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Sitzung

Naturlehrpfad wird erneuert

Der Marktrat stimmt für die Erweiterung gemäß Konzept des Forstbüros. Neukirchen b. Hl. Blut tritt Förderprogramm für Wege bei.
Von Helga Brandl

Entlang der Hochstraße soll der sanierte und künftig erweiterte Naturlehrpfad auch einen gigantischen Panoramablick mit kulturellen Elementen bieten. Foto: Helga Brandl
Entlang der Hochstraße soll der sanierte und künftig erweiterte Naturlehrpfad auch einen gigantischen Panoramablick mit kulturellen Elementen bieten. Foto: Helga Brandl

Neukirchen b Hl Blut.Vorsichtsmaßnahmen zur Corona-Pandemie betrafen auch die Marktratssitzung in Neukirchen b. Hl. Blut , die nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt unter Einhaltung der Hygienehinweise und des gebotenen Mindestabstandes stattfand. Für die zehn Ratsmitglieder galt es zunächst, einen wahren Baugenehmigungsmarathon abzuarbeiten.

Für die Straßen- und Wegeerschließung von Einzelhöfen und Weilern wurde ein Maßnahmenbeschluss erlassen, wobei es um keine konkrete Maßnahme geht, sondern um die grundsätzliche Aufnahme in dieses Programm. Im Rahmen der Finanzierungsrichtlinie Ländliche Entwicklung welche über das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz (ALE) abgewickelt wird, besteht derzeit die Möglichkeit zur Förderung von Infrastrukturmaßnahmen mit bis zu 65 Prozent. Mit einer Auszahlung der Förderung sei nach Auskunft des ALE nicht vor 2022 zu rechnen. Der Markt Neukirchen b. Hl. Blut muss einen Antrag für die zu sanierenden Wege stellen. Der Marktrat hat seine grundsätzliche Bereitschaft zur Aufnahme in das Förderprogramm erklärt.

Wasserleitung wird erneuert

Einen weiteren Maßnahmenbeschluss erteilte der Marktrat bezüglich Wirtschaftlichkeit zum Bau des Hochwasserrückhaltebeckens RH1 auf Basis des 2016 erstellten Hochwasserschutzkonzepts von Professor Metzka. Das Marktratsgremium fasste in Sachen Wasserversorgung den einstimmigen Beschluss zur Erneuerung einer gemeindlichen Wasserleitung zwischen Rittsteig und Hanger. Zur langfristigen Sicherstellung der Wasserversorgung soll die bestehende Versorgungsleitung durch eine neue Leitung im horizontalen Spülbohrverfahren ersetzt werden. Der neue Verlauf führt entlang der Kreisstraße ab Ortsschild Rittsteig auf rund 600 Metern Länge in Richtung Hanger.

Breiten Raum nahm der Tagesordnungspunkt „Erneuerung und Erweiterung des Naturlehrpfads Deschermühle-Brünst“ ein, dessen Konzept Sepp Riederer vom Forstbüro Ostbayern im Beisein von Tourist-Info-Leiterin Anne Baumeister bei der Sitzung vorstellte. Der Auftrag für die Konzepterstellung ging an den günstigsten Bieter, das Forstbüro Ostbayern in Neukirchen b. Hl. Blut. Neu beschilderte klimatolerante Bäume, originelle Sitz-Ecken und sogar eine vorhandene Kapelle (Riederer-Kapelle), die Totenbrettgruppe, aber auch Feldkreuze werden in das Projekt mit eingebunden, um den kulturellen Charakter zu wahren. Baumsanierung, „Wildpflanzen als Nahrungsmittel“ oder typische Sträucher der Heckenlandschaft als Quiz laden ebenso zum Entdecken ein wie die Station „Lebensraum Bach“. Hoch bezuschusst wird eine geplante Streuobstwiese. Eine Flachwasserzone mit Trittsteinen, die das Leben im Bach fördern, wird in dem sensiblen Bereich am Freibach angesiedelt, wofür eine wasserrechtliche Genehmigung erforderlich ist. Dort bietet sich das Feuchtbiotop an. Sepp Riederer visiert in der Nähe des Baches eine Station „Totholz“ an. Ökologische und zugleich spartanische Fahrradständer zeugen von der Natürlichkeit der Motive, die sich ideal ins Panorama mit einer weiteren Themenbank einfügen.

Interaktive Elemente

Ein Teil des Naturlehrpfades ist identisch mit dem Goldsteig, dem Jakobs- oder dem Klangweg an der Hochstraße. „Der Wald und seine Nutzung“ wird mit einer ausgeklügelten 15 Meter langen Holzkugelbahn die größte Station darstellen, und mit verschiedenen heimischen Holzarten weitere interaktive Elemente anklingen lassen. „Im Zuge der Klimaveränderung ist es wichtig, jene Baumarten vorzustellen, die auch in 50 oder 100 Jahren noch wachsen können“, nennt Riederer die Rosskastanie als Beispiel.

Bei Gesamtkosten von rund 70 000 Euro sei mit einer Förderung von 50 Prozent zu rechnen. Der Marktrat stimmte der Erneuerung und Erweiterung des Naturlehrpfades einstimmig zu.

Naturlehrpfad

  • Ausblick:

    Zehn geplante Schautafeln mit einheitlicher Beschriftung im gesamten Naturlehrpfad-Bereich stehen im Verbund mit je einer passenden Themenbank, die von kreativen Schreinern gefertigt werden sollen. (kbr)

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