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Naturpark-Ranger bitten um Rücksicht

Bei schönem Wetter zieht es viele Menschen in die Natur. Etwa auf Wiesenbrüter und auf Absperrungen sollten sie achten.

Nicht alle Wege sind zum Radfahren geeignet, so dass dort Konflikte mit Wanderern auftreten können.  Foto: S. Poost, Naturpark
Nicht alle Wege sind zum Radfahren geeignet, so dass dort Konflikte mit Wanderern auftreten können. Foto: S. Poost, Naturpark Foto: S. Poost, Naturpark

Cham.Die Menschen aus der Region genießen das Wetter derzeit in vollen Zügen. Wanderer, Mountainbiker und Ausflügler zieht es in Zeiten von Corona vermehrt nach draußen, um in der Natur Ablenkung zu finden und Kraft zu schöpfen.

Gerade stadtnahe Naturschutzgebiete wie das „Deggendorfer Himmelreich“ erfahren ein stark erhöhtes Besucheraufkommen. Die blühenden Magerwiesen, vielfältiger Vogelgesang, knorrige Alleebäume und einladende Streuobstwiesen locken viele Erholungssuchende in das Naturschutzgebiet. Dabei ist es positiv zu bewerten, dass immer mehr Menschen den Naturschatz vor ihrer eigenen Haustüre entdecken. Denn es steckt doch einiges an Wahrheit in dem Zitat von K. Lorenz: „Man liebt nur, was man kennt, und man schützt nur, was man liebt.“

Hunde sollten angeleint werden

„Genießen Sie ihren abendlichen Spaziergang, Familienausflug oder ihre Joggingrunde. Damit uns allen das Naturschutzgebiet auch weiter mit seinen Besonderheiten und großer Artenvielfalt erhalten bleibt, bitten wir um ein gutes Miteinander von Naturschutz und Erholungssuchenden“, so Naturpark-Rangerin Lea Stier. Dazu gehört unter anderem, seinen Müll wieder mitzunehmen, Hunde anzuleinen und nicht mit motorisierten Fahrzeugen in das Gebiet zu fahren.

Insbesondere in Gebieten, in denen noch Wiesenbrüter vorkommen, wie etwa in der Gollau oder der Öberauer Donauschleife im Landkreis Straubing, können Störungen durch Hunde zu Brutverlusten bei Kiebitz, Brachvogel und Co. führen. „Nehmen Sie dort also Ihren Hund an die Leine. Nicht nur eklig für andere Naturbesucher, sondern auch gefährlich für Kühe ist der Hundekot, welcher bei den Wiederkäuern zu schweren Erkrankungen und Tod führen kann. Deshalb bitte einpacken, mitnehmen und im Hausmüll entsorgen“, so Lea Stier.

Tiere brauchen jetzt Ruhe

Der Gebietsbetreuer für die Arberregion, Johannes Matt, erinnert an das Wegegebot auf dem Arbergipfel und im Naturschutzgebiet „Großer Arbersee“ und bittet, sich an die Absperrungen zu halten sowie nicht noch in die letzten Winkel vorzustoßen. „Gerade jetzt brauchen viele Tiere Ruhe und Ungestörtheit, da sie sich noch mitten in der Jungenaufzucht befinden. Störungen, beispielsweise beim Auerhuhn, können dazu führen, dass Auerhennen das Gelege bzw. die Jungvögel verlassen und diese der Gefahr des Auskühlens ausgesetzt sind,“ so Matt. Gleiches gilt im Naturschutzgebiet „Hochwald“ am Dreisessel. Auch hier schlüpfen in diesen Tagen die Auerhahnküken. Deshalb ist es jetzt ganz besonders wichtig, Hunde am Berg und im Wald anzuleinen.

Auch in den Naturschutzgebieten „Halser Ilschleifen“ und „Obere Ilz“ kommt es vermehrt zu Konflikten mit Erholungssuchenden. „Die derzeit überall zu hörenden Aussagen vom „Zusammenhalten und gemeinsam schaffen wir das“ sollen auch im Umgang miteinander in der freien Natur selbstverständlich sein“, so der Gebietsbetreuer des Ilztals, Stefan Poost.

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