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Infrastruktur

Neun Brücken auf einen Schlag saniert

Gemeinde Schorndorf hat rund 600 000 Euro aufgewendet. Im Frühjahr wird Brücke Nummer zehn in der Stegmühle saniert.

Bürgermeister Max Schmaderer, Polier Manfred Heigl und Norbert Hoffmann (Technische Abteilung, Geschäftsleitung) von der Baufirma Schönberger, Chamerau sowie Diplom-Ingenieur (FH) Wolfgang Rohrmüller vom IB Brandl & Preischl (v. l.) freuten sich bei der Abnahme der Brückensanierung in Penting über das gelungene Werk. In Penting war im Übrigen die größte Maßnahme aller neun Brückenbauwerke abgewickelt worden.  Foto: csa
Bürgermeister Max Schmaderer, Polier Manfred Heigl und Norbert Hoffmann (Technische Abteilung, Geschäftsleitung) von der Baufirma Schönberger, Chamerau sowie Diplom-Ingenieur (FH) Wolfgang Rohrmüller vom IB Brandl & Preischl (v. l.) freuten sich bei der Abnahme der Brückensanierung in Penting über das gelungene Werk. In Penting war im Übrigen die größte Maßnahme aller neun Brückenbauwerke abgewickelt worden. Foto: csa

Schorndorf.Neun Brücken auf einen Schlag saniert hat die Schorndorfer Kommune in ihrem Gemeindegebiet. Es handelt sich um die Brücken in Penting, Obertraubenbach, Knötzing, Radling, Wulting, Neuhaus-Kohlbergeweg, Neuhaus-Burgstraße, Neuhaus-Schafbrücke sowie um die Brücke an der B 85 bei Untertraubenbach. Ebenfalls in einem Guss konnten alle sanierten Brücken ohne Mängel abgenommen werden. Die Gesamtkosten von rund 600 000 Euro mussten aus Eigenmitteln und ohne staatliche Zuschüsse finanziert werden.

„Lange Jahre nichts gemacht“

Neben Schorndorfs Bürgermeister Max Schmaderer hatten sich zur Abnahme vonseiten der bauausführenden Firma Schönberger GmbH, Chamerau, der Diplom-Ingenieur (FH) und das Mitglied der Geschäftsleitung, Norbert Hoffmann, sowie der Polier Manfred Heigl und vom planenden und für die Bauleitung und Bauüberwachung verantwortlichem IB Brandl & Preischl der Diplom-Ingenieur (FH) Wolfgang Rohrmüller eingefunden.

„Wir haben lange Jahre nichts gemacht“, so Schmaderer zum geschnürten Brückenpaket. Die gesetzliche Norm schreibe alle drei Jahre eine Sicht und alle sechs Jahre eine gehobene Prüfung vor. Außerdem müssten vonseiten der Kommune „Brückenbücher“ geführt werden. Insbesondere von Bedeutung seien Tragfähigkeit, eine funktionierende Entwässerung sowie dichte Fugen. Korrosionen durch das im Winter gestreute Salz verursachten Schäden. Die Brückenköpfe würden in Mitleidenschaft gezogen. Zudem gelte es die Brückengeländer den neuen Vorschriften anzupassen.

„Die Durchführung in einem Paket hat sich aus logistischer und bautechnischer, aber auch aus wirtschaftlicher und finanzieller Sicht als absolut zielführend erwiesen“, führte das Gemeindeoberhaupt Max Schmaderer weiter aus. So hätte der erfahrene Bautrupp der Firma Schönberger mit Polier Manfred Heigl die Sanierungsabschnitte immer zeitgerecht vor- und nachbereiten können, ohne über eine längere Zeit die Baustelle wechseln zu müssen. Als auf einem Brückenbauwerk der entsprechende Sanierungsvorgang abgeschlossen und die Zeit der Aushärtung oder Trocknung abzuwarten war, konnten derweil die nächsten Sanierungsschritte auf den anderen Brücken vorbereitet oder abgeschlossen werden. Damit sei kein Leerlauf und Stillstand entstanden. Da auch das Wetter mitspielte, konnten die Sanierungsarbeiten sehr effektiv und vor allem im Zeitplan abgewickelt werden. Die Sperrungen hielten sich folglich ebenfalls in Grenzen. „Die Firma war immer sehr bemüht, in Abstimmung mit den Anliegern den Verkehr, zumindest fußläufig aufrechtzuerhalten“.

Zu den Arbeiten, die bei den betreffenden Brückenbauwerken ausgeführt worden sind, gehörten insbesondere: diese: Abbruch Brückenkappen, Rückbau Asphaltbelag samt gegebenenfalls vorhandener Abdichtung, Erneuerung Brückenkappen mit Fugen, Erneuerung des Brückengeländers als Füllstabgeländer, Abdichten der Raumfuge zwischen Widerlager und Brückenüberbau erdseitig, Herstellung zweilagiger Abdichtung auf Überbau, Einbau des Asphaltbelages auf dem Bauwerk und in Anschlussbereichen, partielle Betonsanierung an Unterbauten und Fugen, Herstellung Böschungstreppen.

Am Weinberg asphaltiert

In Radling am Weinberg wurde durch den Bauhof der Gemeinde sogar noch ein anschließendes Wegestück mit einem Kostenaufwand von circa 20 000 Euro ausgebaut und von der Fa. Strabag asphaltiert. Zusätzlich entstand dort auch ein wunderbarer Geh- und Radweg von Radling nach Penting – entlang des Pentinger Baches und durch den Wald. 1. Bürgermeister Max Schmaderer war sehr erfreut über die gelungenen Brückensanierungen und bedankte sich bei der Baufirma Schönberger und beim Ingenieurbüro Brandl & Preischl für die tadellose Arbeit und den effektiven Ablauf.

Im Frühjahr 2020 wird die Fa. Schönberger in der Stegmühle eine zehnte Brücke in Angriff sanieren. Hierfür fallen Kosten von rund 80 000 Euro an. „Damit sind wir wieder ein gutes Stück voraus und können nun in der Kommune auf ein intaktes Brückennetz verweisen“, so Schmaderer, „Brücken sind schließlich die Verbindungen zu den Menschen – und den Orten und sie müssen intakt sein und auch instandgehalten werden“. (csa)

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