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Pfarrvikar Emmareddy stellt sich vor

Der Geistliche nutzte den Pfarrbrief, um in Chamerau Grüß Gott zu sagen. Sein Dienstantritt ist am 1. September.
von Hermann Schropp

Pfarrvikar Lawrence Emmareddy wechselt zum 1. September von Pfeffenhausen in die Pfarreiengemeinschaft.
               Foto: Archiv, Anna Kolbinger
Pfarrvikar Lawrence Emmareddy wechselt zum 1. September von Pfeffenhausen in die Pfarreiengemeinschaft. Foto: Archiv, Anna Kolbinger Foto: Archiv, Anna Kolbinger

Chamerau.Vor einer Woche hatte Pfarrvikar Lawrence Emmareddy die Admission durch den Generalvikar für die Pfarreiengemeinschaft Runding, Chamerau und Lederdorn erhalten. Er stellt sich im neuen Pfarrbrief vor.

„Grüß Gott! Mein Name ist Lawrence Emmareddy und ich komme aus Südindien, Tamil Nadu“, schreibt er als Begrüßung. Emmareddy wurde im Jahr 1970 geboren und ist seit 23 Jahren Priester. Seine Eltern seien einfache Bauern. „Obwohl sie fast nie in der Schule waren, haben sie allen ihren Kindern eine gute Ausbildung ermöglicht. Ich habe drei Geschwister, von denen der jüngste Bruder auch ein Priester ist.“

Kindheit in gläubiger Familie

Emmareddy ist glücklich darüber, in eine katholische Familie hineingeboren zu sein. „Als Kind habe ich jeden Tag am Morgen an der Messe teilgenommen.“ Am Abend, vor dem Abendessen, betete er den Familienrosenkranz. „Ohne Familiengebet kein Abendessen – Das gilt auch jetzt noch, wenn ich als Priester meine Eltern besuche“, sagt der Pfarrvikar.

Zum ersten Mal habe er über die Priesterweihe nachgedacht, als er einmal in der Nachbarkirche gebetet habe. „Dieser Wunsch wurde sehr bestärkt, als ich meine zwei Tanten, die Ordensschwestern sind in ihrem religiösen Leben beobachten konnte. Deswegen bin ich nach meinem Abitur ins Priesterseminar eingetreten.“

Doch der Weg sei nicht leicht gewesen. „Meine Sehnsucht, Priester zu werden, wurde angesichts der Leiden meines blinden Bruders immer wieder auf die Probe gestellt. Aber nach einem Besuch bei Mutter Teresa in Kalkutta, zusammen mit meinen anderen Seminaristen, half mir, meine Unschlüssigkeit zu überwinden.“

Bereits als Kind war Emmareddys Leben vom Glauben geprägt. „Als ich mich dann als junger Mann dazu entschied, Priester zu werden, wollte ich das nicht in meiner Heimat tun: Mein Wunsch war es, als Missionar den Glauben zu verbreiten“, schreibt er in seinem Brief an die Pfarrgemeinde.

Am 24. April 1997 wurde Emmareddy dann zum Priester – in seinem Nachbarbundesland Andra Pradesh fand die Weihe für die Diözese Nellore statt. Getreu seinem Primizspruch „Ja, ich komme, o Herr, deinen Willen zu tun“, habe er anschließend in unterschiedlichen Orten mit verschiedenen Leuten und Herausforderungen gearbeitet.

Sprache war Herausforderung

Am 28. August 2015 kam Emmareddy dann nach Deutschland. „Ich habe in Indien bereits drei Sprachkurse absolviert, bevor ich nach Deutschland gekommen bin“, sagt der Pfarrvikar. Trotzdem sei die Sprachbarriere ein großes Problem gewesen. „Deutsch ist eine schwere Sprache“. Schließlich diene aber die Sprache als Werkzeug eines Priesters. Deswegen war lernen angesagt.

„In Deutschland besuchte ich drei weitere Sprachkurse. Nach drei fruchtbaren und bereichernden Jahren als Pfarrvikar in der niederbayerischen Pfarreiengemeinschaft Pfeffenhausen-Niederhornbach-Rainertshausen-Pfaffendorf und zwei Jahren in der Pfarrgemeinde Neustadt an der Donau komme ich ab 1. September als Pfarrvikar in die Pfarreiengemeinschaft Chamerau, Runding und Lederdorn. Ich freue mich schon sehr darauf, bei Ihnen meinen priesterlichen Dienst zu tun“, sagt der Geistliche.

Am 20. Mai habe er zum ersten Mal Pfarrer Kilian Limbrunner besucht, der ihm eine beeindruckende Einführung über die Pfarrei gegeben hat. „Gott will unser Bestes, ohne Wenn und Aber“, ist Emmareddy überzeugt. Natürlich versuche auch er als Pfarrvikar, sein Bestes zu geben.

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