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Technik

Neuer Mobilfunkmast hoch über der B 20

Die Chambtal-Ortschaften dürfen sich auf eine deutliche Mobilfunk-Verbesserung durch die Telekom freuen.

  • Millimeterarbeit in schwindelerregender Höhe: Die Monteure verschrauben die beiden Teile zu einem insgesamt 32 Meter langen Mast, wovon sich zwei Meter unter der Erde befinden. Zum Schluss kommt noch der sechs Meter lange Stahlaufsatz. Foto: fea
  • Es ist geschafft: Das letzte Stück, der sechs Meter lange Stahlaufsatz mit den bereits montierten Antennen schwebt über den Köpfen der Monteure, die beide Teile sicher miteinander verschrauben. Foto: fea
  • Es ist geschafft: Das letzte Stück, der sechs Meter lange Stahlaufsatz mit den bereits montierten Antennen schwebt über den Köpfen der Monteure, die beide Teile sicher miteinander verschrauben. Foto: fea
  • Die Technik- und Antennenbühne schwebt langsam über der Böschung zur B 20 und wird ebenfalls für das Emporhieven vorbereitet. Foto: fea
  • Der erste Teil des Schleuderbetonmastes wird vorsichtig emporgehievt und in das vorbereitete Betonfundament gesetzt. Foto: fea
  • Bei Windstille schwebt der obere Teil des neuen Mobilfunkmastes hoch über der B 20 über dem etwas dickeren unteren Teil. Foto: fea
  • Der zweite Teil – ebenfalls 16 Meter lang – wird emporgezogen und auf den bereits verankerten ersten Teil aufgesetzt. Foto: fea

Weiding.„Endlich!“ – So kann man seit Monaten aus dem Mund vieler Mobilfunknutzer in der Gemeinde Weiding und darüber hinaus hören, seitdem bekannt ist, dass die DFMG Deutsche Funkturm GmbH im Auftrag der Telekom in der Chambtal-Kommune einen Mobilfunkmast errichten wird. Denn das Gebiet zwischen Cham und Furth im Wald hatte topographisch bedingt bisher nicht die besten Voraussetzungen für eine zufriedenstellende Mobilfunkversorgung, ganz zu schweigen von einer 3G oder 4G-Anbindung.

Der neue Mast

  • Bauherr:

    DFMG Deutsche Funkturm GmbH

  • Standort:

    Weiding-Zelz, höchster Punkt über der B20

  • Mast:

    Höhe 36 Meter; Durchmesser Technik-Bühne: 3,20 Meter; Gewicht Mast: 23 Tonnen

  • Technik der Telekom:

    3 Sektoren (Antennen) mit Hauptstrahlrichtungen Zelz-Dalking-Gleißenberg; Weiding-Chambtal-Runding; B20-Faustendorf-Arnschwang; GSM, UMTS (3G) und LTE (4G); Reserve für weitere Mobilfunkanbieter und neue Generation 5G

Erst vor wenigen Wochen hatte MdB Karl Holmeier die betroffenen Kommunen der Landkreise Cham und Schwandorf nach Bodenwöhr eingeladen, um zusammen mit hochrangigen Vertretern die Ausbaupläne der Telekom den Bürgermeistern vorzustellen. Weiding war dort auch vertreten, der geplante Standort an der B20 war ebenfalls Thema. Bereits seit 2011 sucht die Deutsche Funkturm nach einem Standort im Bereich der Gemeinde Weiding – nun wurde sie fündig und fernab unmittelbarer Wohnbebauung mit einem Grundstückseigentümer einig. Vor rund einem Jahr passierte der Bauantrag den Gemeinderat Weiding, nahezu einstimmig wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Anschließend ging es weiter zur Bauabteilung des Landratsamtes, welche die Genehmigung erteilte. Bereits in den zurückliegenden Wochen wurde die Stromversorgung vom letzten Anwesen der Zelzer Straße aus hergestellt und am 3. Mai 2018 das Fundament für Mast und Technikflächen gegossen.

