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Infrastruktur

Neubäu: Ortsumgehung ist im Zeitplan

Das Projekt im Rodinger Ortsteil wird um fünf Millionen Euro teurer. Das Bauamt rechnet im Herbst mit der Fertigstellung.
Von Bastian Schreiner

Das Schlüsselbauwerk über den Hauserbach und das Meisterweiher-Biotop soll bis Mitte des Jahres fertig sei. Foto: Schreiner
Das Schlüsselbauwerk über den Hauserbach und das Meisterweiher-Biotop soll bis Mitte des Jahres fertig sei. Foto: Schreiner

Roding.Die Ortsumgehung Neubäu am See liegt im Zeitplan. Bis auf einige Restarbeiten soll das Projekt im Herbst 2018 fertiggestellt sein. Das ist die gute Nachricht, die Baudirektor Dr. Richard Bosl verkündet. Weniger erfreulich ist hingegen die Tatsache, dass sich die Kosten für die Baumaßnahme von 19 auf 24 Millionen Euro erhöhen – eine Steigerung um rund 26 Prozent. Schon vor knapp einem Jahr hat Bosl eine Anpassung prognostiziert, weil die Kostenschätzung aus den Vorplanungen stammt. „Gestiegene Preise beim Brückenbau und die Preisentwicklung des Asphalts lassen die Baukosten ansteigen“, erklärt er. Die Gründe seien ähnlich wie beim Ausbau der B 85 bei Roding. Diese Maßnahme wird um zehn Millionen Euro teuer.

Seit dem Spatenstich im November 2015 hat sich einiges getan rund um Neubäu am See. Bis auf eine Ausnahme seien alle fertiggestellt. Am mit 83 Metern größten Bauwerk über den Hauserbach und das Meisterweiher-Biotop arbeitet die Firma Strabag nach wie vor auf Hochtouren. „Das Schlüsselbauwerk mit einer Auftragssumme von circa 3,5 Millionen Euro soll Mitte des Jahres fertig sein“, sagt der Baudirektor im Gespräch mit unserem Medienhaus. Mit dem Streckenbau für den Bauabschnitt 1 zwischen der Anschlussstelle Neubäu-West (aus Richtung Bruck kommenden) und der Kreisstraße CHA 23 hat die Firma Dankerl im Juli vergangenen Jahres begonnen. Das Auftragsvolumen beträgt rund 8,5 Millionen Euro. Die Submission für den Bauabschnitt 2, der sich vom Schlüsselbauwerk bis zur Anschlussstelle Neubäu-West (von Roding her kommend) zieht, erfolgte Ende Dezember. Den Auftrag hat laut Staatlichem Bauamt Regensburg die Firma Rädlinger erhalten. Der Baustart sei im Frühjahr geplant.

Drei Fahrspuren

Im Frühjahr wird die Fahrbahn der B 85 zwischen Altenkreith und Neubäu am See erneuert. Die Abwicklung soll unter halbseitiger Sperre mit Umleitung über die CHA 23/B 16 erfolgen. Foto: Schreiner
Im Frühjahr wird die Fahrbahn der B 85 zwischen Altenkreith und Neubäu am See erneuert. Die Abwicklung soll unter halbseitiger Sperre mit Umleitung über die CHA 23/B 16 erfolgen. Foto: Schreiner

„Der Baufortschritt ist planmäßig“, berichtet der Baudirektor. Der Verkehr soll Ende 2018 auf der neuen Strecke fließen. „Die Maßnahmen sind zwar immer witterungsabhängig, doch insgesamt sieht es gut aus“, versichert er. Die Trasse erhält im Gegensatz zum autobahnähnlichen Ausbau zwischen Cham und Wetterfeld nur drei Fahrspuren, da das Verkehrsaufkommen in diesem Bereich der Bundesstraße 85 zu niedrig ist. „Da sich der Verkehrsstrom bei Altenkreith teilt, ist die Belastung in Richtung Schwandorf geringer“, erläutert Bosl.

Voraussichtlich im April soll die Fahrbahn der B 85 zwischen Neubäu am See und Altenkreith saniert werden. Wie Dr. Bosl mitteilt, sei die Baumaßname im vergangenen Jahr aufgrund der hohen Auslastung der Betriebe – in Verbindung mit höheren Preisen – zurückgestellt worden. Für die Erneuerung der Deck- und Binderschicht seien zwei Millionen Euro veranschlagt. Durchgeführt werde die Sanierung unter halbseitiger Sperre. Die Umleitung erfolgt über die Kreisstraße CHA 23 sowie die B 16. Des Weiteren will das Staatliche Bauamt die Parkplätze zwischen Altenkreith und Neubäu am See erweitern.

Zufahrts-Problem ungelöst

Weiter offen ist, wie bei der Diskussion um die Zufahrt zur Firma Riedl vorgegangen wird. Das Staatliche Bauamt will keinen Präzedenzfall schaffen und favorisiert die Erschließung über die Ortschaft. Foto: Schreiner
Weiter offen ist, wie bei der Diskussion um die Zufahrt zur Firma Riedl vorgegangen wird. Das Staatliche Bauamt will keinen Präzedenzfall schaffen und favorisiert die Erschließung über die Ortschaft. Foto: Schreiner

Der Landkreis Cham ist derzeit der einzige Landkreis in Bayern, in dem drei Bedarfsplanprojekte gleichzeitig laufen. „Das ist wohl auch einmalig in Deutschland“, meint Bosl. Neben der Ortsumgehung Neubäu und dem vierspurigen Ausbau zwischen Piendling und Altenkreith zählt dazu der B 85-Ausbau bei Wetterfeld. Das Projekt ist nahezu abgeschlossen, lediglich für die Zufahrt zur Firma Riedl ist noch keine Entscheidung gefallen.

Während der Bauphase wurde der Betrieb mit einer provisorischen Anbindung über den Bundesstraßenzubringer erschlossen. Geplant sei jedoch, diese Zufahrt wieder rückzubauen und die Firma über die Gemeindeverbindungsstraße in Wetterfeld anzubinden. „Keine Firma ist direkt an eine Anschlussstelle angeschlossen. Wir wollen keinen Präzedenzfall schaffen“, betont Bosl. Die Wetterfelder plädieren bekanntlich dafür, dass die provisorische Zufahrt bleibt. Werden alle Aspekte der Verkehrssicherheit erfüllt, sei das Bauamt aber offen für eine alternative Lösung, so Bosl. Gemeinsam mit der Stadt soll baldmöglichst eine Entscheidung getroffen werden.

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