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Ehrenamt

Natur naschen

Der OGV tut viel für die Umwelt. Die Klimaerwärmung ist eine Herausforderung.

Gertraud Vetter (l.) stellte den OGV Treffelstein vor, Renate Mühlbauer (vorne r.) das Jahresprogramm des Kreisverbands.  Foto: wbf
Gertraud Vetter (l.) stellte den OGV Treffelstein vor, Renate Mühlbauer (vorne r.) das Jahresprogramm des Kreisverbands. Foto: wbf

Treffelstein.Vertreter der 18 Obst- und Gartenbauvereine des Teilbereichs Waldmünchen haben sich im Gasthaus „Zum deutschen Eck“ in Steinlohe zur Frühjahrsversammlung getroffen. Teilbereichsvorsitzender Gottfried Frielingsdorf begrüßte die OGV-ler und dankte ihnen für die Arbeit das ganze Jahr über. Diese sei vorbildlich, sagte Treffelsteins Bürgermeister Helmut Heumann. Dank Greta Thunberg sei ein Ruck durch die Gesellschaft gegangen, und zwar in Richtung mehr Umweltbewusstsein. Auch die Gemeinde wolle etwas für das Klima tun, sagte Heumann und informierte über eine neue Streuobst- und Blühwiese, die heuer angelegt werden soll.

Außerdem setze die Gemeinde schon seit vielen Jahren auf erneuerbare Energien, habe Ladesäulen für E-Bikes und eine E-Tankstelle. Der Silbersee sei ein großes Pfund für die Gemeinde. Nun soll der Rundwanderweg barrierefreier und ein Naturlehrpfad angelegt werden. Besondere Attraktion ist die Naschmeile, die der OGV Treffelstein angelegt hat.

Was beim Ortsverein sonst noch so los ist, darüber berichtete Vorsitzende Gertraud Vetter. Der OGV könne auf eine mehr als 70-jährige Geschichte zurückblicken. Vetter erinnerte an zahlreiche Aktionen, die im Laufe der Jahre durchgeführt wurden: vom Muttertagsbasteln über Nistkästenbauen bis hin zu Baumpflanzungen. Lange Zeit sei auch der Sonnenblumenwettbewerb veranstaltet worden. 2007 sei die Kindergruppe, die OGV-Gartenkobolde, gegründet worden. Die Vorsitzende bedauert, dass diese, seit 2018, stillgelegt ist. Im Gemeindegebiet seien die Spuren des OGV deutlich sichtbar, sagte Vetter und erinnerte an die Schattenbäume und den Weidenzaun am Silbersee oder die Streuobstwiese beim Sportplatz. Das neueste Projekt sei die Naschmeile entlang des Silbersees. Hier stehen an die 100 Sträucher und Bäume, die essbare Früchte tragen. Sie sind beschildert, damit die Spaziergänger auch wissen, worum es sich handelt. 2018 wurde die Naschmeile eingeweiht. Als weitere Aktivitäten des 80 Mitglieder starken Vereins nannte Vetter das Kräuterbuschenbinden, Vorträge, Schnittkurse und die Teilnahme an der Turmweihnacht.

Kreisfachberaterin für Gartenbau und Landespflege, Renate Mühlbauer, stellte das Jahresprogramm des Kreisverbands vor. „Weiterhin sollen Maßnahmen ergriffen werden, die der Förderung der Artenvielfalt dienen“, sagte sie. Deshalb werde weiterhin Saatgut für Blühflächen zur Verfügung gestellt. Leider sei festzustellen, dass viele Kinder den Bezug zur Natur und speziell zum Anbau von Gemüse nicht mehr hätten. Der Respekt vor Lebensmitteln und denen, die sie produzieren, müsse wieder erlernt werden.

Auch die Alltagskompetenz der Kinder soll gefördert werden. Um ihnen einen Zugang zum Anbau von Gemüse und Kräutern zu ermöglichen, werden Schulgärten gefördert. 40 von 42 Schulen haben sich angemeldet. Mühlbauer bat die Vereinsvertreter, die Lehrkräfte zu unterstützen. Die größte Herausforderung sei die Klimaerwärmung. Es gebe zahlreiche Maßnahmen, die ihr entgegenwirken sollen. Insbesondere Bäume speicherten viel CO2 und sollten deshalb vermehrt gepflanzt werden. (wbf)

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