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Leben

Neuer Freiraum für Kreativität in Roding

Die Filiale der Chamer Kunstschule wurde am Samstag offiziell im Pfarrheim eröffnet. Die Kurse starten noch im Februar.
Reinhard Schreiner

Impressionen von der Eröffnung: Wiebke Zetzsche und Julia Breu mit einem überdimensionalen Schlüssel  Fotos: Reinhard Schreiner
Impressionen von der Eröffnung: Wiebke Zetzsche und Julia Breu mit einem überdimensionalen Schlüssel Fotos: Reinhard Schreiner

Roding.Kunst- und Kulturverein, Kunstklasse an der Realschule und jetzt auch ein Ableger der Chamer Kunstschule. Die Stadt Roding bietet jeder Altersklasse die Möglichkeit, sich kreativ einzubringen, zu beschäftigen und weiterzubilden. Es stellt sich dennoch die Frage „Wer braucht die Kunst?“. Ohne die Kunst gebe es keine Entwicklung in der Gesellschaft, keine Veränderung, kein neues Denken könne sich ohne Ideen aus der Kunst entwickeln, gab Andi Dünne, Leiter des Kunstbetriebs, einmal zur Antwort.

„Nach fünf Jahren kommen wir unserer Vision eines flächendeckenden Kunstschulangebotes im Landkreis mit der Stadt Roding als Kooperationspartner ein Stück näher“, freute sich Dünne bei der Eröffnungsfeier am Samstag im Haus der Pfarrgemeinde. Neben den Räumen des wieder in Betrieb gehenden Jugendtreffs im zweiten Obergeschoss kann die Filiale der Kunstschule mit der Heranführung der Kinder starten und damit ihre Bildungsaufgabe wahrnehmen. Anspruch sei es, den Heranwachsenden von der Kindheit bis in den Beruf vorzubereiten. Das beginnt mit der frühkindlichen Kunsterziehung und geht bis zur Volljährigkeit und der Begleitung ins Studium, wobei in Roding vor allem die Kurse für Kinder zwischen vier und elf Jahren stattfinden werden.

Bildung

Die Chamer Kunstschule kommt nach Roding

Andi Dünne wird 2020 im Pfarrheim in Roding eine Filiale seiner Einrichtung eröffnen, um Kindern Kunst näher zu bringen.

Verstärkung für Andi Dünne

Die Kinder nahmen den Maltisch gleich in Beschlag.  Fotos: Reinhard Schreiner
Die Kinder nahmen den Maltisch gleich in Beschlag. Fotos: Reinhard Schreiner

Mit Julia Breu, einer gelernten Goldschmiedin, als Kursleiterin, hat Andi Dünne eine Verstärkung für das Team in Roding gefunden. Der Kunstbetrieb wolle sich in der Stadt etablieren, bei Festen mitmachen und mit den Schulen kooperieren, sagte Dünne. Wie wichtig Kunst und Kreativität in der Fläche sei, unterstrichen Bürgermeister, Landrat, Pfarrer, Kulturreferat, Jugendbeauftragter und der Landesverband der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen (LJKE) Bayern mit ihrer Anwesenheit. Kreativität wurde am Eingang zum Pfarrheim mit einem Rundbogentor, durch das die Gäste gehen durften, an den Tag gelegt. Aus Platzgründen wurde die Eröffnung trotz kühler Temperaturen auf den Paradeplatz verlegt.

Begrüßung mit Bürgermeister, Landrat und Pfarrer im Freien Fotos: Reinhard Schreiner
Begrüßung mit Bürgermeister, Landrat und Pfarrer im Freien Fotos: Reinhard Schreiner

Bürgermeister Franz Reichold zeigte sich erfreut, in Kooperation mit der Pfarrei der Kunstschule Räume zur Verfügung stellen zu können, denn neben den naturwissenschaftlichen Fächern komme in der Schule die Kunst etwas zu kurz. Berühmte Künstler seien auch gute Mathematiker gewesen, meinte Reichold.

Menschen

Andi Dünne – der Typ mit der Mission

Der Chamer Künstler will seinen Schülern kreative Wege eröffnen und kennt dabei keinen Kompromiss für sich selbst.

Roding als „wichtiger Schritt“

Andi Dünne erklärte den Linolschnitt. Fotos: Reinhard Schreiner
Andi Dünne erklärte den Linolschnitt. Fotos: Reinhard Schreiner

Kunst sei Teil unserer Gesellschaft, betonte Landrat Franz Löffler. „Künstlerische Elemente fördern die Leistungsfähigkeit der Menschen. Für die Kunst in der Fläche ist Roding ein wichtiger Schritt.“ Kunst und Kirche hätten schon immer einen Doppelklang, erklärte Hausherr Pfarrer Holger Kruschina. Er vertrete die Soft-Skill-Fächer an der Schule, sei aber selber ein schlechter Maler. Kunst solle Alltag werden und für jeden zugängig sein, denn kreativer und künstlerischer Freiraum für Kinder sei sehr wichtig, betonte Wiebke Zetzsche vom LJKE Bayern und freute sich, dass sich die Kunstschule weiter ausbreiten kann.

Bei der Besichtigung der Räume waren die Kinder gleich in ihrem Element und brachten ihre Ideen zu Papier. Bei der Wunschbox standen Kindergarten- und Grundschulkooperationen sowie klassische Kunst im Vordergrund. Eltern und Kinder nutzten die Chance, sich über die Kurse und Veranstaltungen der Filiale des Kunstbetriebs zu informieren. (rsr)

Termine

  • Kinderkurse mit Julia Breu

    : Kurzbetrieb Kinder im Alter von vier bis fünf Jahren, Dienstag, 15 bis 16 Uhr; Die jungen Wilden, sechs bis acht Jahre, Donnerstag, 14.30 bis 16 Uhr; Kunstlabor, neun bis elf Jahre, Donnerstag, 16.30 bis 18 Uhr.

  • Veranstaltungen

    : Picknick-Collagen, ab sechs Jahre, 14. März von 14 bis 16 Uhr; Stadtgeschichten, ab acht Jahre, 9. Mai von 14 bis 17 Uhr.

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