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Bildung

Neue Schulen beleben die Stadt Furth

Die Ministerin für Familie, Arbeit und Soziales besichtigte die Fachakademie für Sozialpädagogik und die Berufsfachschule.
Von Wolfgang Baumgartner

  • Mit Babypuppen üben die angehenden Kinderpfleger das Wickeln; Ministerin Schreyer und MdL Dr. Gerhard Hopp zeigten, dass sie auch den perfekten „Tragegriff“ drauf haben – zur Freude der Landtagskandidatin Barbara Haimerl (li.) und des Bezirkstagskandidaten Markus Müller (re.). Foto: wb
  • Die Leiterin der neuen Schulen in Furth im Wald, Dr. Tanja Grotz (links) stellte beim Rundgang die Klassen- und Funktionsräume vor. Foto: wb

Furth im Wald.Die Fachakademie für Sozialpädagogik sowie die neue Berufsfachschule für Kinderpflege in Furth im Wald sind nach den Worten von Landrat Franz Löffler die unmittelbare Antwort der Politik auf den Fachkräftemangel in diesen Branchen. Wie groß die Nachfrage nach einer qualitativ hochwertigen Ausbildung in diesen Bereichen ist, zeigt die enorme Akzeptanz dieser beiden neuen Bildungseinrichtungen in der Drachenstich-Stadt.

Und dieses Konzept der Kooperation von Landkreis, Volkshochschule und Stadt begeisterte am Montagnachmittag auch die Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales im Freistaat, Kerstin Schreyer.

133 Jahre altes Gebäude

Zusammen mit Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler, den Abgeordneten Karl Holmeier und Dr. Gerhard Hopp sowie Bürgermeister Sandro Bauer, seinen Amtskollegen aus Neukirchen b. Hl. Blut, Markus Müller, der CSU-Landtagskandidatin Barbara Haimerl, dem Geschäftsführer der Volkshochschule im Landkreis Cham, Winfried Ellwanger, seinem Stellvertreter Alfons Klostermeier und einer Delegation der Further Frauenunion mit Christa Vogel an der Spitze besichtige die Ministerin die Fachakademie und die Berufsfachschule.

Vor dem Eingang zur alten Knabenschule begrüßten die örtlichen Politiker Bayerns Familienministerin Kerstin Schreyer. Foto: wb
Vor dem Eingang zur alten Knabenschule begrüßten die örtlichen Politiker Bayerns Familienministerin Kerstin Schreyer. Foto: wb

„Wir haben hier großartige räumliche Voraussetzungen und fühlen uns sehr wohl in diesem traditionsreichen Gebäude“, betonte die Leiterin der Einrichtung, Dr. Tanja Grotz, beim Rundgang durch die ehemalige Knabenschule. In Rekordbauzeit wurde das Gebäude aus dem Jahr 1885 fit für die beiden neuen Schuleinrichtungen in der Drachenstich-Stadt gemacht. Seit 11. September drücken dort rund 115 junge Damen und Herren die Schulbank. Möglich macht dies nach den Worten von Landrat Franz Löffler die problemlose Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis.

Ministerin Kerstin Schreyer (8. v. l.) war beim Rundgang beeindruckt von Fachakademie und Berufsfachschule. Foto: wb
Ministerin Kerstin Schreyer (8. v. l.) war beim Rundgang beeindruckt von Fachakademie und Berufsfachschule. Foto: wb

Beide Institutionen haben sich nämlich bereiterklärt, kräftig in finanzielle Vorleistung zu gehen. Der Betrieb von Fachakademie und Berufsfachschule werde nämlich erst dann staatliche gefördert, wenn sich die Einrichtungen bewährt haben – will heißen, wenn die ersten Absolventen die Schulen wieder verlassen. „Bis dahin übernimmt der Landkreis die Trägerkosten“, teilte der Landkreischef der Ministerin mit.

Nicht weniger Engagement bei diesen beiden Projekten habe die Stadt Furth im Wald an den Tag gelegt. Sie schultert komplett die Sanierung des 133 Jahre alten Gebäudes und stellt das Haus dann der Vhs zum Betrieb der beiden Schulen zur Verfügung. „Dank Mitteln aus der Städtebauförderung konnte somit ein Leerstand beseitigt, und zwei, für die Region außerordentlich wichtige Einrichtungen geschaffen werden“, fügte Bürgermeister Sandro Bau im Gespräch mit Ministerin Kerstin Schreyer hinzu.

35 Lehrer für rund 115 Schüler

Ursprünglich waren Stadt und Landkreis davon ausgegangen, durchgängig eine Klasse mit rund 30 Schülern dort unterrichten zu können. „Doch der Bedarf und die Akzeptanz ist so groß, dass inzwischen rund 115 Schülerinnen und Schüler dieses Bildungsangebot nutzen!“ Das liegt laut Franz Löffler auch an der günstigen Infrastruktur des Standortes Furth. Durch den Bahnanschluss nutzen Jugendliche auch außerhalb des Landkreises diese Bildungseinrichtungen. Und mit der Vhs als Träger sei ein kompetenter Partner an der Seite des Landkreises.

Als Ministerin trommelt sie für die CSU-Politik im Freistaat; als gelernte Sozialpädagogin, die in den Bereichen Jugendhilfe und Erwachsenenbildung tätig war, weiß das Kabinettsmitglied auch um die pädagogische Bedeutung dieser Instrumente. Foto: wb
Als Ministerin trommelt sie für die CSU-Politik im Freistaat; als gelernte Sozialpädagogin, die in den Bereichen Jugendhilfe und Erwachsenenbildung tätig war, weiß das Kabinettsmitglied auch um die pädagogische Bedeutung dieser Instrumente. Foto: wb

„Aktuell unterrichten rund 35 Lehrkräfte an den beiden Schulen“, erzählte die Leiterin der Einrichtung, Dr. Tanja Grotz, beim Rundgang. Acht der Pädagogen seien fest angestellt, der Rest arbeitet auf freiberuflicher Basis an den beiden Schulen. Neben der guten räumlichen Ausstattung wies Dr. Grotz auch auf die Vorteile hin, auf das umfangreiche Netzwerk der Vhs zugreifen zu können. „Im Gegenzug dazu nutzen wir die Räume nach Unterricht für die Erwachsenenbildung“, fügte Vhs-Chef Winfried Ellwanger hinzu. Nach seinen Worten konnte mit den Schulen nicht nur ein Leerstand beseitigt werden. „Mit den jungen Menschen kommt auch Leben in die Stadt!“

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