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Neues Leben für alten Komplex

Regierungspräsident Axel Bartelt war zu Besuch in Falkenstein. Im Mittelpunkt stand der denkmalgeschützte Schröttinger-Bräu.
Von Anton Feigl

Bei seinem ersten Besuch in Falkenstein trug sich Regierungspräsident Axel Bartelt auch ins Goldene Buch der Marktgemeinde ein.
Bei seinem ersten Besuch in Falkenstein trug sich Regierungspräsident Axel Bartelt auch ins Goldene Buch der Marktgemeinde ein. Foto: Anton Feigl/Anton Feigl

Falkenstein.Auf Einladung von Bürgermeisterin Heike Fries war kürzlich der seit 2014 amtierende Regierungspräsident der Oberpfalz, Axel Bartelt, zum ersten Mal zu Gast in der Marktgemeinde Falkenstein. Zugleich war dies, wie er bekundete, sein erster offizieller Besuch einer Gemeinde seit Corona. Die Bürgermeisterin, Vizebürgermeister Joachim Eberl und Ratsmitglied Patrick Schwarz hießen ihn im Sitzungssaal des Rathauses willkommen.

Bei der anschließenden Besprechung aktueller und regionaler Themen bezüglich Wirtschaft, kulturellem Leben, Freizeit und Erholung oder gesellschaftlichem Miteinander in der 3400 Einwohner zählenden Marktgemeinde erwähnte Bürgermeisterin Fries die zahlreichen sogenannten freiwilligen und kostenträchtigen Leistungen für Freibad, Burg, Skilift und Schlosspark.

Sanierungen an der Burg nötig

Leider würden die hierfür anfallenden, aber auch notwendigen Investitionen regelmäßig vom Landratsamt als Rechtsaufsichtsbehörde als nicht zu den gemeindlichen Pflichtaufgaben gehörenden Mittel beanstandet. So müssten die Fenster auf der Burg dringend saniert und das Pflaster erneuert werden. Aber genau all diese freiwilligen Leistungen seien es ja, die das Leben und den Tourismus im Luftkurort so lebens- und liebenswert machen, weil sie die Lebensqualität in einem Ort definieren und zudem von vielen Besuchern auch aus angrenzenden Landkreisen in Anspruch genommen würden.

Regierungspräsident Axel Bartelt mit den Bürgermeistern Fries und Eberl vor dem „Schröttinger“ (von links)
Regierungspräsident Axel Bartelt mit den Bürgermeistern Fries und Eberl vor dem „Schröttinger“ (von links) Foto: Anton Feigl/Anton Feigl

Nachdem sich Präsident Bartelt in das Goldene Buch der Gemeinde eingetragen und die Einladung zu den Burghofspielen im nächsten Jahr gerne angenommen hatte, besuchte die Delegation den Schröttinger-Bräu, um das weitere Vorgehen dieses für Falkenstein sehr bedeutsamen Projekts zu besprechen. Vizebürgermeister Joachim Eberl, der beruflich im Bankwesen tätig ist, berichtete dort über den jetzigen Sachstand des Schröttinger-Areals, das durch eine denkmalgerechte Sanierung und eine teilweise neue Beplanung wiederbelebt werden soll.

Für Wohnen, Gewerbe und Gastronomie

Um das Gebäude in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen, soll der angebaute Saal abgebrochen und damit der Biergarten im Innenhof vergrößert werden. Die beiden früheren Wohntrakte an der Krankenhausstraße sollen ebenfalls abgerissen werden und durch eine gemischte Wohn- und Gewerbebebauung ersetzt werden. Das Gebäude entlang des Marktplatzes ist wieder als Gastronomie- und Hotelbetrieb mit augenblicklich 50 Zimmern geplant. Die ehemaligen Wirtschaftsgebäude im Innenhof sind für Gewerbe vorgesehen.

Die Gaststätte, so Eberl, biete an die 100 Plätze für diverse Veranstaltungen und Übernachtungsmöglichkeiten. Im Innenhof sei ein Biergarten geplant, die dadurch wegfallenden Parkplätze würden durch eine Tiefgarage ersetzt. Betreffend letzterer befinde man sich in guten Gesprächen mit der Wirtschaftsförderung. Zudem befinde man sich auch in guten Gesprächen mit einigen interessierten Investoren.

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Eberl hofft auf Dominoeffekt

Gesucht werde jemand, der das Gebäude im aktuellen Zustand kauft und die Maßnahmen mit der Förderung umsetzt. Momentan liege alles daran, einen Pächter für das Hotel mit Gaststätte zu finden. Es gebe einen Interessenten aus Regensburg, mit dem man hoffentlich zeitnah eine Einigung erzielen könne. Ein Pächter könne natürlich Wünsche äußern, wie viele Zimmer er haben möchte oder wie beispielsweise die Küche gestaltet werden soll. Eberl erhoffte sich zudem von der Sanierung des Schröttinger-Komplexes einen Dominoeffekt. Seinen Worten zufolge seien einige Anlieger, die ihr Engagement vom „Projekt Schröttinger" abhängig machen, auch bereit, zu investieren.

Sebastian Bezold von der Regierung der Oberpfalz, bestätigte, dass dieser Effekt auch in anderen Orten zu beobachten sei. Wie Bezold weiter ausführte, schätze er allein die Sanierung des Gebäudes mit Innenhof auf rund zehn Millionen Euro. Auch nach Corona bleibe es bei einem Fördersatz von 80 zu 20 Prozent in der Städtebauförderung. Das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr stehe hinter dem Projekt und das Geld sei bereits zurückgestellt.

Im Rahmen des Mittagessens auf der Burg konnte Regierungspräsident Axel Bartelt noch den Ort aus der Vogelperspektive in Augenschein nehmen und sich bei einer kurzen Führung selbst ein Bild von den Herausforderungen machen, die durch die Instandhaltung der Burg auf die Marktgemeinde zukommen.

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