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Interview

Ohne Ehrenamt ginge gar nichts

Wie viele Rädchen müssen ineinander greifen zur Organisation der „Special Olympics Winterspiele“ in Lam? Sportreferent Carsten Schenk weiß es.

Carsten Schenk, Sportreferent der Gemeinde Lam

Vier Monate bis zum Start – wie ist der Stand der Vorbereitungen?

Der erste Termin mit den Vertretern unserer Unterstützer vor Ort fällt bei uns in die Phase, dass die Weichen finanziell und materiell weitgehend gestellt sind. Wir arbeiten seit einem halben Jahr an der Veranstaltung und sind mit dem Stand sehr zufrieden.

Wer ist „wir“? Wie muss man sich ein Orga-Team für Special-Olympics auf Landesebene vorstellen?

Wir sind zwei hauptamtliche Mitarbeiter und einige geringfügig Beschäftigte.

Also alles eine Nummer kleiner...

Das ist richtig. Das beginnt, dass wir keine Sportförderung erhalten und grundsätzlich auf staatliche Zuschüsse angewiesen sind. Darüber hinaus finanzieren uns Stiftungen und die Lotterie „Aktion Mensch“. Außerdem veranstalten wir Benefiz-Abende, um Spenden zu generieren. Entscheidend aber ist der Einsatz vor Ort, die Ehrenamtlichen.

Worin liegen die Unterschiede in der Organisation und Durchführung von Sportveranstaltungen für behinderte und Nichtbehinderte?

Grundsätzlich gibt es viele Parallelen, was die Rahmenbedingungen betrifft. Auch für uns sind die Zahl der Personen, die Planung der Abläufe bei den Vorbereitungen und der Wettkämpfe und die Bereitstellung funktionierender und sicherer Sportstätten entscheidende Parameter. Die Unterschiede liegen in den Wettkämpfen, im olympischen Gedanken.

Geht es im Behindertensport nicht auch Sekundenbruchteile und Millimeter?

Auch, aber nicht nur. Der Unterschied ist, dass es bei uns innerhalb der Disziplinen Klassen gibt, die nach Art und Grad der Behinderung gebildet werden. Bei uns kann jeder mitmachen, der die Sportart kann und versteht. Entsprechend groß sind die Unterschiede. Etwa beim Ski-Langlauf: Die Streckenlängen beginnen bei 50Metern und enden bei 7,5 Kilometern.

...und in hoffentlich vier einmalig schönen Tagen in Lam...

Das hoffen wir natürlich auch. Wenngleich ich für Lam die Perspektive sehe, dass unsere Special Olympics dort nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein muss.

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