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Ausbildung

Preisgekrönte Physiotherapie aus Cham

Die Physiotherapieschule Cham zählt zu den vier Besten in Deutschland. Ein Grund dafür ist ein Direktor mit WhatsApp.
Von Michael Gruber

Lehre auf Spitzenniveau: Für die Qualität der Ausbildung ist die staatliche Berufsschule für Physiotherapie in Cham mit der Bestnote im deutschlandweiten Vergleich prämiert worden. Fotos: Gruber
Lehre auf Spitzenniveau: Für die Qualität der Ausbildung ist die staatliche Berufsschule für Physiotherapie in Cham mit der Bestnote im deutschlandweiten Vergleich prämiert worden. Fotos: Gruber

Cham.Panta rhei, alles fließt: Das Leben ist eine ständige Bewegung. Das wussten schon die antiken Griechen und auf diese Weisheit schwört Alois Kiefl bis heute. Der gelernte Physiotherapeut konnte damit schon vielen seiner Patienten das Leben erleichtern. Noch mehr profitiert aber der Nachwuchs von der Bewegung, die Kiefl der Physiotherapieschule Cham als Schulleiter mitgegeben hat. Mit 252 von 252 möglichen Punkten hat die staatlich anerkannte Berufsfachschule die Bestnote im deutschlandweiten ISQ-Test erzielt.

27 private und staatliche Fachschulen haben an der regelmäßigen Erhebung des Instituts für Qualitätssicherung in der Ausbildung teilgenommen, bei der die Chamer Schule bereits im Jahr 2016 als Beste in ganz Bayern abgeschnitten hat. Mit der aktuellen Bestnote steht die Schule auf dem Siegerpodest mit drei weiteren Einrichtungen in Deutschland.

Angenehmer Umgangston

Ronja Rudolph (20): „Ich bin seit September 2012 hier in Cham, eigentlich komme ich aus Gera . Nach meinem freiwilligen Wehrdienst wollte ich ein duales Studium anfangen. Über das Internet bin ich auf die Kooperation der Schule mit der Hochschule Deggendorf gestoßen.“
Ronja Rudolph (20): „Ich bin seit September 2012 hier in Cham, eigentlich komme ich aus Gera . Nach meinem freiwilligen Wehrdienst wollte ich ein duales Studium anfangen. Über das Internet bin ich auf die Kooperation der Schule mit der Hochschule Deggendorf gestoßen.“

Schulleiter Alois Kiefl steht der Stolz ins Gesicht geschrieben, als wir ihn in seinem Büro am Krankenhausberg treffen. Was seine Schule so viel besser macht, als andere? „Wir legen besonders viel Wert auf die Qualifikation unseres Lehrpersonals. Vor allem aber darauf, dass die Schüler sich bei uns wohlfühlen“, erklärt Alois Kiefl, „dazu zählt auch ein angenehmer Umgangston, weil effektives Lernen nur durch ein gemeinsames Miteinander möglich ist.“ Zu den Kategorien, die im Test bewertet wurden, zählten neben dem Lernklima die Anzahl und Regelmäßigkeit von Fort- und Weiterbildungen der Dozenten, aber auch in den Punkten IT sowie der Ausstattung der Unterrichtsräume belegte die Chamer Schule den deutschlandweiten Spitzenplatz. Besonders viel Wert lege die Schule dabei auf die Dozentenbesetzung des Theorieblocks mit erfahrenen Experten aus der Praxis, erklärt Kiefl.

Lisa Geismeier (21): „Ich bin jetzt das zweite Jahr an der Schule und mir gefällt das familiäre Klima hie sehr. Ich komme aus Zwiesel und war nach dem Abitur auf der Suche nach einer guten Schule in der Umgebung. Was mir unter anderem wichtig war: Das Praktikum findet im Block statt.“
Lisa Geismeier (21): „Ich bin jetzt das zweite Jahr an der Schule und mir gefällt das familiäre Klima hie sehr. Ich komme aus Zwiesel und war nach dem Abitur auf der Suche nach einer guten Schule in der Umgebung. Was mir unter anderem wichtig war: Das Praktikum findet im Block statt.“

„Während andere Schulen hier Fächer wie Orthopädie oder Chirurgie mit Generalisten besetzen, bekommen unsere Schüler hier das Wissen von Fachärzten vermittelt.“ Einer davon ist Dr. Günter Macht. Im Jahr 2000 stieß der Orthopäde und damalige Chefarzt der Klinik in Bad Kötzting als Dozent zum Lehrpersonal der Chamer Fachschule und obwohl der Mediziner längst an den Ruhestand denken könnte, möchte er sich von der Schulfamilie in Cham nicht trennen. Einblicke in andere Privatschulen habe der Mediziner bereits gesammelt – „so ein motiviertes Kollegium und so lernbereite Schüler wie hier findet man aber kein zweites Mal“, berichtet der Bad Kötztinger.

