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Rimbach/Zettisch

Patrozinium der Jakobskapelle

In der Ortschaft Zettisch wird morgen, Donnerstag, das Patrozinium der Ortskapelle gefeiert, die unter dem Patronat des Apostels Jakobus steht.
Siegfried Volkner

Die Kapelle St. Jakob in Zettisch, wo am Donnerstag das Patrozinium gefeiert wird Foto: Siegfried Volkner
Die Kapelle St. Jakob in Zettisch, wo am Donnerstag das Patrozinium gefeiert wird Foto: Siegfried Volkner

Rimbach.

Seit Menschengedenken, so die Überlieferung, gibt es in Zettisch eine Kapelle. Die erste Kapelle soll aus Holz gewesen sein und dieser folgte eine zweite aus Stein gemauert. Diese stand allerdings der Erweiterung der Kreisstraße im Weg und musste abgerissen werden. Daher verpflichtete sich der Landkreis zur Erstellung eines neuen Sakralbaus.

Und so entstand 1969 die heutige Kapelle als ein Rundbau. Die drei Zettischer Bauern lieferten dazu kostenlos das Bauholz und die Steine vom Hohenbogen.

Die Zettischer Kapelle ist seit jeher dem Apostel Jakobus geweiht, dessen Gedenktag am 25. Juli im Heiligenkalender der Kirche steht. Dass dieses Patronat von den Erbauern der ersten Kapelle gewählt wurde, dürfte sicherlich auch damit zu tun haben, dass der Jakobstag, mitten im Sommer, für die ländliche Bevölkerung von besonderer Bedeutung war und lange Zeit ein Feiertag war.

Die Ortschaft Zettisch, zur Expositur Zenching und zur Gemeinde Rimbach gehörend, bestand in früherer Zeit aus einem großen Hof, den der Besitzer dann an seine drei Söhne aufteilte. Jener Sohn, der das ursprüngliche Gehöft erbte, wurde zum Eigenbauern, den Sohn Ulrich nannte man den Ulrichsbauer und der Sohn Matthias wurde zum Madlbauer.

Die Hausnamen der drei ursprünglichen Höfe bestehen bis heute. Und es hat sich auch die Tradition erhalten, dass sich die Besitzer der drei Anwesen abwechselnd um die Ausrichtung des Jakobikirtas kümmern.

Der Jakobitag war für die bäuerliche Bevölkerung auch ein Lostag, auf den sich Bauernregeln beziehen z.B. „Jakob heiß – lohnt Müh und Fleiß“, „Jakobi klar und rein, wird’s Christfest frostig sein“ oder „Sankt Jakob nimmt hinweg die Not, bringt erste Frucht und frisches Brot“. Gerade letzterer Spruch deutet darauf hin, dass um Jakobi herum die Getreideernte begann. Aber auch die ersten Äpfel reiften. So gilt der Hl. Jakobus nicht nur als Patron der Pilger, sondern unter anderem auch als Patron der Arbeiter, für Äpfel und Feldfrüchte und für das Wetter.

In Zettisch wird am Jakobitag, dem 25. Juli, das Patrozinium gefeiert. Dazu findet um 19.30 Uhr in und bei der Kapelle der Gottesdienst statt, zu dem nicht nur die Gläubigen aus dem Dorf, sondern auch aus der weiteren Umgebung zum Mitfeiern willkommen sind. (kvo)

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