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Kommune

Oberbayer als Pösinger Bürgermeister?

Während die CSU eine Gemeinderats-Liste aufstellen konnte, fehlt noch ein Bürgermeisterkandidat. Nun gibt es eine Bewerbung.
Von Thomas Mühlbauer

Die Kandidaten der CSU machen sich auf, um die Gemeinde Pösing auch künftig voranzubringen.  Foto: Klaus Kores
Die Kandidaten der CSU machen sich auf, um die Gemeinde Pösing auch künftig voranzubringen. Foto: Klaus Kores

Pösing.Die Pösinger CSU startet am Sonntagabend mit ihrer offenen Liste in die anstehende Kommunalwahl. In Pösing heißt es mittlerweile „Bürgermeisterkandidat verzweifelt gesucht“. „Wir alle hätten uns gefreut, wenn wir einen Kandidaten präsentieren hätten können“, machte Roider aus seiner Enttäuschung gar keinen Hehl. Doch aus der knapp 1000 Einwohner zählenden Gemeinde will (bisher) keiner den Chefsessel im Rathaus erobern.

Dass die kleine Gemeinde mittlerweile überregional durch diese Suche bekannt ist, macht sich durch eine Bewerbung für das Bürgermeisteramt aus Oberbayern bemerkbar. Denn wie Edmund Roider informierte, liege mittlerweile eine schriftliche Bewerbung für das Amt eines 64-jährigen pensionierten Polizeibeamten aus Schechen in der Nähe von Rosenheim vor. Wie soll das funktionieren? Dies hatte sich der mögliche Kandidat ebenfalls gut überlegt, wie Roider aus seinem Schreiben zitierte. Der 64-jährige hatte sich darüber ebenfalls seine Gedanken gemacht und würde seinen Zweitwohnsitz nach Pösing verlagern. Das Gedankenmodell des Pensionärs: Er möchte von Montag bis Donnerstag/Freitag die Amtsgeschäfte in Pösing führen und dann am Wochenende wieder zurück zu seiner Familie in die Nähe von Rosenheim fahren.

Kommune

Bekommt Pösing noch einen Bürgermeister?

Ein Kandidat für das Rathaus ist nicht in Sicht. Für die Gemeinde könnte einiges auf dem Spiel stehen.

Verlagerung des Wohnsitzes?

Doch bis diese Kandidatur zustande kommen würde, dürfte noch viel Zeit verstreichen Die erste Hürde für die Wahl am 15. März, eine Verlagerung des Zweitwohnsitzes, die eine gewisse Zeit vor der Wahl über die Bühne gehen müssten, wäre sowieso schon verstrichen. „Ich hoffe, dass es nicht so weit kommt und wir noch einen engagierten Pösinger finden, der sich als Bürgermeister-Kandidat zur Verfügung stellt“, machte Roider klar. Findet sich tatsächlich kein Kandidat, wird es am 15. März eine Urwahl geben. Der neu gewählte Gemeinderat tritt schließlich im Mai zusammen – dann werde auch ein zweiter und ein dritter Bürgermeister gewählt.

Nominierung

  • Kandidaten:

    1. Maria Schmitz, 2. Selvet Tiryaki, 3. Sonja Blodig, 4. Erich Wittmann, 5. Michael Gmach, 6. Stefan Erhard, 7. Josef Roider, 8. Michael Reith, 9. Klaus Bauer, 10. Florian Wagner, 11. Dr. Klemens Raab, 12. Ferdinand Graf, 13. Johann Spießl, 14. Alfred Stoiber, 15. Andreas Raab, 16. Karin Weitzer.

  • Ersatz:

    Rosa-Maria Lankes, Harald Dendorfer.

  • Gemeindewahlleiter:

    Klaus Kores

Bei der Versammlung erfolgte auch die einstimmige Nominierung der Gemeinderatsliste mit 16 Bewerbern. Bürgermeister Edmund Roider hieß zur Versammlung zahlreiche Bürger willkommen. Doch es war scheinbar alles andere als leicht, eine Liste mit 16 Bewerbern zusammenzustellen, wie Roider zu Beginn wissen ließ: „Ich habe 120 Bürger gefragt, ob sie auf der Liste mitmachen möchten. Doch ich habe fast nur Absagen erhalten.“ Wie weiter zu erfahren war, wird bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 Klaus Kores als Gemeindewahlleiter fungieren.

Anschließend hatten die Kandidaten die Möglichkeit, sich vorzustellen. Viele machten deutlich, dass man Pösing auch weiterhin nach vorne bringen möchte, da vielen die Gemeinde am Herzen liegt. Vor allem machte ein Kandidat deutlich, dass man auch den Pösinger Ortsteil Langwald nicht vergessen sollte.

Gemeinde

Nachfolger für Roider ist nicht in Sicht

Die Suche nach einem Bürgermeisterkandidaten gestaltet sich in Pösing schwierig. Eine Infoveranstaltung soll weiterhelfen.

Beim Blick auf die Kandidatenliste war schnell zu erkennen, dass die CSU Pösing mit ihrer offenen Liste bei den amtierenden Gemeinderäten einen kräftigen Aderlass zu verzeichnen hat. Während schon seit knapp einem Jahr bekannt ist, dass Bürgermeister Edmund Roider nach zwölf Jahren im Amt nicht mehr antritt, machte auch zweiter Bürgermeister Klaus Kores schon früh klar, dass er nicht mehr für den Gemeinderat kandidiert.

Aderlass bei Gemeinderäten

Vor einem halben Jahr lehnte laut Roider auch Manfred Höpfl eine erneute Kandidatur ab. Die letzte Absage erhielt Roider schließlich vor vier Wochen, als die Jugendbeauftragte Resi Paschek ankündigte, nicht mehr auf der Liste zu kandidieren. So bleibt von fünf amtierenden CSU-Gemeinderäten am Ende nur noch Maria Schmitz übrig, die auch zur Listenführerin für die kommende Kommunalwahl aufrückt.

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