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Glaube

Pfarrer Sperl feierte sein Jubiläum

Das schlechte Wetter zwang die Gemeinde zum Umplanen. Das Kircheninventar wanderte dafür ins Haus des Gastes.

Die offiziellen Ansprachen wurden nach dem Gottesdienst gehalten. Fotos: W. Oberberger
Die offiziellen Ansprachen wurden nach dem Gottesdienst gehalten. Fotos: W. Oberberger

Blaibach.Schon lange waren die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Priesterjubiläum von BGR Pfarrer Augustin Sperl mit Gottesdienst im Pfarrheim (wegen der momentanen Renovierung der Pfarrkirche) und Pfarrfest am Nachmittag im Pfarrgarten geplant. Doch dann musste man wegen der schlechten Wetterprognosen kurzfristig umdisponieren.

Die Mitglieder des Blaibacher Pfarrgemeinderats unter der Leitung ihres Sprechers Markus Kerner transportierten das Kircheninventar und alle nötigen Utensilien für das Pfarrfest ins Haus des Gastes. Auch die Mitglieder der Kirchenverwaltung mit Kirchenpfleger Albert Seiderer, Gemeindereferent Franz Strigl und Mesnerin Ingrid Hamberger waren an den Vorbereitungen beteiligt. Unter Anleitung von Regina Franz legten die Blaibacher Vereine kunstvolle Blumenteppiche mit religiösen Motiven, die noch im Haus des Gastes bestaunt werden können.

Ein Spalier für den Jubilar

In einem Kirchenzug, angeführt vom Blaibacher Spielmannszug, begleiteten die Blaibacher Vereine ihren Seelsorger, der seit 35 Jahren Pfarrer in Blaibach ist, zum Haus des Gastes. Dort bildeten sie ein Spalier, durch das Pfarrer Sperl und Pfarrer Jürgen Eckl aus Pilsting, der vor acht Jahren Primiz in Miltach feierte, ins Haus einzogen. Den hinteren Teil des Haus des Gastes hatten die Helfer in eine Kirche umfunktioniert und ebenfalls festlich geschmückt.

Unter Anleitung von der stellvertretenden PGR Sprecherin Regina Franz wurden kunstvolle Blumenteppiche gestaltet.
Unter Anleitung von der stellvertretenden PGR Sprecherin Regina Franz wurden kunstvolle Blumenteppiche gestaltet.

BGR Pfarrer Sperl begrüßte die Gemeinde und seine Gäste. Auch seine Familie aus dem Rottal war zu diesem besonderen Fest gekommen. Vor 40 Jahren war er zusammen mit 16 jungen Männern im Dom zu Regensburg von Bischof Rudolf Graber zum Priester geweiht worden. In der vergangenen Woche konnte er zusammen mit jetzt noch 15 Jubilaren und Bischof Rudolf Voderholzer einen Dankgottesdienst in Regensburg feiern. Besonders freute er sich, dass Pfarrer Jürgen Eckl, den er auf dem Weg zum Priester begleiten durfte, gekommen war, um für ihn die Festpredigt zu halten. „Ich habe dich beim Namen gerufen. Du gehörst mir. Fürchte dich nicht, denn ich bin bei Dir“, dieses Wort aus dem Buch des Propheten Jesaja war zugleich sein Primizspruch. „Der Spruch drückt aus, wovon ein Priester lebt, woher er täglich neu seine Kraft bezieht. Aber nicht nur der geweihte Priester durfte die Nähe Gottes so manches Mal spüren, durch ihn und durch sein Priestersein haben auch die Menschen, die ihm anvertraut sind, gespürt, dass Gott ihnen nahe ist“, sagt Eckl.

Zwei Bitten an die Gläubigen

Thomas Bauer hatte Solisten der Bachakademie für ein Ständchen verpflichtet.
Thomas Bauer hatte Solisten der Bachakademie für ein Ständchen verpflichtet.

Pfarrer Jürgen Eckl ging auch auf die Veränderungen in der Kirche ein, ab 2023 soll es größere pastorale Räume geben, trotzdem sollen Strukturen geschaffen werden, die es dem Priester ermöglichen als Seelsorger zu wirken. Zwei Bitten richtete der Prediger an die Gläubigen: Auch wenn es nach Prognosen in 50 Jahren nur mehr halb soviele Katholiken in Deutschland gibt wie heute, sollen sie sich nicht entmutigen lassen und nur auf die Zahlen schielen, sondern auf den Heiligen Geist und sein Wirken vertrauen. Die zweite Bitte war auf die Kraft des Gebetes zu vertrauen und für Berufungen zu beten.

Nach dem Gottesdienst hatte Thomas Bauer, der künstlerische Leiter des Blaibacher Konzerthauses ein besonderes Geschenk für den Ortsgeistlichen vorbereitet: Solisten der Bachakademie Bayrischer Wald gaben im Altarraum ein A-Capella Ständchen zum Besten. Hinter ihnen müssen sich die Mitglieder der Gruppe Vinamus, die dem Gottesdienst den musikalischen Rahmen verliehen, nicht verstecken. Anschließend folgten die Glückwünsche der Vertreter der Gemeinde Blaibach. Auf Geschenke wollte Pfarrer Sperl verzichten und bat stattdessen um Spenden für die Renovierung der Pfarrkirche. (kwr)

Glückwünsche

  • Pfarrgemeinderat: Markus Kerner gratulierte zu 40 Jahren Priester. „Es ist nicht immer einfach Bauherr, Chef, Lehrer und Seelsorger gleichzeitig zu sein“, sagt er.
  • Bürgermeister: Wolfgang Eckl bezeichnete den Pfarrer als Glücksfall für die Gemeinde und hofft, dass er noch viele Jahre dortbleibt.
  • Vereine: Als Vertreter der Vereine lobte Josef Speckner besonders die Predigten des Pfarrers.

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