Antonia Sabathil (21): „Ich bin im zweiten Jahr an der Schule und ich schätze vor allem die kleine Klassengröße und das familiäre Umfeld. Ich komme aus Tschechien und wohne auch noch in Klatovy. Von da aus pendle ich regelmäßig nach Cham zum Unterricht.“
Antonia Sabathil (21): „Ich bin im zweiten Jahr an der Schule und ich schätze vor allem die kleine Klassengröße und das familiäre Umfeld. Ich komme aus Tschechien und wohne auch noch in Klatovy. Von da aus pendle ich regelmäßig nach Cham zum Unterricht.“

Das medizinische Wissen verdopple sich in sechs bis sieben Jahren. Genau deshalb sei es für das Lehrpersonal enorm wichtig, auf dem Laufenden zu bleiben und wie Dr. Macht findet, sei die Motivation hier im Chamer Kollegium besonders groß. „Zudem haben wir mit Herrn Kiefl ein hoch qualifiziertes Führungspersonal, dessen Türen für die Schüler immer offen stehen. Dieses positive und familiäre Klima färbt dann natürlich auf die Schüler ab“, sagt der emeritierte Chefarzt. Was auch Klaus Breitler gerne bestätigt: 25 Jahre alt ist der frischgebackene Physiotherapie-Schüler aus dem Unterkurs. Für seine Ausbildung in Cham hat der Österreicher den weiten Weg aus Graz auf sich genommen, wo er zuerst als Zahntechniker und dann als Masseur tätig war.

Aus Graz an die Chamer Schule

Klaus Breitler (25): „Ich bin im ersten Jahr hier und von Graz nach Cham gezogen. Über den ISQ-Test bin ich auf die Schule aufmerksam geworden. Für die Ausbildung wollte ich sowieso nach Bayern ziehen und Cham war mir auf den ersten Eindruck gleich sympathisch.“
Klaus Breitler (25): „Ich bin im ersten Jahr hier und von Graz nach Cham gezogen. Über den ISQ-Test bin ich auf die Schule aufmerksam geworden. Für die Ausbildung wollte ich sowieso nach Bayern ziehen und Cham war mir auf den ersten Eindruck gleich sympathisch.“

„Ich bin tatsächlich durch die Bewertung des ISQ-Tests auf die Schule aufmerksam geworden“, erklärt der angehende Physiotherapeut. „Außerdem wusste ich, dass ich nach Bayern will und Cham war mir auf den ersten Eindruck sympathisch.“ Was er vor allem an seiner Ausbildung schätze, ist das familiäre Klima – insgesamt drei Klassen mit rund 80 Schülern zählt die Schule, dazu kommen sieben festangestellte Lehrer und zehn Dozenten aus der Praxis. Wobei die Schulleitung schon im Aufnahmeverfahren streng darauf achtet, dass die künftigen Schüler in die Gemeinschaft passen. Neben einem Vorpraktikum macht sich Schulleiter Alois Kiefl dafür auch beim persönlichen Bewerbungsgespräch einen Eindruck. Stimmt die Motivation, gibt es zum Ausbildungsplatz dann aber gleich die Handynummer vom Schulleiter dazu: „Wenn die Schüler Fragen während ihres Praktikums haben, können sie mich per WhatsApp kontaktieren und bekommen so schnell wie möglich eine Antwort“, erklärt Kiefl. Genauso unterstützt würden die Schüler bei der Vermittlung von WGs oder Einzelwohnungen oder der Frage, wie sich das monatliche Schulgeld finanzieren lässt, das trotz Bestnoten mit rund 280 Euro unter dem Durchschnitt liegt.

Und was macht man als Schulleiter, wenn die Bestnote schon erreicht ist? Zurücklehnen und die Lorbeeren genießen? „Das Leben ist eine ständige Bewegung und so werden wir auch mit der Schule nicht still stehen“, sagt Kiefl. „Wir möchten die Abläufe im Praktikum noch optimieren, die Kooperation mit Institutionen erweitern und das Zeitmanagement verbessern.“

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