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Unfall

Pfingstbraut Julia Brandl ist verletzt

Die Pfingstbraut aus Bad Kötzting ist wegen einer Knieverletzung auf Krücken angewiesen. Einen „Notfallplan“ gibt es nicht.
Von Stefan Weber

Pfingstbraut Julia Brandl mit Pfingstbräutigam Michael Kuchler (2.v.r.) und den Brautführern Sebastian Kuchler (r.) und Florian Kuchler (2.v.l.)
Pfingstbraut Julia Brandl mit Pfingstbräutigam Michael Kuchler (2.v.r.) und den Brautführern Sebastian Kuchler (r.) und Florian Kuchler (2.v.l.) Foto: wf

Bad Kötzting.Die Nachricht verbreitete sich als Gerücht bereits am Wochenende beim Frühlingsfest der Burschen: Pfingstbraut Julia Brandl hat sich in ihrer Freizeit eine Knieverletzung zugezogen. Die war zumindest so schwer, dass die Folgen den Besuch des Frühlingsfestes der Burschen am Samstag beim Lindner-Bräu verwehrten und die Pfingstbraut auf Krücken angewiesen war. So erfuhr auch Bürgermeister Markus Hofmann von der Sache. Denn er wollte mit Julia Brandl das Fest besuchen, nachdem Pfingstbräutigam Michael Kuchler aufgrund eines schon lange vereinbarten privaten Termins am Wochenende nicht in der Stadt war.

Auf Nachfrage der Kötztinger Umschau bestätigt Julia Brandl am Montagvormittag: „Ja, ich habe mich verletzt.“ Sechs Wochen vor Pfingsten stellt sich nun die Frage, ob sie in anderthalb Monaten, ab dem 25. Mai, an den Burschen- und Brautumzügen teilnehmen kann. Doch am Vormittag war über die Schwere der Verletzung noch nichts bekannt – die Pfingstbraut begab sich zur weitern Untersuchung erst noch nach Cham. Bürgermeister Hofmann hat sich am Sonntag mit Julia Brandl getroffen und zeigt sich überzeugt: „Es sieht gut aus, dass das in den kommenden sechs Wochen erledigt ist.“ Er gibt aber auch zu bedenken, dass „wir alle nicht vor Verletzungen gefeit sind“. Und: „Es wäre schon mehr oder weniger eine kleine Katastrophe“, wenn die Pfingstbraut weder marschieren noch bei den Pfingsthochzeiten tanzen könnte – einen „Notfallplan“ gebe es nicht.

Gedanken hat sich Hofmann darum dann doch gemacht, ganz generell. Denn an „Ersatz“ sei ja nicht zu denken. Darum sagt er auch mit Blick auf die Zukunft: „Wenn es wirklich so weit käme, dann wäre es ja eine Möglichkeit, eine Kutsche mit zu schicken.“ Dass Vorsicht alleine im Vorfeld zu den Pfingstfeierlichkeiten nicht ausreicht, zeigt sich am Verletzungs-Beispiel eines Brautführers, das bereits 24 Jahre zurückliegt.

Damals war Joachim Roiger als Brautführer von Martina Schullerer und Anton Staudinger nach einem Verkehrsunfall während des gesamten Festes auf Krücken angewiesen. An einer Teilnahme an den Burschen- und Brautumzügen am Pfingstmontag und am Dienstag war damals nicht zu denken. Den Brautführer einfach ersetzen? Das kam für das Pfingstbrautpaar des Jahres 1991 gar nicht in Frage. Joachim Roiger behielt sein Ehrenamt und war eben nur auf den Fotos zu sehen, auf denen er stehen konnte. Die Umzüge bestritten Pfingstbraut und -bräutigam mit nur einem Begleiter.

Aber so weit wird es heuer nicht kommen: Am Montagnachmittag die Entwarnung: „In ein paar Tagen bin ich die Krücken wieder los“, sagte Julia Brandl. Es sei lediglich ein kleiner Eingriff nötig. Für die begeisterte Hobby-Sportlerin waren die letzten Tage aber eine Lehre: „Jetzt wird gut aufgepasst bis nach Pfingsten“, sagt sie – schließlich freue sie sich ja schon sehr auf die Festtage.

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