich das anfühlt.

Dass die Partei jedoch aus dem Wahlergebnis für ihren Bürgermeister-Kandidaten wenig gelernt hat, zeigt sich bei der Verteilung der Posten im Stadtrat. Jetzt den großen Verlierer Rainer Gleixner zum Fraktionssprecher und weiteren Riedl-Stellvertreter zu machen, ist mehr als verwunderlich.

Die Freien Wähler surfen hingegen auf der Erfolgswelle. Sie konnten nicht nur Stuibers FDP – mit dem die neue Bürgermeisterin schon im Wahlkampf flirtete – auf ihre Seite ziehen, sondern auch die Stimmen von SPD, Grünen und Wetterfeld gewinnen, um der CSU-Fraktion den nächsten Dämpfer zu verpassen.

Nach den Personaldebatten sollte nun wieder die Sachpolitik in den Fokus rücken – die Herausforderungen sind in Corona-Zeiten größer denn je.

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