MyMz
Anzeige

Freizeit

Nordic-Aktiv-Zentrum nimmt Form an

Das grenzüberschreitende Projekt zwischen Gibacht und Cerchov soll Angebote von Langlauf bis Wandern und Mountainbike bieten.

Loipenspurgerätefahrer Thomas Roßmann (links) erläuterte die Ergebnisse des Workshops zum Thema „Schneepflege“; rechts im Bild Referent Rainer Kiefer. Foto: fkr
Loipenspurgerätefahrer Thomas Roßmann (links) erläuterte die Ergebnisse des Workshops zum Thema „Schneepflege“; rechts im Bild Referent Rainer Kiefer. Foto: fkr

Furth im Wald.Das grenzüberschreitende Nordic-Aktiv-Zentrum Althütte-Gibacht-Cerchov nimmt immer konkretere Formen an. Im Vorfeld wurde das grenzüberschreitende Skilanglaufgebiet Gibacht-Cerchov bereits durch den Deutschen Skiverband zertifiziert. Dies bringt nicht nur eine Qualitätssteigerung mit sich, sondern kann auch eine Besonderheit aufweisen: Es ist dies das erste deutsch-tschechische Skilanglaufzentrum, das einer Zertifizierung durch den Deutschen Skiverband unterzogen wurde.

Im Rahmen der gesamten Maßnahmen entstehen nicht nur zeitgemäße Loipen, sondern auch Winterwanderwege und Schneeschuh-Routen, Nordic-Walking Strecken sowie Gebäude in Althütte und am Gibacht. Um dieses Nordic-Aktiv-Zentrum einer sinnvollen Ganzjahres-Nutzung zuzuführen, wird auch das Mountainbike-Netz mit einbezogen. Das gesamte Projekt soll im Rahmen einer größeren Veranstaltung am 16. Mai der Öffentlichkeit vorgestellt werden, wobei nicht nur über die Ganzjahres-Natur-Aktiv-Region informiert wird, sondern auch über die Gründung eines Fördervereins.

Workshops im Rathaus

Um zu erfahren, wie bereits bestehende „Nordic activ Zentren“ funktionieren, hatte das Aktionsbündnis Cerchov plus als Maßnahmenträger am Samstagvormittag zu einer Zukunftswerkstatt mit Workshop ins Rathaus eingeladen. Für die Durchführung hatte man als Referenten Rainer Kiefer von der DSV-Skiakademie Nordic-Schule Notschrei im Schwarzwald gewinnen können. Das Thema der Zukunftswerkstatt lautete „Perspektiven und Weiterentwicklung für die DSV-Nordic-Aktiv-Region Oberer Bayerischer Wald/Böhmischer Wald“.

Bürgermeister Sandro Bauer wies darauf hin, dass man die Region Althütte/Gibacht/Cerchov sowohl für die Winter-, als auch Sommernutzung aufwerten wolle. Sein Waldmünchner Amtskollege Markus Ackermann nannte es wichtig, dass die beiden Städte bei der Realisierung des Projekts an einem Strang ziehen, „um unsere Region in Wert zu setzen“. Damit solle die Tourismusregion noch attraktiver gemacht werden. Momentan befinde man sich im Prozess des Vernetzens und des Mannschaftsbildens.

Die Projektleiterin des Aktionsbündnisses Cerchov plus, Ines Niedziella, stellte den Referenten als Inhaber und Geschäftsführer der DSV Skiakademie Nordic-Schule Notschrei sowie als Sportpsychologen vor. Rainer Kiefer, der am Vorabend noch mit Klaus Buschek einen Teil der Strecken in Althütte und am Gibacht abgegangen war, zeigte sich begeistert von den Gegebenheiten. „Ihr habt die Chance, dass ihr auch flach laufen könnt“, verwies er auf die Vorzüge zum Beispiel der flachen Strecken in Althütte. Hier könne beispielsweise auch ein Technik-Parcours mit einfachen Mittel angelegt werden, unter anderem mit kleinen Sprungschanzen, Tretorgeln oder Bodenwellen. Damit könnten Kinder bereits früh an den Skilanglauf-Sport herangeführt werden.

Eine Webcam installieren

Kiefer verwies unter anderem auch darauf, unbedingt eine Webcam auf einer eigenen Homepage zu installieren. Am Notschrei könne man pro Tag bis zu fünfstellige Zugriffe verzeichnen. Die Leute wollten sich vorher informieren, wie das Wetter und die Verhältnisse sind oder auch, wie der Parkplatz belegt ist. Diese Zugriffe könnten für die Werbung genutzt werden.

Für die hiesigen Verhältnisse nannte er den grenzüberschreitenden Aspekt ein absolutes Highlight, das mit den beiden Ländern einen Erlebnisfaktor biete. Wichtig nannte er auch Aussichtspunkte entweder entlang, aber auch durchaus abseits der Loipen.

Nach den etwa eineinhalbstündigen Ausführungen wurde ein Workshop durchgeführt. Dabei wurden drei Gruppen gebildet, die sich mit den Themen Marketing, Sponsoring-Konzept und Schneepflege befassten. Rund eine Stunde lang befassten sich die Teilnehmer mit diesen Themen, und danach informierten Steffi Macharowsky (Skiclub Furth im Wald), Jürgen Liegl (Skiabteilung TV Waldmünchen) und Thomas Roßmann (Loipenspurgerätefahrer) über die Ergebnisse der Workshops. Dabei wurde deutlich, dass die Verantwortlichen und der Förderverein, der demnächst gegründet werden soll, noch ein großes Aufgabenfeld zu bewältigen haben, bis der endgültige Startschuss gefällt werden kann. Bürgermeister Markus Ackermann sah es zudem als notwendig an, dass im Sinne der Qualität des Projekts der offizielle Startschuss erst dann erfolgen soll, wenn alles fertig ist. (fkr)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht