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Ortsdurchfahrt wird ausgebaut

Nächste Woche geht es in Thierling los. Bis Ende Oktober soll die 810 000 Euro-Maßnahme abgeschlossen sein.

Die Mitarbeiter der Versorger und Bürgermeister Max Schmaderer nahmen am Freitagvormittag in Thierling die Baustelleneinweisung vor.  Foto: csa
Die Mitarbeiter der Versorger und Bürgermeister Max Schmaderer nahmen am Freitagvormittag in Thierling die Baustelleneinweisung vor. Foto: csa

Schorndorf.Die Baustelleneinweisung für den Ausbau der Ortsdurchfahrt Thierling ist am Freitagvormittag vorgenommen worden. Nach Vorbereitungen wie Lagerplatz für Baumaterialien und Maschinen schaffen sowie der Verkehrssicherung soll es in der kommenden Woche losgehen. Den Auftrag für den Vollausbau hat der Gemeinderat an die Firma Althammer Bau GmbH, Pemfling-Großbergerdorf, für gut 712 000 Euro vergeben. Weitere rund 90 000 Euro fallen für die komplette Erneuerung der Wasserleitung an, Auftraggeber ist hier der Zweckverband zur Wasserversorgung der Chamer Gruppe.

„Die Maßnahme beinhaltet einen Komplettausbau mit allen notwendigen Versorgern wie Wasser, Strom, Straßenbau, Digitale Infrastruktur und Oberflächenentwässerung“, so Bürgermeister Max Schmaderer, der von der Baufirma Chef Christoph Althammer sowie Polier Thomas Adam begrüßte. „Der Polier ist die Schlüsselposition, er muss auf die Anlieger rechtzeitig zugehen und damit umgehen können“, betonte das Gemeindeoberhaupt.

Von Seiten des Zweckverbandes wird Wassermeister Christian Müller Ansprechpartner sein. Es werde die komplette Hauptwasserleitung inklusive Schieber und Unterflurhydranten erneuert, so Müller. Laut Bürgermeister bereite in diesem Zusammenhang eine private Wasserleitung einer lange bestehenden Wassergemeinschaft etwas Probleme, diese wird aus einem höher liegenden Brunnen gespeist und das Wasser darf im Wesentlichen nur zur Gartenbewässerung verwendet werden. Durch das Alter treten immer wieder Probleme auf und sie wurde bisher immer „nur notdürftig geflickt“.

Die alte Wasserleitung muss aus Gewährleistungs- und Kostengründen durch die Wassergemeinschaft auf eigene Regie außerhalb des öffentlichen Straßenraums am Rande der Anwesen geführt werden. Ansonsten erhalten die Anlieger beim neuen Wasserleitungsbau jeweils einen Meter neuen Hausanschluss in die Grundstücke gelegt. Falls jemand auch gleich noch den weiteren Wasseranschluss ins eigene Haus erneuern möchte, dann ist dies auf eigene Kosten möglich.

Breitbandausbau für 5G

Mit ins Boot genommen wird auch der Eigenbetrieb Digitale Infrastruktur im Landkreis, zuständig für Thierling ist Christoph Seidl. Thierling gehört zu den „grauen Flecken“, die momentan bereits mit mindestens 30 Mbit Leistung versorgt sind. Zunächst an der Reihe sind aber die „weißen Flecken“, die bisher noch keine ausreichende Breitbandverbindung haben (weniger als 30 Mbit Leistung).

„Es macht natürlich Sinn, mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt gleich die notwendigen Breitbandleitungen zu verlegen“, so Schmaderer. Die Kosten muss die Gemeinde zwischenfinanzieren, sie werden später vom Eigenbetrieb Digitale Infrastruktur übernommen. Laut Seidl wird gleich ein ganzes Paket an Leitungen (6er-Stab) verlegt, auch schon für die neue Technologie 5G. Die Anlieger erhalten ein 10er- Rohr in die Grundstücke gelegt, das Einblasen der Glasfaserkabel erfolgt aber erst später. Bei der Planung der Trasse gilt es, auch die Weiterführung in Richtung Stegmühle und Knöbling im Auge zu behalten.

Planung, Ausschreibung und Vergabe hat das Ingenieurbüro Brandl & Preischl aus Cham begleitet. Dipl.-Ing. (FH) Stefan Brandl persönlich übernimmt auch bei der Ausführung die Betreuung. „Ich werde zwar selbst praktisch täglich vor Ort sein“, so Bürgermeister Schmaderer, „das Gleiche erwarte ich aber auch von Seiten des Ingenieurbüros.“ Laut Brandl erhält die Straße einen Unterbau mit 47 Zentimetern Frostschutz, 14 Zentimetern Tragschicht und vier Zentimetern Deckschicht. Auch die Oberflächenentwässerung befinde sich mit gesetzten und kaputten Rinnen und Rohren in einem desolaten Zustand und so werde auch die Wasserführung erneut.

Als verantwortlicher Mitarbeiter vertritt Franz Wagner das Bayernwerk, denn auch die Straßenbeleuchtung wird erneuert. Wie beim Wasser könnten die Grundstücksanlieger mit der Maßnahme auch ihre privaten Stromanschlüsse auf eigene Kosten erneuern lassen.

Für die Anlieger sollen die Beeinträchtigungen so gering wie möglich gehalten werden. Ab Stegmühle wird die Straße nach Thierling komplett gesperrt, denn möglichst zeitgleich wird die Baufirma Schönberger aus Chamerau die Brücke in der Stegmühle sanieren. Ansonsten bestehen für den Straßenverkehr zwei Ausweichrouten von Knöbling her, auch über die Anbindung zur Grüngutsammelstelle sowie in Richtung Neuhaus über die Schloßstraße. „Vom Staub her wollen wir die Anlieger ebenfalls so wenig wie möglich beeinträchtigen“, so Baufirmenchef Althammer.

Rad- und Gehweg vom Tisch

Der Vollausbau erstreckt sich von der Stegmühle her ab der Ortstafel Thierling bis zur Abzweigung nach Knöbling bzw. zum Rauchenberg. In diesem Bereich wird der Weg noch um eine „Trompete“ in Richtung Hochbehälter bzw. Hohlgasse ausgebaut und asphaltiert. Die Genehmigung zum vorzeitigen Projektbeginn liegt vor.

Vom Ortsschild Thierling bis nach Stegmühle erhält die Straße eine neue Deckschicht und es werden einige Ausweichstellen in Bezug auf den landwirtschaftlichen Gegenverkehr geschaffen. Der gewünschte Rad- und Gehweg in Richtung Thierling wird nicht umgesetzt. „Dieser Wunsch scheitert schon am fehlenden Grunderwerb“, so Schmaderer. (csa)

Vollausbau

  • Gesamtkosten:

    gut 810 000 Euro inklusive Erneuerung der Wasserleitung durch den Zweckverband zur Wasserversorgung der Chamer Gruppe

  • Zeitplan:

    Die Maßnahme soll bis etwa Ende Oktober abgeschlossen werden. Ab Stegmühle wird die Gemeindeverbindungsstraße nach Thierling komplett gesperrt. (csa)

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