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Versammlung

Neues Löschfahrzeug kommt

Die Freiwillige Feuerwehr Lixenried wurde 2019 zu acht Einsätzen alarmiert. Sie verfügt über 64 aktive Feuerwehrleute.
Von Michael Riederer

Das alte Löschgruppenfahrzeug muss ersetzt werden, im September soll das neue Mittlere Löschfahrzeug (MLF) geliefert werden. Foto: Michael Riederer
Das alte Löschgruppenfahrzeug muss ersetzt werden, im September soll das neue Mittlere Löschfahrzeug (MLF) geliefert werden. Foto: Michael Riederer

Furth im Wald.Über 70 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Lixenried hatten sich am Freitag im Lixenrieder Kirchensaal zur Jahreshauptversammlung eingefunden. Vorsitzender Christoph Hofmann freute sich über diese stattliche Anzahl.

Nach den Grußworten wurde der verstorbenen Kameraden mit einer Schweigeminute gedacht. Gleich darauf folgte der Jahresbericht des Vorsitzenden Christoph Hofmann. Zum Ende des Jahres 2019 zählte der Verein 260 Mitglieder, davon zwölf Jugendliche. Im vergangenen Jahr gab es vier Austritte und neun Neuaufnahmen. Mit 69 Veranstaltungen war es ein sehr intensives Vereinsjahr. Es wurden zahlreiche Bälle, Feste und Veranstaltungen in der Umgebung besucht.

Besonders schön waren die Veranstaltungen im Dorf, „die immer wieder den Dorfgeist und den Zusammenhalt stärken“. Besonders waren auch die Veranstaltungen, welche die Wehr selbst organisiert hatte. Dafür bedankte sich Vorsitzender Hofmann bei allen Helferinnen und Helfern.

Neuen Stellplatz geschaffen

Vorsitzender Hofmann mit dem neuen Daferl Foto: Michael Riederer
Vorsitzender Hofmann mit dem neuen Daferl Foto: Michael Riederer

Im vergangenen Jahr galt es auch, viele Arbeitseinsätze zu bewältigen. Dazu gehörten nicht nur Arbeiten am Löschweiher, es wurde auch viel Zeit in die Arbeiten am Feuerwehrgerätehaus gesteckt. So wurde die alte Scheune nebenan dem Erdboden gleich gemacht, um dort Platz für einen weiteren Stellplatz zu schaffen. Ein großes Lob richtete Hofmann an die im letzten Jahr gegründete Kinderfeuerwehr und deren Betreuerinnen. Des weiteren gab der Vorsitzende einen kurzen Ausblick auf dieses Jahr. Auch heuer werden wieder die Veranstaltungen in der Umgebung besucht und eigene Events organisiert. So wird am 15. Februar eine Faschingsgaudi beim Fächt‘n stattfinden. Zudem laufen bereits auf Hochtouren die Planungen für die Fahrzeugweihe welche vom 21. bis 23. Mai 2021 stattfinden werden.

Zum Schluss dankte Hofmann allen Gönnern des Vereins, der Stadt Furth im Wald, den Wirtsleuten Zellner für ihre jahrelange Unterstützung und seinen Vorstandskollegen für die tolle Zusammenarbeit. Einen besonderen Dank sprach er nochmal an Ehrenkommandant Siegfried Bierl aus, der dem Verein ein neues selbstgemachtes Daferl übergab. Dieses präsentierte Hofmann stolz allen Mitgliedern.

Anschließend übergab er das Wort an den 1. Kommandanten Sebastian Gruber für dessen Tätigkeitsbericht. Insgesamt verfügt die Lixenrieder Feuerwehr über 64 aktive Feuerwehrleute. Diese teilen sich auf in 57 männliche und sieben weibliche Ehrenamtliche. Davon besitzen 23 die Ausbildung zum Maschinisten und 35 die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger. Im vergangenen Jahr wurden zwölf Übungen zu verschiedenen Themen abgehalten.

Hierfür wurden auch diverse Lehrgänge besucht, wie etwa Ersthelfer Feuerwehr, Motorsägenführer, Gruppenführer und Atemschutzgeräteträgerlehrgang. Des weiteren wurde wieder die Leistungsprüfung Wasser von einer Gruppe abgelegt. Auch wurde letztes Jahr kräftig in die Anschaffung von 17 neuen Schutzanzügen für die Atemschutzgeräteträger und in diverse weitere Ausrüstungsgegenstände wie etwa Stirnlampen und Handschuhe investiert. Insgesamt wurden 345 Stunden für Übungen und die Ausbildung investiert.

