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Vortrag

Perspektiven für Senioren

Albrecht Walther zeigte auf, wie ältere Menschen sich mit geeignetem Wohnumfeld eine hohe Lebensqualität schaffen können.
Sigismund Fuchs

Präsente für die beiden Foto: Fuchs
Präsente für die beiden Foto: Fuchs

Zell.„Mehr wissen, mehr Können, mehr Zukunft“: So stand es auf dem Transparent. Das Bildungswerk für Kommunalpolitik Bayern hatte zu einem kostenlosen Seminar ins Gasthaus Schwarzfischer eingeladen. Das sei keine politische Veranstaltung, stellte Harald Portele, der Bildungsbeauftragte für die Oberpfalz, klar. Ihm galt der Gruß von Volker Hecht ebenso wie dem Referenten Albrecht Walther.

Mit zunehmendem Alter verbringen Menschen häufig mehr Zeit in den eigenen vier Wänden: Mehr als 50 Prozent der Älteren halten sich höchstens vier Stunden pro Tag außerhalb der Wohnung auf. Wichtig ist die Selbstständigkeit. Das Wohnen trägt gerade im Alter entscheidend zur Lebensqualität bei. Deshalb wünschten sich die meisten Menschen, dass sie weiter in der vertrauten Umgebung leben können, auch wenn sie krank werden.

Aber auch im Alter kann es Gründe geben, umzuziehen. Zum Beispiel weil man Lust auf eine Gemeinschaft hat, in der Jung und Alt miteinander leben und sich gegenseitig unterstützen. Oder weil man ein Wohnumfeld gefunden hat, das Sicherheit, Mobilität und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht, sagte Walther.

Viele Betreuungskonzepte tragen dazu bei, die Lebenssituation älterer Menschen zu verbessern. Der Referent zeigte verschiedene Wohnformen mit ihren Chancen und Risiken auf. Die Wohnbedingungen beeinflussen maßgeblich die Lebenszufriedenheit und Selbstständigkeit älterer Menschen. Infrastruktur und Versorgungsangebote, Möglichkeiten zur Teilhabe, auch an Planungsprozessen, sowie Strategien zur Gesundheits- und Bewegungsförderung hob der Sprecher hervor. Wichtig sei auch das gemeinsame Essen.

Innovative Wohnformen und Betreuungskonzepte zeigte er ebenso auf wie Versorgungsangebote und die Barrierefreiheit von Einrichtungen. Für eine förderliche Gestaltung der Wohnumwelt gelte es, die vielfältigen Bedürfnisse älterer Menschen zu kennen und zu berücksichtigen. Die Bevölkerung wird laut Walther älter, aber nicht unbedingt kränker und pflegebedürftiger. Individuelle Ansprüche und finanzielle Möglichkeiten spiegelten die neuen Wohnformen wider. Die ambulante Pflege blieb nicht ausgespart, auch nicht die Fördermöglichkeiten.

Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt in Bayern bei Männern 79, bei Frauen 83 Jahre, Tendenz steigend. Viele Fragen tauchten auf. Was für ein Lebensumfeld wünschen sich die „neuen Alten“, um sorgenfrei und zufrieden das Alter zu erleben? Es wird nicht alles bleiben, wie es ist, sagte der Referent mit Blick auf die Digitalisierung. Die altersgerechten Wohnformen seien davon nicht ausgenommen.

Der Referent versicherte: „Es bewegt sich viel auf dem Gebiet des Pflegemarktes. Wir haben es aber in der Hand, unsere Zukunft, unser Leben und Wohnen und damit unsere Zufriedenheit und Sicherheit im Alter selbst zu gestalten.“ In der Diskussion stand Albrecht Walther Rede und Antwort.

Volker Hecht übergab an Albrecht Walther und Harald Portele ein Präsent. Wolfgang Spierer nahm zum betreuten Wohnen auf dem Land Stellung. (rsu)

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