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Post an Gott im Rucksack

Sechs Waldmünchner hielten coronabedingt in drei Gruppen die Tradition in Ehren und pilgerten nach Neukirchen b. Hl. Blut.

Pfarrer Georg Englmeier, Pfarrer Wolfgang Häupl und der Geehrte, Rudi Ascherl (v. li.)  Foto: Wolfgang Häupl
Pfarrer Georg Englmeier, Pfarrer Wolfgang Häupl und der Geehrte, Rudi Ascherl (v. li.) Foto: Wolfgang Häupl Foto: W. Häupl

Waldmünchen.Traditionell unternehmen am Pfingstsamstag die Waldmünchner eine Fußwallfahrt zur Gottesmutter von Neukirchen b. Hl. Blut. Lange war nicht sicher, ob das heuer in der Corona-Krise überhaupt möglich ist – ausgerechnet in dem Jahr, in dem in Neukirchen „600 Jahre Gnadenbild“ gefeiert wird. Wegen der staatlichen Lockerungen konnte die Tradition aufrechterhalten werden, und so trafen sich drei Gruppen zu je zwei Personen in aller Frühe in der Pfarrkirche. Unter der Führung von Stadtpfarrer Wolfgang Häupl machten sich die Wallfahrer nach dem Pilgersegen betend und singend auf den 35 Kilometer langen Weg durch den Wald über Lengau auf die Kesselbergstraße.

Über Lixenried ging es nach Furth im Wald, wo die Wallfahrer in der Krypta den „Engel des Herrn“ beteten und Mittagspause machten. Große Freude herrschte in der Gastwirtschaft, bei der die Waldmünchner Fußwallfahrer gewöhnlich einkehren, dass sie gekommen waren. In Schwarzenberg genehmigten sich die Teilnehmer als Stärkung für die letzten Kilometer bei der Wirtin den berühmten Wallfahrerschnaps, bevor sie der Neukirchener Pfarrer Georg Englmeier am späten Nachmittag erwartete und ihnen in der Wallfahrtskirche unter den Augen der Gnadenmutter nach dem Wallfahrergebet den Pilgersegen spendete.

Englmeier erklärte, dass die Pilger nicht wie befürchtet gänzlich ausblieben, dafür aber in kleinen Gruppen kämen. Pfarrer Häupl hatte von der Aktion „Post an Gott“ die Anliegen der Gläubigen, die ihre Briefe und Zettel in den gelben „Post-an-Gott-Kasten“ in St. Stephan geworfen hatten, im Rucksack und überreichte sie dem Ortsgeistlichen. Der versprach, sie der Gottesmutter zur Fürsprache Jesus anzuvertrauen.

Freude herrschte in der Gruppe nicht nur über das Glaubenszeugnis, das jeder Teilnehmer zeigte, sondern auch über einen ganz treuen Pilger: Rudi Ascherl wurde in diesem Jahr von Pfarrer Häupl und Pfarrer Englmeier für 14-malige Teilnahme an der Fußwallfahrt nach Neukirchen geehrt.

Hintergrund

  • Ehrung:

    Weil er schon 14 Mal an der traditionellen Fußwallfahrt teilnahm, wurde Rudi Ascherl vom Neukirchener Ortspfarrer Georg Englmaier und von Waldmünchens Stadtpfarrer Wolfgang Häupl ausgezeichnet.

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