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Montag, 20. August 2018 27° 1

Politik

Neue Golfplatz im Seepark

Gemeinderat begrüßte Errichtung eines Infopavillons zur Erinnerung an die Stoiber-Maler. Es ging auch um öffentliche Wege.
Von Regina Pfeffer

Auf diesem Gelände entsteht im Herbst die Adventure-Minigolfanlage im Arracher Seepark. Foto: Pfeffer
Auf diesem Gelände entsteht im Herbst die Adventure-Minigolfanlage im Arracher Seepark. Foto: Pfeffer

Arrach.Auf rege Bautätigkeit wiesen die Baugesuche im Gemeinderat hin, die annähernd alle einstimmig genehmigt wurden. So der Vorbescheid der EW Geiger zum Neubau eines Büro- und Lagergebäudes Auf Gut Kless – es gab nur eine Gegenstimme. Ebenfalls auf Gut Kless wurde die Tektur zum Neubau eines Appartementhauses eingereicht.

Am Anger soll ein Einfamilienhaus errichtet werden. Hier meldete eine Anliegerin aber meldete Bedenken wegen einer geplanten Auffüllung bis an ihre Grundstücksgrenze an. Da der anwesende Bauwerber anhand eines Planes aber versicherte, dass keine Auffüllung vorgesehen ist, sah der Gemeinderat keine Probleme. Auch für Kummersdorf lag der Antrag zum Bau eines Einfamilienhauses vor. Das Grundstück liegt im Außenbereich und in einem Landschaftsschutzgebiet, Teile des Grundstückes wurden als Biotop kartiert. Die bestehenden Gebäude sind aber extrem baufällig, eine Sanierung lohnt nicht mehr. Einer der Eigner im Feriendorf Hohenbogen will eine isolierte Befreiung für die Umstellung auf eine Holzofen-Heizung und Errichtung einer Hütte zur Holzlagerung – es gab in der Anlage bereits zahlreiche solche Umbauten, weshalb es keine Einwände gab. Der Bebauungsplan Ferienhausgebiet Hoher Bogen wird momentan aber wegen der vielen veralteten Festsetzungen überarbeitet. Der Rat erteilte dennoch die isolierte Befreiung.

In der Hohenwarther Straße soll eine Garage mit Abstellraum errichtet werden. Dagegen gab es ebenso wenig Einwände wie gegen die Einzäunung einer Fläche als Trainingsplatz für eine Hundeschule in Kummersdorf. Nachdem die Genehmigung für den bevorzugten Standort im Seepark-Areal nicht erteilt werden konnte, wich die Antragstellerin auf diesen neuen Standort aus.

Einzigartig in Ostbayern

Antrag eines Bauwerbers auf Neubau einer Adventure-Minigolfanlage im Seeparkgelände: Grundstückseigentümer ist die Gemeinde Arrach. Für die Erweiterung der bestehenden Erbbaurechtsfläche wurde mit dem Antragssteller bereits ein Nachtrag notariell vereinbart. Mittels einer Power-Point-Präsentation stellte der Bürgermeister die geplante Anlage – die einzige dieser Art in ganz Ostbayern, wie er sagte – vor. Auch die Gemeinderäte sahen darin eine touristische Aufwertung für den Ort. In der Schellenfelder Straße soll ein Haus umgebaut und erweiteret werden, in der Hohenbogenstraße darf ein Haus nach er Neueindeckung des Satteldachs mit Flachdachpfannen in anthrazit versehen werden.

Gemeinderatsmitglied und Jagdvorsteher Matthias Aschenbrenner hatte im Vorfeld den Antrag auf Feststellung der Verkehrssicherheit der von der Jagdgenossenschaft Haibühl gebauten öffentlichen Wege gestellt. Durch Bauträgerschaft der Gemeinde soll seiner Meinung nach die Haftung der Jagdgenossenschaft bei Unfällen mit Radfahrern oder Wanderern ausgeschlossen werden. Bürgermeister Sepp Schmid und die Geschäftsleiterin gaben zu bedenken, dass ein gewidmeter Weg in der Unterhaltslast der Anlieger liege. Die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke seien daher als Baulastträger für die Instandsetzung verantwortlich. „Diese Eigentümer sind auch die Hauptnutzer, die mit ihren Fahrzeugen und Maschinen die Wege in Anspruch nehmen“, so Schmid.

Weiter erklärte er, dass bei allen öffentlichen Wegen die kommunale Haftpflichtversicherung mit pauschaler Vertragshaftung greife. Eine Übernahme der Haftung oder der Kosten durch die Gemeinde bei einer Wiederherstellung von Grenzsteinen, die durch Baumaßnahmen in Mitleidenschaft gezogenen wurden, erfolge nicht. „Die Gemeinde kann keine Bauträgerschaft bei einem gewidmeten Weg übernehmen. Wir können uns nicht gegen geltendes Recht wenden“, so das Gemeindeoberhaupt. Dennoch sagte er Aschenbrenner eine gemeinsame Ortsbegehung zu, um die Ordnungsmäßigkeit der Wege zu prüfen. Einen Beschluss gab es nicht. Thomas Haselsteiner, Vorsitzender des Trachtenvereins Tannenecker Haibühl, brachte auf die Tagesordnung, dass eine Maßnahme (Pavillon oder Ähnliches) in die Dorferneuerung Haibühl-Ottenzell überlegt werden sollte. Bereits vor Jahren wurde Bürgermeister Sepp Schmid von Günther Meindl der Vorschlag unterbreitet, für die weit über die Region hinaus bekannten Stoiber-Maler in geeigneter Weise gegenüber dem damaligen, jedoch bereits abgebrannten Geburtshaus der Stoiber-Maler auf dem Gelände des Haibühler Dorfparks auf das Schaffen der Malerfamilie hinzuweisen. Die Erstellung eines Pavillons wurde 2017 in den Vorbesprechungen mit dem ALE vorgeschlagen, nun gehe es in die Umsetzung und Detailplanung. (krp)

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