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Hilfsorganisation

Neue Wasserretter bereit für Einsätze

Sechs junge Leute meisterten die Prüfung.

Die Prüflinge mit ihren Ausbildern und HelfernFoto: Fabian Seebauer
Die Prüflinge mit ihren Ausbildern und HelfernFoto: Fabian Seebauer

Cham.Nach über 100 Unterrichtseinheiten haben fünf Prüflinge aus der Wasserwacht-Ortsgruppe Cham und ein Prüfling aus Kelheim erfolgreich die Prüfung zum Wasserretter im Wasserrettungsdienst abgelegt. Die neu ausgebildeten Jugendlichen sind nach der Ausbildung, welche sich von Juni bis September auf vier Module verteilt hatte, für den aktiven Dienst bereit.

Grundlage für den wasserwachtspezifischen Teil war eine medizinische Grund- und Fachausbildung, die zusammen mit den Bereitschaften und dem Jugendrotkreuz absolviert wird. Ein weiteres Modul beinhaltet die Grundkenntnisse der Wasserrettung mit Knotenkunde, Rettung mit dem Motorrettungsboot, die Versorgung eines verunfallten Tauchers sowie die Krankheitsbilder dazu. Die Grundkenntnisse der Eisrettung oder auch einsatztaktisches Wissen wurden in Cham am Regen und am Perlsee in Waldmünchen durch die Ausbilder Thomas Mauersberger und Michael Amann vermittelt.

Fließwasser lesen und verstehen, Gefahren erkennen und darin schwimmen war der Inhalt eines weiteren Moduls in Kelheim. Im letzten Ausbildungsabschnitt wurde die Rettung an Örtlichkeiten thematisiert, die man mit einem Motorboot nicht erreichen kann, hierzu wurde mit dem Raftboot trainiert. Dabei mussten die Prüflinge lernen, dass schnelles und gerades Vorankommen gar nicht so einfach ist. Auch hier zeigte sich, wie wichtig es ist, ein Team zu sein. Ebenso wurden Seiltechniken aufgebaut, um Personen z. B. von einem Wehr zu retten. Bei der Nachtübung stand ungewohntes Arbeiten auf dem Plan: Zu bewältigen waren u. a. eine Suche von Vermissten oder das zielgenaue Werfen von Wurfsäcken zu vorbeitreibenden Personen, aber auch das Schwimmen bei Dunkelheit. Bei der Prüfung musste jedes Team drei real gestaltete Fallbeispiele abarbeiten. Es musste ein Taucher oder eine leblose Person mit einem Boot gerettet werden, die dann auch reanimiert werden musste.

Die letzte Aufgabe war sehr komplex und musste mit hohem medizinischen Fachwissen durchgeführt werden: Eine gestürzte Person war an Land mit Schienen und Verbänden zu versorgen. Zum Transport wurde der Patient achsengerecht auf einer Trage zur Schonung der Wirbelsäule fixiert.

Der Lehrgang wurde mit einer Abschlussfeier beim Bäckerwirt in Chamerau, zusammen mit dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden Dr. Hans Schneider und dem Sachgebietsleiter Stefan Raab, beendet. Alle Teilnehmer erhielten kleine Präsente, eine Brotzeit und die ersehnte Urkunde.

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