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Ortsmitte: Marktrat lehnt Studie vorerst ab

Der Wettbewerb „Mut zur Lücke“ kostete 75 000 Euro. Über den Vertrag mit dem Siegerbüro wird im Herbst erneut diskutiert.
Jakob Moro

Eine der Brachflächen mitten in Stamsried – dafür gilt es nun, Lösungen zu finden.
Eine der Brachflächen mitten in Stamsried – dafür gilt es nun, Lösungen zu finden. Foto: Jakob Moro/Jakob Moro

Stamsried.Beim Ortstermin vor der jüngsten Marktratssitzung informierte Bürgermeister Herbert Bauer, dass der Bauhof die Parknägel am Marktplatz gereinigt und mit weißer Farbe angestrichen hat. Demnächst soll das Parken und das Befahren rund um den Marktplatz geregelt werden. Gemeinsam beschlossen die Vorstandschaft der Teilnehmergemeinschaft Stamsried II und der Marktrat bei der Sitzung im Schulhaus (wir berichteten), dass die schadhaften Pflastersteine nicht wie geplant in diesem Jahr, sondern erst 2021 ausgetauscht werden. Für Gewährleistungsansprüche soll ein Betrag von 25 000 Euro zurückbehalten worden sein, war bei den Gesprächen zu erfahren.

Zwei Bauanträgen, einem Einfamilienwohnhaus mit Doppelgarage im Baugebiet „Am Großen Stein“ und der Errichtung eines Carports mit Geräteschuppen in den Dammwiesen, wurde das Einvernehmen erteilt. Der Bürgermeister informierte, dass ein Förderbescheid für den neuen Kindergarten eingegangen sei.

Das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz hat 2018 in Abstimmung mit dem Ministerium für Landwirtschaft und Forsten das Förderprogramm „Innen statt Außen“ gestartet. Daran nahm Stamsried teil und lobte den Wettbewerb „Mut zur Lücke“ aus, um Ideen für die freien Grundstücke in der Ortsmitte zu entwickeln. Dazu waren zehn Bürogemeinschaften eingeladen worden, acht hatten Wettbewerbsbeiträge abgegeben.

Bekanntlich tagte das Preisgericht am 10. Januar. Bürgermeister Bauer war glücklich über die hohe Qualität der Entwürfe. „Das Ziel dieses Wettbewerbs war es, beispielhafte und zukunftsfähige Ideen für eine gezielte Nachverdichtung des Ortskerns sowie des Schlossareals zu erhalten“, so Bauer bei der Vorstellung der Ergebnisse im Januar.

Bei der jüngsten Marktratssitzung lag den Räten der finanzielle Rahmen dieses Wettbewerbs vor. Der Marktrat genehmigte die Kostenvereinbarung zwischen der Dorferneuerung (Teilnehmergemeinschaft Stamsried II) und dem Markt. Der Architektenwettbewerb kostete rund 75 000 Euro. 80 Prozent trägt die Dorferneuerung, den Rest von rund 15 000 Euro übernimmt der Markt.

Markus Götz vom Amt für Ländliche Entwicklung erläuterte das weitere Vorgehen bei der Umsetzung der Ergebnisse. Dazu wäre ein Vertrag zwischen dem Markt und dem Gewinner des Wettbewerbs, dem Architekturbüros Wild und Wilnhammer, notwendig. Dieser Vertrag kam nicht zustande.

Der Stamsrieder Marktrat lehnte nach eingehender Diskussion den Vertrag und die dazu notwenige Kostenvereinbarung (57 000 Euro, davon hätte der Markt rund 11 000 Euro zahlen müssen) ab. Der „Beratervertrag/Machbarkeitsstudie“ hätte zur weiteren Verfolgung und Konkretisierung der Ergebnisse des Wettbewerbs „Mut zur Lücke“ gedient. Auch die Vorstandsmitglieder der Teilnehmergemeinschaft lehnten diesen mit 5:1 ab. Nur die TG-Vorsitzende Teresa Meyer vom Amt für Ländliche Entwicklung stimmte diesem zu.

Der Bürgermeister war nicht erfreut von der Ablehnung und beantragte die Aufhebung des Marktratsbeschlusses sowie die Vertagung. Die Markträte stimmten 12:2 zu. Im Herbst, so Bauer, solle der Vertrag zwischen dem Architekturbüro Wild/Wilnhammer und dem Markt Stamsried nochmals auf die Tagesordnung kommen. (rjm)

Anfragen der Räte

  • Bad:

    Marktrat Bernhard Lang fragte nach, ob die Betriebssicherheit des Naturbades gewährleistet sei, weil bekannt geworden sei, dass teilweise Balken und auch Stege morsch sein sollten. (rjm)

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