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Bildung

Online lernen in Zeiten von Corona

Die Realschule Furth im Wald hat die digitale Transformation im Schnelldurchgang vollzogen. Schüler und Lehrer interagieren im Netz.

Digitales Homeoffice: Die Motivation, die Situation zu meistern, ist bei Schülern wie Lehrern hoch. Foto: Andreas Gabriel
Digitales Homeoffice: Die Motivation, die Situation zu meistern, ist bei Schülern wie Lehrern hoch. Foto: Andreas Gabriel

Furth im Wald.Bereits seit Dienstag nach den Schulschließungen läuft der Schulbetrieb an der Staatlichen Realschule Furth im Wald wieder auf Hochtouren, obwohl die Klassenzimmer leer bleiben und – abgesehen von der Schulleitung – kein einziger Lehrer im Schulhaus unterwegs ist. Stattdessen „trifft“ man sich online und tauscht in Anlehnung an den Stundenplan Aufgaben und erledigte Übungen aus – fast wie im gewohnten Unterrichtsalltag.

Dabei schien es am Freitagmorgen so, als würde die Zeit knapp für die Umstrukturierung auf die digitalen Klassenzimmer. Mit einem aus Lehrkräften bestehenden Expertenteam entschied sich Schulleiter Andreas Hoffmann in den Morgenstunden dazu, auf die Kommunikationsplattform „Teams“ zu setzen, die zuvor schon für die Einzelbetreuung chronisch erkrankter Schüler verwendet wurde. Bereits um 13 Uhr waren grundlegende Kommunikationsstrukturen angelegt. Mit Hilfe des im Alltag bereits verwendeten Informationssystems „Esis“ wurden die Eltern über das weitere Prozedere der nächsten Schulwochen in Kenntnis gesetzt.

Die digitalen Klassenzimmer und ein digitales Lehrerzimmer standen jetzt zur Verfügung. Dabei schaffte man es, mehr als 500 Personen in ein System zu integrieren, dessen Struktur es noch zu entwickeln galt, um das digitale Schulhaus mit Leben zu füllen. Von Anfang an war klar, dass es nicht genügt, die Schüler mit Material zu überhäufen und damit allein zu lassen. Die Lehrkräfte sollen für Nachfragen und Erklärungen, wie im normalen Unterricht, zur Verfügung stehen. Unterricht ist mehr als nur Materialbereitstellung.

Deshalb trafen sich am Montag um 8 Uhr unter Einhaltung der geltenden Sicherheitsbestimmungen die Lehrkräfte in der Aula. Nachdem der Schulleiter über Ziele und Maßnahmen informierte, wurden die Lehrkräfte in kleine Projektgruppen eingeteilt und von fünf Referenten aus dem Kollegium so effizient geschult, um für diese Herausforderung fit zu sein. Die Aufgaben sind für die Lehrkräfte umfassend: digitale Arbeitsmaterialien (Lernvideos drehen, digitale Arbeitsblätter, Learning Apps) erstellen und bereitstellen, die Schüler beim digitalen Arbeiten unterstützen und alle Anfragen im Chat zeitgemäß beantworten.

Die Infos über die Möglichkeiten von „Teams“ und die Kompetenzen der Bedienung wurden effizient vermittelt, so dass alle Lehrer sämtlicher Fächer bereits gegen Mittag in der Lage waren, mit den Schülern in Kontakt zu treten und mit ihnen zu interagieren, um Lernfortschritte zu sichern.

Von Anfang an war zu bedenken, dass variierende Medienausstattung daheim und unterschiedliche Medienkompetenzen – auch aufgrund der Altersunterschiede – die angestrebte Unterricht-Entwicklung hemmen könnten. Die Further Realschule bemühte sich, durch eine Vielzahl von Hilfestellungen Abhilfe zu schaffen. So wurden erneut über „Esis“ oder die Homepage Installationshilfen für nötige Software oder Basisanleitungen für die Kommunikationsplattform angeboten. Zudem stand das Team der Realschule sowohl Eltern als auch Schülern online bei Anwendungsfragen zur Seite.

Nun ist ein großer Schritt geschafft: In den digitalen Klassenzimmern wird fleißig unterrichtet. Es herrscht ein reger Austausch und die Motivation, die neue Situation zu meistern, ist bei Schülern wie Lehrern hoch. Die Lehrkräfte und die Schüler haben die Herausforderung angenommen und die Kommunikation zwischen Eltern und Schülern funktioniert. Dies belegen teilweise über 600 Anfragen pro Lehrkraft.

System funktioniert

  • Abläufe:

    Jetzt gelte es, Aufgabenfülle und Arbeitsabläufe zu optimieren und das Vertrauensverhältnis zwischen Schülern, Eltern und Lehrern auf digitalen Bahnen zu festigen. Das gemeinsame Ziel, dieser Krisenzeit mit großem Verantwortungsbewusstsein, Engagement und positiver Einstellung zu begegnen, ist auf dem Weg, so Hoffmann.

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