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Region Cham
Dienstag, 17. Juli 2018 27° 3

Jahresversammlung

Neubäuer Wehr ohne Führung

Die Vorstandschaft führt kommissarisch die Feuerwehr. Leider fanden sich keine Kandidaten für die Ämter.

Vorsitzender Adolf Gleixner bei seinem Rechenschaftsbericht Foto: rmt
Vorsitzender Adolf Gleixner bei seinem Rechenschaftsbericht Foto: rmt

Roding.Das Interesse an der Jahresversammlung der Feuerwehr Neubäu im Hotel Schießl war groß. Obwohl die zahlreich anwesenden Erwachsenen und Jugendlichen für den Feuerwehrvorstand eigentlich ein Grund zur Freude waren, wurde der Abend von den ernsten Gesichtern der Verantwortlichen dominiert. Schon bei der Begrüßung durch Vorstand Adolf Gleixner war eine besondere Spannung zu spüren, ging es doch erneut darum, für die Feuerwehr eine neue Vorstandschaft zu wählen.

Nach dem Gedenken für die verstorbenen Kameraden erinnerte der Vorstand in seinem Rückblick über das vergangene Vereinsjahr an die zahlreichen gemeisterten Aktivitäten wie das eigene erfolgreich abgelaufene Maifest, die Besuche bei anderen Wehren, die Teilnahme an kirchlichen und öffentlichen Festen wie Fronleichnam oder Heldengedenktag und die wehrtechnisch nötigen Besuche von Versammlungen in Roding und Hitzelsberg.

Trotz des erfolgreichen Jahres und seinem Dank an die erhaltene Hilfe und Unterstützung machte er aber auch keinen Hehl daraus, dass sich die Vorstandschaft von den Mitgliedern oftmals etwas mehr Unterstützung gewünscht hätte.

20 Mal rückte die Wehr aus

Johann Artmann, erster Kommandant der Neubäuer Wehr, berichtete, dass die Feuerwehr im zurückliegenden Zeitraum 20 Mal gefordert wurde. Darunter fielen sehr unterschiedliche Einsätze bei Verkehrsunfällen, bei Waldbränden oder auch Alarmierungen bei Fehlalarmen an. Auch Artmann appellierte an die Anwesenden, die Aktionen der Wehr stärker zu unterstützen. Besonders die Jugend rief er dazu auf, sich nicht nur bei den immer wiederkehrenden Ereignissen, wie dem Hydranten Winterdienst, stärker mit einzubringen. Der Stadt Roding dankte er, ebenso wie der Feuerwehr Führung und der gesamten Bevölkerung für die im Laufe des Jahres stete, problemlose Unterstützung.

Zweiter Kommandant, Schriftführer und Jugendwart Michael Weiß berichtete, dass im Laufe des Jahres das Leistungsabzeichen III genauso wie die Leistungsübung Löschübungen sowie ein Wissenstest erfolgreich abgelegt werden konnte und dass sich die Jugend der Wehr bemühen wird, sie weiter zu unterstützen. Weiß dankte allen, die in irgendeiner Form an den Erfolgen der Wehr mitwirkten.

Der Bericht des Kassiers Josef Schmid konnte wie immer schnell abgearbeitet werden, bescheinigten ihm doch Kassenprüfer, Walter Großmann und Herbert Stahl, die die Prüfung durchführten, eine, wie gewohnt exzellente Führung von Kasse und Bücher.

Dankes- und Lobesworte sowie den Ausdruck eines großen Respekts drückte Bürgermeister Franz Reichold in seinem Grußwort für die Neubäuer Wehr, besonders für die Arbeit der Vorstandschaft aus. Die Feuerwehr sei ein Zeichen für eine aktive Dorfgemeinschaft, so Reichold. Dies verursachte bei den Anwesenden ein kleines Aufblicken, das durch den späteren Wahlgang seine Bestätigung fand, auf welche, besonders in Zeiten der immer vielfältiger werdenden Aufgaben, nicht verzichtet werden kann. Inständig bat er die Anwesenden, sich für eine gute Wahl zur Verfügung zu stellen.

Auch Kreisbrandmeister Martin Weigl schloss sich den Ausführungen seines Vorredners, an wobei er besonders verschiedene Aktionen der Ausbildung in Erinnerung rief.

Nach einer Pause zur „Gewissenserforschung“ begann der Wahlausschuss, Kandidaten für die einzelnen Vorstandsposten aufzurufen, was sich leider, aber fast erwartungsgemäß, als vergebene Liebesmühe herausstellte. Trotz Engelszungen und gebetsmühlenartigen Wiederholen der Vorteile, die ein Posten im Vorstand einer Ortsfeuerwehr bietet, fanden sich keinerlei Kandidaten für die frei werdenden Ämter.

Der Ort braucht eine Wehr

Bürgermeister Reichold und Kreisbrandmeister Weigel bestätigten nochmals, dass Neubäu am See als Ort eine Feuerwehr braucht, unbedingt und dringend nötig hat, und riefen, leider ohne sichtbaren Erfolg, nochmals dazu auf sich aktiv in die Zukunft des Vereins und des Ortes mit einzubringen.

Am Ende der Bemühungen wurde beschlossen, dass bis zu einem baldigen erneuten Treffen der Vorstand kommissarisch das Amt des mit dem heutigen Tag ausscheidenden Vorstandes mit übernehmen wird. (rmt)

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