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‚Wahlkampf

Politische Diskussion in einem Zug-Waggon

Angelika Niebler vom Europaparlament traf sich mit CSU und Frauenunion in Miltach und beantwortete eine Reihe Fragen.

Der historische Speisewagen der ehemaligen Mitropa bildete den Hintergrund für das Foto mit Angelika Niebler (5. v. re.) Foto: kvg
Der historische Speisewagen der ehemaligen Mitropa bildete den Hintergrund für das Foto mit Angelika Niebler (5. v. re.) Foto: kvg

Miltach.Beeindruckt waren die Mitglieder der Frauen-Union aus dem Landkreis von der Waffelfabrik Beier und dem Café Waffel, denen sie einen Besuch abstatteten. Organisiert hatte das Treffen am Dienstag MdB Karl Holmeier. Prominentester Gast war Prof. Dr. Angelika Niebler, Mitglied des Europäischen Parlaments, Vorsitzende der CSU-Europagruppe und Landesvorsitzende der Frauen-Union Bayern. Weiter waren Führungskräfte der FU aus dem Landkreis vertreten, angeführt von der Kreisvorsitzender Barbara Haimerl. Als Mitglied des Bayerischen Landtages reihte sich Gerhard Hopp (CSU) ein.

MdB Holmeier: „Wir hatten schon die unterschiedlichsten Versammlungsorte, ein Speisewagen war es aber noch nie.“ Damit meinte er den historischen Waggon, der dem Café Waffel als Restaurantraum angegliedert ist. Barbara Haimerl war erfreut über die Zusage von Angelika Niebler zu dem Besuch im Landkreis Cham, um über ihre Arbeit in Brüssel und Straßburg zu berichten.

Miltachs Bürgermeister Johann Aumeier stellte die wirtschaftliche Bedeutung der Waffelfabrik Beier heraus: „Ein absoluter Glücksfall.“ Nach der Umgestaltung des ehemaligen Bahnhofsgebäudes werde das gastronomische Angebot des Dorfes ungemein bereichert. Als Vertretung der Firmen-Geschäftsleitung erzählte Seniorchef Johannes Beier, wie es dazu kam, die heruntergekommene Immobilie von Grund auf zu sanieren und einer neuen Bestimmung zuzuführen.

Angelika Niebler zeigte sich begeistert von der Landschaft. In ihrem Redebeitrag dankte die Politikerin den Mitgliedern der Frauen-Union, die sie schon über Jahre hinweg begleiten und in ihrer Arbeit unterstützen. Zur bevorstehenden Bundestagswahl wies sie eindringlich darauf hin, im Werben für ihre Partei nicht nachzulassen, denn es gelte die alte Fußballwahrheit: „Das Spiel endet erst mit dem Schlusspfiff.“

Nach einem Werksvideo, in dem die Herstellung der Beier-Produkte gezeigt wurde, folgte eine Diskussionsrunde. Zunächst forderte Angelika Niebler eine verstärkte Mitgliederwerbung. Ziel sollte dabei sein, dass alle Mitglieder der Frauen-Union der CSU beitreten, „damit Frauen noch mehr Gewicht in der Partei erlangen“. Ferner vertrat sie die Ansicht, auf europäischer Ebene noch mehr zusammenzuarbeiten. Sie plädierte für eine verstärkte Video-Überwachung im öffentlichen Raum: „Das bedeutet für mich kein Problem, das gibt mir vielmehr Sicherheit.“

In der Diskussionsrunde kamen von den Anwesenden Fragen zu Arbeitskräften aus Osteuropa, die teilweise von ihren Arbeitgebern finanziell ausgenützt würden. Auch das Verhalten so mancher Subunternehmer sei nicht hinnehmbar. So sollte bei Arbeitsvergaben der staatlichen Stellen mehr auf dieses Problem geachtet werden. Ein weiterer Punkt war das Thema „Flüchtlinge fahren zum Urlaub in ihr Heimatland“; ebenso der nicht abschätzbare Familiennachzug und die Verteilung der Asylsuchenden auf die Länder der Europäischen Union.

Zum Schluss dankte Kreisvorsitzende Barbara Haimerl der Politikerin für ihren Besuch und für die gute Aufnahme im Café Waffel. (kvg)

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