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Hilfe

Notfallrettung soll grenzenlos werden

Grünes Licht für ein neues Projekt, bei dem ein tschechischer Sanka einen deutschen Patienten ins Krankenhaus transportiert.
Karl Pfeilschifter

Tschechische Retter sollen auch in Bayern helfen können.  Foto: Karl Pfeilschifter
Tschechische Retter sollen auch in Bayern helfen können. Foto: Karl Pfeilschifter

Cham.In der Sitzung des Begleitausschusses vom 26. und 27. November in Bayreuth wurde im Rahmen des Programms zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Bayern und der Tschechischen Republik grünes Licht für das neue Projekt „Grenzüberschreitende Notfallrettung Bayern/Tschechien“ gegeben.

Der Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Cham ist seit Juni 2016 als Leadpartner im Projekt „Koordinierungskonzept Grenzüberschreitender Rettungsdienst“ engagiert. Nach dreijähriger Laufzeit konnten wurden positive Entwicklungen umgesetzt. Es seien hier ein deutsch/tschechisches Praxiswörterbuch für den Rettungsdienst und eine gemeinsame Kommunikationssoftware zur grenzüberschreitenden Alarmierung genannt. BRK-Präsident Theo Zellner, der Bezirkshauptmann der Region Pilsen, Josef Bernard, Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler und Regierungspräsidenten Axel Bartelt ermöglichten, dass seit Februar 2019 zwischen dem Bezirk Pilsen und der Oberpfalz grenzüberschreitende Rettungsdiensteinsätze, auch ohne gegenseitiges Hilfeersuchen, stattfinden können. Im BRK Kompetenz- und Koordinierungszentrum im Rettungszentrum Furth im Wald fanden mehrere gemeinsame Treffen der Projektpartner des Rettungsdienstes Pilsen, der medizinischen Fakultät Pilsen, der TH Deggendorf sowie den Verantwortlichen des BRK Kreisverbandes Cham statt. Kleinere und auch größere Übungen, wie zuletzt im Mai in Cham/Waffenbrunn, ermöglichen den Partnern, praktische Abläufe gemeinsam zu trainieren.

Das neue Projekt basiert auf vier Kernaktivitäten. So soll es in den nächsten drei Jahren bis zu 200 gestellte Einsätze im Grenzgebiet geben, bei denen unter anderem ein tschechisches Fahrzeug einen deutschen Patienten in ein deutsches Krankenhaus transportiert. Damit wird die gemeinsame Vorgehensweise trainiert. Weiter soll die stellvertretende Projektleitung von einem Mitarbeiter mit Erfahrung aus dem tschechischen Rettungsdienst besetzt werden. Damit wird für Behörden, wie auch für die Bevölkerung, eine zweisprachige Anlaufstelle geschaffen.

Der Austausch von Praktikanten sowie größere Übungen werden gemeinsam geplant und auch im „Bayerischen Zentrum für besondere Einsatzlagen“ in Windischeschenbach umgesetzt. Erste Koordinierungsgespräche fanden bereits statt. (cft)

Das Projekt

  • Partner:

    Dabei sind im neuen Projekt als Partner auch die Euregio Bayerwald – Böhmerwald aus Freyung sowie die Euregio Egrensis aus Marktredwitz, so Projektleiter Manfred Maurer von der Landesgeschäftsstelle des BRK mit Sitz in Furth im Wald.

  • Laufzeit:

    Die Laufzeit des neuen Projektes beginnt ab dem 1. Januar 2020 und dauert bis Dezember 2022.

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