mz_logo

Region Cham
Samstag, 26. Mai 2018 25° 3

Grafenwiesen

Neue St. 2140: Unnötig und unverantwortlich

.

Eine Klage gegen eine neue Trasse der St. 2140 durchs Regental kündigte ein Aktionsbündnis an. Foto: BN/LBV

Grafenwiesen.Seit zehn Jahren setzt sich das Aktionsbündnis für den Erhalt des Weißen-Regen-Tals gegen die Verlegung der St. 2140 zwischen Grafenwiesen und Bad Kötzting ein. Unterstützt wird es dabei vom Bund Naturschutz (BN) und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV). Um einer breiteren Öffentlichkeit die Auswirkungen dieses naturfeindlichen Projekts deutlich zu machen, veranstalteten diese drei Organisationen am Sonntag eine Exkursion. Zahlreiche Teilnehmer, auch aus den angrenzenden Ortschaften, konnten sich selbst ein Bild machen von der Schönheit des Talraums am Thürnhofer Bach, der durch die Straßenbaumaßnahme betroffen wäre.

Roger Mayer für das Aktionsbündnis und den BN und Markus Schmidberger vom LBV erläuterten den ökologischen Wert des Tals, in dem zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten wie der Neuntöter, Wendehals und der streng geschützte Ameisenbläuling einen Lebensraum finden. Auch der Weißstorch, der im Verlauf der Exkursion zu sehen war, findet hier hervorragende Nahrungsflächen. Es handelt sich neben Wirtschaftswiesen um Hochstaudenflur und Auwald, großenteils FFH-Gebiete, die als „überregional bedeutsam“ eingestuft sind. Der Flächenverbrauch von 18 Hektar sei nicht zu verantworten. Es würde völlig ausreichen, die bestehenden drei Straßen Richtung Bad Kötzting zu optimieren. Als „Kontrastprogramm“ wurde im Anschluss noch das vom BN neu erworbene Biotop „Schegerer Weiher“ besichtigt. Das 6,5 Hektar große Gebiet konnte mit Zuschüssen aus dem Naturschutzfond gekauft werden. Zum Abschluss der Veranstaltung umriss Roger Mayer nochmal die bislang erfolgten Verfahrensschritte und äußerte die Befürchtung, dass das umstrittene Straßenbauprojekt in der nahen Zukunft wohl wieder stärker forciert werden wird. Das Aktionsbündnis würde aber gegebenenfalls auch rechtliche Schritte zur Verhinderung der Maßnahme einleiten. Markus Schmidberger brachte es auf den Punkt: „Wir werden uns alle dafür einsetzen, dass die Natur weiter eine Stimme hat.“

Aktionsbündnis

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht