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Mittwoch, 23. Mai 2018 25° 8

Hilfe

Neuer Rettungssatz in Betrieb

Stadt Bad Kötzting investiert fast 20 000 Euro in einen neuen Rettungsspreizer inklusive einer neuen Schere und Zylinder.

Florian Heigl, Kommandant der FF Bad Kötzting (li.), und Bürgermeister Markus Hofmann (re.) stellen den neuen Rettungssatz vor. Foto: kht

Bad Kötzting.Der Fortschritt im Automobilbau wird von den Herstellern immer mehr im Sicherheitsbereich forciert. Um auch weiterhin in Unfallsituationen Personen retten zu können, müssen die Geräte der Feuerwehr an diese Entwicklung angepasst werden. Aus diesem Grund wurde bei der Feuerwehr Bad Kötzting in den vergangenen Tagen ein neuer hydraulischer Rettungssatz in Betrieb genommen.

Seitenaufprallschutz, Knautschzonen und verstärkte Karosseriebereiche sind Entwicklungen der Automobilbranche, um den Insassenschutz signifikant zu verbessern. Ein Ergebnis daraus sind nicht zuletzt die rückläufigen Zahlen an schweren Verletzungen oder gar tödlichen Unfällen.

Um auch weiterhin die Rettung von eingeklemmten Personen zu ermöglichen, mussten die Hersteller hydraulischer Rettungsgeräte mit diesen Verbesserungen auch deren Produkte anpassen. Bei der Feuerwehr Bad Kötzting war zur Rettung verunfallter Personen bis vor kurzem ein hydraulischer Rettungssatz, bestehend aus Rettungsschere, Rettungsspreizer und drei Rettungszylindern, im Einsatz, der den technischen Anforderungen nicht mehr genügte. Gerade bei den vergangenen Einsätzen zeigte sich, dass diese Geräte vielfach an ihre Leistungsfähigkeit kamen. Frühzeitig stellte die Feuerwehr Bad Kötzting deshalb in Absprache mit der Stadt Bad Kötzting die Weichen auf Erstsatzbeschaffung dieser Rettungsgeräte. Kommandant Florian Heigl und Bürgermeister Markus Hofmann stellten den von der Firma Sturm gelieferten Rettungssatz vor kurzem bei der Feuerwehr Bad Kötzting vor und übergaben diesen damit in den Einsatzdienst. Konnten mit dem ausgesonderten Rettungssatz Schnittleistungen von 630 Bar erreicht werden, schafft die neue Rettungsschere nunmehr 700 bar. Die entscheidende Verbesserung aber zeigt sich bei den Schnittleistungen bei der Rettungsschere, die früher etwa 30 Tonnen aufwies und nunmehr fast 107 Tonnen schafft. Damit ist es möglich, auch noch so verstärkte Karosseriebereiche zu trennen. Ähnlich auch die Situation beim neuen Rettungsspreizer, der bis zu 600 KN an Spreizkraft entwickelt. Auch bei den beiden den Rettungssatz ergänzenden Rettungszylindern kann mit den neuen Geräten ein Mehr an Leistung erreicht werden. Der Kostenpunkt dieser neuen Geräte liegt bei 25000 Euro, von denen nach Abzug durch die staatliche Förderung 19 000 Euro durch die Stadt Bad Kötzting aufzuwenden waren. Mit dem neuen Rettungssatz, der im Tanklöschfahrzeug untergebracht ist sowie dem zweiten Rettungssatz im Rüstwagen ist die Feuerwehr Bad Kötzting wieder auf dem neuesten Stand der Technik und kann auch bei Unfällen mit Fahrzeugen neuester Entwicklung im Ernstfall gezielt Hilfe leisten. (kht)

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