MyMz
Anzeige

Neuer Mindestlohn für Handwerker

Die neue Untergrenze für Bauarbeiter liegt bei 12,55 Euro.

Alle Hände voll zu tun: Trotz Corona verzeichnet die Baubranche volle Auftragsbücher und solide Umsätze. Jetzt profitieren auch die Handwerker. Im April ist der Mindestlohn für Maurer & Co. gestiegen. Foto: IG Bau
Alle Hände voll zu tun: Trotz Corona verzeichnet die Baubranche volle Auftragsbücher und solide Umsätze. Jetzt profitieren auch die Handwerker. Im April ist der Mindestlohn für Maurer & Co. gestiegen. Foto: IG Bau

Cham.Für die rund 3.850 Bauarbeiter im Landkreis Cham gilt eine neue Lohnuntergrenze. Keiner, der in der Branche arbeitet, darf weniger als 12,55 Euro verdienen, das sind 35 Cent mehr als bisher. Dadurch entsteht ein Plus von rund 60 Euro am Monatsende. Wer als Geselle oder angelernte Kraft fachliches Know-how mitbringt, hat sogar Anspruch auf 15,40 Euro (plus 20 Cent).

Das teilt die IG BAU Oberpfalz mit. Die Gewerkschaft rät den Beschäftigten , den letzten Lohnzettel zu prüfen. „Das Plus muss bereits mit der April-Abrechnung auf dem Konto sein. Und alle 229 Baufirmen im Kreis Cham müssen dieses Lohn-Minimum zahlen“, sagt Bezirksvorsitzender Christian Lang. Messlatte für gelernte Betonbauer, Zimmerer und Fliesenleger sei der Tariflohn, so der Gewerkschafter. Der liegt bei aktuell 20,63 Euro pro Stunde. „Handwerker sind extrem gefragt. Jeder hat eine anständige Bezahlung verdient. Gerade in Kleinbetrieben wird das vom Chef schon mal vergessen“, so Lang. Anspruch auf den Tariflohn haben Gewerkschaftsmitglieder, deren Firma Mitglied im Arbeitgeberverband ist. Nach Angaben der Bauindustrie verzeichnete die Branche letztes Jahr einen Rekordumsatz von bundesweit knapp 140 Milliarden Euro. Mit einem Plus von vier Prozent ist die Branche eine zentrale Säule der Konjunktur – während die gesamte Wirtschaft nur um 0,6 Prozent zulegte. „Hier sollte sich kein Bauarbeiter unter Wert verkaufen“, betont Lang.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht