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Nicht einmal der Metzger will das süße Schweinchen

Kokett-fotogen kreuzt das Schwein die Beine. Ob sich der Eigentümer findet?

Der Fall ist komplizierter als gedacht: Keiner will offenbar das Schwein, das herrenlos am Dienstag in Sengenbühl bei Furth im Wald aufgefunden wurde! Wie sich zwischenzeitlich ergab, irrte das Tier schon einige Tage durch die Gegend, bis es eingefangen und im Tierasyl der Further Kläranlage untergebracht wurde. Eines ist mittlerweile auch klar: Es handelt sich um kein Hausschwein. Das weibliche Tier könnte eher eine Art Hängebauchschwein sein – oder eventuell auch eine Albino-Wildsau. Schweine-Experte müsste man sein…

Nur weil die Sau keine Ohrmarke trägt, beginnen die Probleme! Denn jede weitere Verwertung des Tieres würde einen Herkunftsnachweis erfordern. Kein Landwirt wird das Tier so einfach in seinen Bestand aufnehmen, weil damit ja möglicherweise Infektionen eingeschleppt werden könnten. Im Tierasyl wird sie auch nicht aufgenommen, und die Sau zu schlachten – von Größe und Gewicht her würde sie schon ein Spanferkel abgeben! – ist auch nicht so einfach.

„Ich glaube, dass die kein Metzger nimmt, wenn nicht klar ist, wo sie her kommt“, meinte gestern Ludwig Schmidberger vom Fundamt der Stadt Furth im Wald skeptisch. Er ist ratlos („So etwas habe ich auch noch nicht gehabt!“) und will nun die Veterinäre des Landratsamtes befragen, wie zu verfahren ist. Denn die Sau einfach frei zu lassen ist nach seiner Meinung auch keine Lösung: „Dann haben wir sie bald wieder da – und alles geht von vorne an“, meint Schmidberger.

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