Am gestrigen Donnerstag war es nun soweit und der wohl spektakulärste Bauabschnitt – das Setzen des insgesamt 36 Meter langen und 23 Tonnen schweren Mastes – teils Schleuderbeton, teils Stahl, ging problemlos über die Bühne. Als Zuschauer merkte man, dass hier Profis am Werk sind, die ihr Fach und das Umgehen mit dem 120-Tonnen-Autokran verstehen.

Bürgermeister freuen sich

Gekommen waren zum Pressetermin vor Ort neben den bauausführenden Firmen sowie dem Statiker auch Wilhelm Schindler von der Deutschen Funkturm – Regionalvertretung Nürnberg und die Bürgermeister der Gemeinden Weiding, Gleißenberg und Runding, Daniel Paul, Alwin Schlamminger, Josef Christl und Franz Piendl. Denn die Hauptversorgung des neuen Mobilfunkstandortes bezieht sich nicht nur auf die Gemeinde Weiding und die Bundesstraße 20, sondern in verlängerter Achse auch auf die umliegenden Gemeinden Gleißenberg, Runding und Arnschwang.

Die Bürgermeister der Gemeinden Weiding, Gleißenberg und Runding zusammen mit Dipl.-Ing. Wilhelm Schindler aus Nürnberg (rechts) sowie einem Vertreter der bauausführenden Firma freuen sich über den neuen Mobilfunkstandort an der B20 bei Weiding. Foto: fea
Die Bürgermeister der Gemeinden Weiding, Gleißenberg und Runding zusammen mit Dipl.-Ing. Wilhelm Schindler aus Nürnberg (rechts) sowie einem Vertreter der bauausführenden Firma freuen sich über den neuen Mobilfunkstandort an der B20 bei Weiding. Foto: fea

Der Fachmann aus Nürnberg informierte die Gäste über Wissenswertes zum neuen Mast, Technik und dem versorgten Gebiet. Drei Sektoren (Antennen) werden an oberster Stelle für T-Mobile moniert, ein Sektor Richtung Zelz-Dalking und in Verlängerung Gleißenberg, ein weiterer Sektor mit Hauptstrahlrichtung Weiding und in Verlängerung auch das Chambtal mit Teilen der Gemeinde Runding sowie der dritte Sektor mit Abdeckung der Bundesstraße 20 Richtung Faustendorf und Arnschwang. Schon am frühen Morgen wurden die beiden 16-Meter-Teile sowie der sechs Meter lange Stahlaufsatz und weitere Montageteile neben der Bundesstraße 20 angeliefert. Hergestellt wurde der Schleuderbetonmast in Neumarkt. Schon die Güte des Betons, B65, zeugt von Qualität und Langlebigkeit des neuen Antennenträgers. Der Mast ist zukunftssicher konstruiert, sodass der noch statische Reserven für die nächste Mobilfunkgeneration 5G, die etwa ab 2020 eingeführt werden soll, aufweist. Zudem bietet er Platz für weitere Mobilfunkanbieter, die wie die Telekom im Chambtal ihre Versorgung verbessern möchten.

Für die Zukunft gerüstet

Wilhelm Schindler und DFMG-Pressesprecher Benedikt Albers war es ein Anliegen, besonders der Gemeinde Weiding und dem Landratsamt Cham für die maßgebliche Mithilfe und kooperative Unterstützung Vergelt’s Gott zu sagen.

Nachdem nun der Mast gesetzt und im Betonfundament ausgegossen ist, wird in den nächsten Wochen und Monaten intensiv an der Fertigstellung – vor allem im Bereich der Technik gearbeitet. Mit einer Inbetriebnahme ist im Herbst zu rechnen, so die Information der Deutschen Funkturm. Denn der neue Standort muss in das bestehende Netz eingebunden werden, um sich nicht gegenseitig zu stören. Übertragen werden von diesem Standort die Techniken GSM, UMTS (3G) und LTE (4G) des Betreibers T-Mobile.

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