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Pfarrzentrum: Geld in Aussicht gestellt

Auch für Gemeinderäte gelten Abstandsregeln. Deshalb fand deren letzte Sitzung im Pfarrsaal Sattelpeilnstein statt.
Von Tatjana Robl

Die Kirchenstiftung St. Leonhard bat die Gemeinde um eine Bezuschussung bezüglich der Sanierung des Pfarrzentrums.  Foto: Robl
Die Kirchenstiftung St. Leonhard bat die Gemeinde um eine Bezuschussung bezüglich der Sanierung des Pfarrzentrums. Foto: Robl

Traitsching.Mit einem Schreiben vom März bittet die Kirchenstiftung St. Leonhard die Gemeinde Traitsching um eine Bezuschussung der Sanierungsmaßnahme des Pfarrzentrums. Bürgermeister Sepp Marchl schlug bei der letzten Sitzung des Gremiums in dieser Amtsperiode vor, die Bezuschussung analog zur Vorgehensweise in der Vergangenheit durchzuführen. Bei ähnlichen Maßnahmen in Sattelpeilnstein und Sattelbogen hat sich die Gemeinde an den Kosten nicht unerheblich mitbeteiligt.

„Da ist Leben drin“

„Die Mutter-Kind-Gruppe, das Theater und viele Vereine nutzen den Pfarrsaal in Wilting“ , so Marchl. Die Höhe der Beteiligung kann aktuell noch nicht definiert werden, da aufgrund der Corona-Pandemie mit der Maßnahme noch nicht gestartet werden konnte. Für die Sanierung sind rund 1,4 Millionen Euro veranschlagt.

Beate Mühlbauer, die zudem in der Kirchenverwaltung ist, sprach sich für die Bezuschussung aus. „Das Pfarrzentrum wird behindertengerecht, energetischer und zukunftsfähiger“ betonte sie. Der Pfarrsaal werde vielseitig genutzt, ob fürs Theater oder die Basare der Mutter-Kind-Gruppe, „da ist Leben drin“.

Alois Schambeck gab den Wunsch mehrerer Bürger weiter, dass die Toiletten vom Friedhof aus zugänglich sein sollen. Beate Mühlbauer wird den Punkt nochmals in der Kirchenverwaltungssitzung ansprechen. „Eine Zuwendung der Gemeinde ist möglich“, schloss Bürgermeister Marchl das Thema. „Die Entscheidung wird vertagt, bis die zuschussfähigen Kosten ermittelt sind.“

Weiter ging es um eine Bauvoranfrage im Bereich Trefling, ein Wohnhaus mit 15 mal zehn Meter im Außenbereich. Die Abwasserbeseitigung könne über eine Dienstbarkeit geregelt werden. Jedoch wies die Verwaltung auch auf die Problematik hin, dass das Gebäude an einem asphaltierten Flurbereinigungsweg entstehen wird. Was bei der Voranfrage auffiel, ist, dass der Bau abgerückt vom Dorf geplant ist – „soweit abgerückt von der Bebauung, da wird uns das Landratsamt nicht mitspielen“, meinte Marchl. Sonja Oischinger fragte, ob es für diese Abrückung einen triftigen Grund gäbe, dazu wusste Marchl jedoch nichts. Der Gemeinderat lehnte den Standort einstimmig ab, stellte jedoch dem Antragsteller in Aussicht, bei Verschiebung des Standorts den Antrag zu genehmigen.

Für Hermannsgrub lag dem Gemeinderat auch ein Bauantrag vor. Die Splittersiedlung im Außenbereich wurde 2008 auf Drängen der Anwohner an das Kanalnetz angeschlossen. Immer wieder kommt es seitdem zu Geruchsbelästigungen im Bereich der Hauptstraße in Sattelpeilnstein. Die Hintergründe hierfür erklärte Marchl. „Die Situation ist nicht einfach, das sollten wir uns gut überlegen.“ Frank Woppmann: „Macht ein Haushalt mehr so viel aus?“ Manfred Huber stellte die Frage, ob es ein Problem der Technik sei, was Josef Schober jedoch verneinte und die Details sowie die Historie dazu darlegte. Matthias Tolks und auch Horst Pressler meinten, „viel schlechter wird’s net werden wegen einem Haus“, auch Benedikt Weber stimmte in dem Punkt zu und der Gemeinderat genehmigte das Bauvorhaben.

Kein Grün ist mehr zu sehen

Anschließend ging es um den Antrag auf Anbau eines Windfangs und den Umbau und Nutzungsänderung einer Praxis in eine Wohnung. Marchl zeigte die Luftaufnahme des entsprechenden Gebäudes und wies darauf hin, dass die Grundflächenzahl von 0,3 massiv überschritten wurde. Das Grundstück ist nahezu komplett versiegelt, auf der Aufnahme ist keine Grünfläche zu erkennen. Mühlbauer meinte hierzu, „das ist ein Negativbeispiel, wie es nicht aussehen soll. Würden alle so bauen, hätten wir Verhältnisse wie in der Großstadt.“ Huber stimmte ihr zu: „Irgendwann muss man Stopp sagen“. Der Antrag wurde abgelehnt.

Um eine Formalität ging es bei der Bauleitplanung des Bebauungsplans Thal. Hier wird das Verfahren geändert, die Gemeinderäte stimmten zu.

Gemeinderat in Kürze

  • Genehmigte Bauanträge:

    Anbau eines gewerblichen Nebengebäudes für Unterstellmöglichkeiten im Bereich Sattelpeilnstein; Neubau eines Geräteschuppens mit Freisitz im Bereich Traitsching; Wohnhausbau und Einfamilienwohnhaus mit Garage im Bereich Traitsching; Bau einer Halle für Durchlaufgeschäft und Lager im Bereich Traitsching; Errichtung von zwei Kinderfahrgeschäften

  • Feuerwehr:

    Der Gemeinderat bestätigte die neuen Kommandanten der Feuerwehr Atzenzell: erster Kommandant Christopher Schegerer, zweiter Kommandant Tobias Högerl.

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