Im Vergleich zu den Vorjahren war das vergangene Jahr ein ruhiges Einsatzjahr. Zu acht Einsätzen wurden Lixenrieder Feuerwehrler alarmiert. Die Zahl lässt sich auf drei Brände, zwei technische Hilfeleistungen und drei sonstige Hilfeleistungen aufteilen. Glücklicherweise waren alle Einsätze, bis auf den Brand in der Dr.-Georg-Schäfer-Straße in Furth in Wald, von kleinerer Natur. Trotzdem waren die Lixenrieder Wehrleute stark mit der Vorbereitung für den neuen Stellplatz gebunden. Über 260 ehrenamtliche Stunden wurden hierfür geleistet.

Jugend- und Kinderwehr

  • Jugend

    : Selina Späth übernahm den Tätigkeitsbericht des Jugendwarts. Sie berichtete von den zahlreichen Ausbildungsveranstaltungen, welche die beiden Jugendwarte das ganze Jahr über mit ihren zwölf Jugendlichen durchführten. Auch wurde das erworbene Wissen bei Abnahmen wie der Jugendflamme und dem Wissenstest unter Beweis gestellt. Wie im Vorjahr wurde auch heuer wieder ein gemeinsamer Ausflug mit der Jugend des Schützenvereins Gut Ziel unternommen, welcher sehr gut angenommen wurde.

  • Kinder:

    Besonders stolz ist man aber auf die im Januar des letzten Jahres neu gegründete Kinderfeuerwehr. Die Nachfrage danach war überwältigend. Mehr als zwanzig Kindern führen die Betreuerinnen bei regelmäßigen Treffen an die Feuerwehr heran.

  • Atemschutzträger:

    Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Bericht des Atemschutzgerätewartes Markus Mückl. Dieser berichtete von seinen 35 Atemschutzgeräteträgern, von denen noch zwölf einsatzbereit sind. (fmi)

Diese Umbaumaßnahmen sind aufgrund der Umstrukturierung des Lixenrieder Fuhrparks notwendig. Aktuell besitzt die Wehr ein über 38 Jahre altes Löschgruppenfahrzeug 16/12, das nur noch dank des Engagements der Gerätewarte am Laufen gehalten wird. Dies stellte man bei der Bedarfsplanung der Stadt Furth im Wald und der Bestandsaufnahme der Landkreisfeuerwehrführung fest.

Geeignete Lösung gefunden

Daraufhin wurde eine geeignete Lösung gesucht und gefunden. Aufgrund der Führerscheinproblematik entschied man sich dafür, ein Mittleres Löschfahrzeug (MLF) anzuschaffen. Das wiegt nur 7,49 Tonnen und darf somit mit dem Feuerwehrführerschein oder der alten Führerscheinklasse 3 gefahren werden. Im vergangenen Jahr erfolgte bereits die Ausschreibung. Den Zuschlag erhielt die Firma Magirus, welche das MLF auf einem Iveco Daily Allrad Fahrgestell aufbaut. Im März geht es zum Hersteller zur Rohbauabnahme. Voraussichtlich im September wird dann das neue Fahrzeug ausgeliefert.

Da ein Mittleres Löschfahrzeug nur Platz für eine Staffel, also sechs Einsatzkräfte bietet, und wesentlich weniger Raum zur Unterbringung aller Gerätschaften vorhält, musste auch hierfür eine Lösung gefunden werden. Deshalb werden im nächsten Schritt ein Mannschaftstransportwagen (MTW) und ein Mehrzweckanhänger angeschafft, um im Einsatzfall Personal und Material nachführen zu können. Da in Lixenried jedoch nur ein Stellplatz vorhanden ist, muss erweitert werden.

Bürgermeister Sandro Bauer lobte die Bereitschaft der Feuerwehrleute, sich weiterzubilden. Des weiteren würdigte er die Leistung der Atemschutzgeräteträger beim Atemschutzwettbewerb. Mit der Neuanschaffung des MLF gehe man den richtigen Weg.

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