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Region Cham
Sonntag, 19. August 2018 29° 2

Volksschauspiel

Noch 17 Tage bis zum Drachenstich

Seit Montag ist der Further Stadtplatz gesperrt. Bis zum 29. Juli müssen Bühne und Tribüne komplett aufgebaut sein.
Von Wolfgang Baumgartner

Seit Montagmorgen ist die gute Stube der Drachenstich-Stadt eine Großbaustelle.Foto: wb
Seit Montagmorgen ist die gute Stube der Drachenstich-Stadt eine Großbaustelle.Foto: wb

Furth im Wald.Sehr zufrieden ist Autor und Regisseur Alexander Etzel Ragusa über den aktuellen Stand der Proben für das älteste deutsche Volksschauspiel. „Die Veränderungen im vergangenen Jahr sind noch sehr gut verinnerlicht und präsent“, erzählt er im Gespräch mit unserem Medienhaus. Während sich der Regisseur und die Spielschar nun also schon auf der Zielgeraden befinden, steht Bauhof-Chef Theo Sporrer noch am Start. Am Montag begannen nämlich die Aufbauarbeiten für Bühne und Tribüne. „Nahezu das gesamte Bauhofpersonal plus drei Leiharbeiter sind seit Montagmorgen im Einsatz“, berichtet Theo Sporrer.

Proben auf der Baustelle

Nach einem exakt ausgeklügelten Plan werden Bühne und Tribüne sowie die Umkleidehäuschen aufgebaut. Genau zwei Wochen haben die Handwerker des Further Bauhofes Zeit, dann muss die Arena komplett einsatzbereit sein.

Lastwagenweise werden die Bauteile für Bühne und herangeschafft. Foto: wb
Lastwagenweise werden die Bauteile für Bühne und herangeschafft. Foto: wb

Während in der guten Stube der Drachenstich-Stadt kräftig gehämmert, geschraubt und gebohrt wird, laufen die Proben in den ehemaligen Tennishallen weiter. Einzige Ausnahme ist der heutige Dienstag. Zur Bierprobe haben die Festspieler frei. „Ab Mittwoch steht dann wieder der Probenplan“, fügt Autor und Regisseur Alexander Ragusa hinzu. Ab Mitte nächster Woche wechseln sich dann die Handwerker und die Spielschar ab. Wenn für die Bauhofmitarbeiter Feierabend ist, nimmt das Ritterpaar den Stadtplatz in Beschlag. „Es ist wichtig, dass die Hauptdarsteller möglichst bald den realen Spielort kennen lernen“, fügt Ragusa hinzu. Am folgenden Wochenende können dann „Volk“ und „Gefolge“ auf dem Stadtplatz zum ersten Mal proben.

Lesen Sie hier: Konditormeister Gerhard Lehminger hat für seine Tochter Laura zwei spezielle „Ritterinnen-Torten“ kreiert.

Veränderungen im Stück

Sebastian Gruber und Gerhard Kastner holen „Nachschub“ aus den Tennishallen. Foto: wb
Sebastian Gruber und Gerhard Kastner holen „Nachschub“ aus den Tennishallen. Foto: wb

Obwohl der Zeitplan trotz des frühen Probenbeginns in diesem Jahr äußerst eng gestrickt ist, zeigt sich der Regisseur zuversichtlich, dass bis zu den Generalproben „wieder alles passt!“ Bis dahin werden sich die Veränderungen und Neuerungen, mit denen Ragusa auch heuer wieder das Stück bereichert, nahtlos in das Festspiel einfügen. Details wollte der Autor und Regisseur im Gespräch noch nicht verraten. „Wir befinden uns noch im Proben- und Experimentierstadium!“ Bis Ende dieser Woche sollen die Ergänzungen dann spruchreif sein. Dann wollen der Regisseur und die Verantwortlichen des Drachenstichs auch die Öffentlichkeit informieren.

 19 Experten des Bauhofes und drei Leiharbeiter sind seit Montag im Einsatz. Foto: wb
19 Experten des Bauhofes und drei Leiharbeiter sind seit Montag im Einsatz. Foto: wb

Bis dahin müssen die Handwerker des Bauhofes noch an vielen hundert Schrauben drehen. Dabei war der Bauhof schon im Vorfeld kräftig in Sachen Drachenstich eingespannt. „An der C1-Tribüne hatte der TÜV einige Beanstandungen“, runzelt Bauhofchef Theo Sporrer die Stirn. So mussten nach seinen Worten etliche Bodenplatten und Verstrebungen erneuert werden. Auch am Dach beim Wehrgang hatte der Zahn der Zeit doch schon kräftig genagt, so dass auch dieses Teil komplett ausgetauscht wurde. Laut Theo Sporrer werden Bühne und Tribüne jährlich von einem Experten des Landratsamtes gecheckt. „Und alle fünf Jahre ist die große TÜV-Untersuchung fällig!“

Zuerst einen Blick in den Plan; dann kann es losgehen. Foto: wb
Zuerst einen Blick in den Plan; dann kann es losgehen. Foto: wb

Weitaus erfreulicher als der TÜV-Report sind die aktuellen Zahlen des Kartenvorverkaufs. „Wir sind eine Idee besser als im vergangenen Jahr“, berichtet Karl-Heinz Späth, Drachenstich-Organisationsleiter. Die Eintrittspreise sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Insgesamt verfügt die Drachenstich-Tribüne über 1511 Sitzplätze. „Dazu kommen noch zahlenmäßig nicht fixierte Stehplätze!“ Der Drachenstich-Organisationsleiter rechnet nun zeitnah mit einem Anstieg der Kartennachfrage. „Sobald Touristen in den Bayerischen Wald kommen, nimmt auch der Kartenvorverkauf wieder an Fahrt auf!“ Zudem zünden die Verantwortlichen nun die nächsten Stufen der Werbung für das älteste deutsche Volksschauspiel. Erfahrungsgemäß werden die Buchungen allerdings immer kurzfristiger vorgenommen.

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