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Kriminalität

Perlinger-Mord: Belohnung wird verdoppelt

Der Schuhladen-Besitzer wurde 1993 in seinem Geschäft in Furth im Wald mit einem Messer ermordet. Bis heute wurde der Täter nicht gefasst.

Karl Perlinger wurde vor 21 Jahren in seinem Schuhgeschäft ermordet. Der oder die Täter wurden bis heute nicht gefunden. Foto: Archiv

Furth im Wald.Vor über 21 Jahren ist in Furth im Wald der Schuhladen-Besitzer Karl Perlinger ermordet worden. Bis heute hat die Polizei den oder die Täter nicht gefunden. Jetzt hat das Landeskriminalamt die Belohnung für sachdienliche Hinweise auf 10 000 Euro verdoppelt.

Seit einigen Jahren ist das in Furth im Wald angesiedelte Fachkommissariat für Grenzbezogene Kriminalität der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg mit den Ermittlungen zu diesem Mordfall befasst. Alle bisher zusammengetragenen Erkenntnisse aus Vernehmungen und Gutachten, erstellt mit den neuesten Möglichkeiten der Kriminaltechnik, hätten nicht zum Erfolg geführt, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Ein Aufruf in „Aktenzeichen XY ungelöst“ brachte im Dezember 2010 ebenso wenig neue Erkenntnisse.

Der 41-jährige Karl Perlinger war am 8. Februar 1993, zwischen neun und 9.30 Uhr mit einem Messer in seinem Schuhgeschäft in der Bahnhofstraße 11 in Furth im Wald getötet worden. Neben der Leiche fand die Polizei einige tschechische Kronen. Die Kriminalpolizei hat vor allem zwei Fragen, die bislang nicht geklärt werden konnten. Eine Woche nach der Tat hatte ein bis heute unbekannter Reisender am Grenzübergang Eschlkam gegenüber einem Polizeibeamten erklärt, dass die Polizei doch einmal im Krankenhaus von Domazlice weitere Nachforschungen zu dem Tötungsdelikt anstellen solle. Die Identität dieses Reisenden wäre von großer Bedeutung, so die Polizei. Zwei Jahre nach der Tat ging bei der damaligen Grenzpolizeiinspektion Furth im Wald ein anonymer Brief ein, in dem der Verfasser die persönlichen Verhältnisse des Opfers beschreibt. Bis heute konnte der Schreiber des Briefes nicht ermittelt werden. Die Fragen, die die Polizei an ihn hätte, seien von großer Bedeutung für die weitere Ermittlungsarbeit, heißt es.

Wer zu diesen Fragen weiterhelfen oder andere Hinweise zu dem ungeklärten Mordfall geben kann, der soll sich bei der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg unter der Telefonnummer 0941/506-2888 melden oder sich mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung setzen. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Regensburg können für die Ermittlungen relevante Hinweise vertraulich behandelt werden, betont die Polizei. (ig)

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