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Preis für die besten Arbeiten

Die angehenden Techniker haben ihre Projektarbeiten vorgestellt. Landrat Löffler sieht darin einen Schritt aus der Corona-Krise.
Von Claudia Peinelt

Schulleiter Siegfried Zistler (links), die beiden Teamleiter Volker Lankes und Stefan Bauer und Landrat Franz Löffler (von rechts) mit den Absolventen der drei besten Projektarbeiten. Foto: Claudia Peinelt
Schulleiter Siegfried Zistler (links), die beiden Teamleiter Volker Lankes und Stefan Bauer und Landrat Franz Löffler (von rechts) mit den Absolventen der drei besten Projektarbeiten. Foto: Claudia Peinelt

Cham.„Was ist eine Umweltbilanz“, oder „Wie optimiere ich eine Maschinenhaube“? Das sind nur zwei Ausschnitte aus insgesamt zehn Abschlusspräsentationen der staatlichen Fachschule für Maschinenbautechnik in Roding und der Technikerschule für Umwelttechnik und regenerative Energie in Waldmünchen. Die drei besten Abschlusspräsentationen stellten die Studierenden noch einmal vor.

Die Prüfungen beginnen nach Pfingsten. Einen Schritt haben die Studenten aber schon geschafft: Die Jury hat entschieden, dass alle Studierenden das Ziel bei der Projektarbeit erreicht haben. „Ihr könnt stolz darauf sein. Es ist ganz wichtig, dass man lernt, ehrgeizig zu sein, und es ist auch wichtig fürs Leben, zu lernen, dass man verlieren wird, ohne dabei ein Grantler zu werden“, sagte Schulleiter Siegfried Zistler.

Die Projekte

  • Teamleiter:

    Maschinenbautechnik: Stefan Bauer; Umwelttechnik: Volker Lankes

  • Ausgezeichnet:

    Maschinenbautechnik: Philipp Altmann und Felix Vogl mit dem Projekt „Automatisierte Taktvorrichtung zur Vereinzelung verschiedener Bauteile“; Umweltschutztechnik Markus Knoch und Damian Wolfering mit dem Projekt „Vergleich verschiedener Methoden des Maisanbaus im Hinblick auf die Ökobilanz“; Maschinenbautechnik: Birgit Kulzer und Christian Meier mit dem Projekt „Optimierung Maschinenhauben“

Die Projektarbeiten wurden vor dem Abschluss des zweijährigen Studiums erstellt. Die Projektpräsentation soll eine Informationsbörse für zukünftige Schüler sein und einen Erfahrungsaustausch zwischen Absolventen und Studieninteressierten herzustellen. „Eigentlich wäre heute der Tag der offenen Tür, doch durch die momentanen Umstände kann das so nicht abgehalten werden. Im Internet können Interessierte sich über die beiden Technikerschulen informieren“, sagte Zistler. Es seien noch Plätze frei.

Projekt gleicht Bachelorarbeit

Für ihre Projekte hatten sich die Studenten Partnerbetriebe an die Seite geholt. Laut Zistler erhält die Technikerausbildung dadurch eine praxisbezogene Komponente und dazu lernen sich Absolventen und Betriebe besser kennen. „So eine Projektarbeit an der Technikerschule gleicht einer Bachelorarbeit. Es ist Teamarbeit gefragt, Kontakte zu Firmen werden geknüpft, es entsteht eine Netzwerkarbeit zu den Firmen und es war der Kontakt zur Praxis gegeben.“

Philipp Altmann bei der Projekt-Präsentation  Foto: Claudia Peinelt
Philipp Altmann bei der Projekt-Präsentation Foto: Claudia Peinelt

Landrat Franz Löffler hatte sich auf den Präsentationstermin in der Berufsschule gefreut. „Das lässt dann doch wieder ein bisschen Normalität in der Zeit der Corona-Krise im Alltag erkennen“, sagte Löffler. Er stellte die Frage in die Runde, wie sie es anstellen würden, ein vernünftiges, auch mit Freude erfülltes Leben mit dem Virus möglich zu machen. „Sich nur abzuschotten und alles herunterfahren, das ist die Lösung auf Dauer sicher nicht. Das war am Anfang die Lösung, damit das Gesundheitssystem das alles schafft“, sagte Löffler.

Jetzt müsse dazugelernt werden, wie man mit dem Virus umgehen könne, besonders auch aus wirtschaftlicher Sicht. Die Bildung sei hier ein wichtiger Standpunkt. „Das Leben und die Wirtschaft wieder auf Vordermann zu bringen, dazu gehören jetzt wirklich gute Ideen“. Diese guten Ideen entstehen aus Sicht des Landrats, wenn sich Menschen mit guter Bildung und mit innovativen Gedanken beschäftigen.

Löffler: Bildung ist Weg aus Krise

Darum sei das, was die angehenden Techniker vor einiger Zeit begonnen haben, wichtiger denn je. Menschen müssten bereit und auch in der Lage sein Innovation, umzusetzen. „Und dazu in der Lage sein, bedeutet: sich Wissen anzueignen, damit das überhaupt funktioniert. Und das genau haben Sie getan. Sie hatten alle schon einen Beruf und sich entschieden, sich weiter zu qualifizieren um in zwei Bereichen innovativ tätig zu sein, die im Landkreis Cham Zukunft haben werden“. Nach den Reden und der Präsentation wurden die drei besten Projekte der Studierenden mit einem Preisgeld ausgezeichnet.

Informationen zu den Technikerschulen gibt es unter: www.technikerschule-roding.de und www.technikerschule-waldmuenchen.de.

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