MyMz
Anzeige

Pandemie

Personal für „Fieberklinik“ gesucht

Landkreis Regen bereitet sich auf den äußersten Ernstfall vor.

In der Hotelberufsfachschule in Viechtach könnten im Bedarfsfall 56 COVID-19-Patienten betreut werden.  Foto: Hackl/Arberlandkliniken
In der Hotelberufsfachschule in Viechtach könnten im Bedarfsfall 56 COVID-19-Patienten betreut werden. Foto: Hackl/Arberlandkliniken

Regen.Zum tagesaktuellen Geschehen der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) berichtet Landrätin Rita Röhrl über die Einrichtung einer „Fieberklinik“ im Landkreis Regen.

In einer Fieberklinik sollen mit COVID 19 infizierte Patienten, die einen milden Verlauf oder abklingende Symptome zeigen, behandelt und betreut werden, teilen die Arberlandkliniken mit. „Dies sind Patienten, die zur Genesung keine klinischen Strukturen benötigen, jedoch nicht im häuslichen oder pflegerischen Bereich versorgt werden können“, erläutert Christian Schmitz, Vorstand der Arberlandkliniken. „Insbesondere dient die Klinik einer weiteren Eindämmung der Infektionskrankheit und kann auch im Ausnahmefall unsere Kliniken vorübergehend entlasten.“ Zudem sei auch eine Ansteckung eines gesamten Haushaltes oder einer Pflegeeinrichtung mit der Infektionskrankheit zu vermeiden, weshalb Experten empfehlen, Patienten auch bis zum vollständigen Abklingen der Symptome zu isolieren. Die aktuellen Planungen würden innerhalb der FüGK abgestimmt. Seit vergangener Woche wurden unter dem Örtlichen Einsatzleiter Günther Aulinger bereits erste notwendige Schritte in die Wege geleitet.

In Betracht gezogen wurden zwei mögliche Standorte, welche von den Verantwortlichen auch schon besichtigt wurden. Das Hauptaugenmerk wurde dabei auf das Internat der Hotelberufsschule in Viechtach gelegt. Die Umsetzung soll in interdisziplinärer Zusammenarbeit noch diese Woche geschehen. Sollte ein Bedarf entstehen, wurden weitere Örtlichkeiten besichtigt, die zu Fieberkliniken umfunktioniert werden könnten. Ziel ist, hinsichtlich des zu erwartenden hohen Patientenaufkommens aufgrund der Covid-19-Pandemie, die Versorgung im Landkreis aufrechtzuerhalten und die Arberlandkliniken und Altenpflegeeinrichtungen zu entlasten. Letztendlich soll es sich um eine, den Kliniken nachgelagerte, ärztlich und pflegerisch überwachte und geleitete Einrichtung handeln, von der aus die Patienten bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustands schnellstmöglich in die stationäre Krankenhausbehandlung weitergeleitet werden können.

Im Gebäude des Internats der Hotelberufsschule in Viechtach befinden sich auf zwei Stockwerken jeweils 14 Zimmer für je zwei Personen. Im Bedarfsfall könnten somit 56 Patienten betreut werden. Ärztlicherseits hat sich Dr. med. Jakob Popp bereiterklärt, die Leitung und Koordination zu übernehmen. Er war Chefarzt der Inneren Medizin an der Arberlandklinik Viechtach. Weitere Ärzte im Viechtacher Raum werden durch Dr. Popp kontaktiert und um Unterstützung gebeten.

„Wir befinden uns aktuell immer noch in der Vorbereitungsphase“, erläutert die Landrätin weiter. Die Eta-blierung dieser Fieberklinik sei eine Vorbereitung auf den äußersten Ernstfall. „Die Erkenntnisse aus Italien zeigen uns jedoch, dass wir mit allem rechnen müssen“, schloss sie.

Wer über eine medizinische oder pflegerische Ausbildung oder ähnliche verfügt und bereit wäre, in der Fieberklinik zu arbeiten, registriert sich bei der Hotline, Montag bis Samstag 8 bis 20 Uhr, Sonntag 9 bis 15 Uhr, Tel. (0 99 21) 60 16 75.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht