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Komödie

Premiere „Der Stadtbrunnen“ in Roding

Die Theatergruppe der KAB Roding erntet bei der Premiere des Dreiakters viel Lob. Die große Frage lautet: Wo ist der Hahn?
Von Bastian Schreiner

Die Aufregung um den Brunnen von Bürgermeister Theo Korneder alias Alfons Kerscher sorgte für Lachsalven im Publikum. Fotos: Schreiner
Die Aufregung um den Brunnen von Bürgermeister Theo Korneder alias Alfons Kerscher sorgte für Lachsalven im Publikum. Fotos: Schreiner

Roding.15 Jahre hat sich Bürgermeister Theo Korneder für sein Wunschprojekt eingesetzt. Jetzt soll der neue Stadtbrunnen endlich eingeweiht werden. Doch leider entwickelt sich bei der großen Feier nicht alles nach seinen Vorstellungen. Das Plätschern ist zu laut und stört nicht nur Regierungsrat Rehbeck, sondern auch die Bürger. Wo ist der Hahn zum Abdrehen? Es beginnt eine fieberhafte Suche.

Zur 1175-Jahr-Feier Rodings hat sich die Theatergruppe der KAB nach einer Pause wieder auf die Bühne gewagt und das humorvolle Lustspiel „Der Spritzbrunnen“ von Ulla Kling einstudiert. „Das Laienspiel hat in Roding große Tradition“, sagte Regisseur Josef Kerscher bei der Begrüßung am Samstagabend im Pfarrheim. Zur Premiere durfte sich die KAB über einen vollen Saal freuen. „Es liegen anstrengende Wochen hinter uns, dieses Stück einzuüben – vor allem für jede, die über 200 Einätze zu absolvieren haben“, so Kerscher. Dann hieß es Vorhang auf für die Spielschar!

Impressionen vom Theater der KAB Roding

Der Inhalt des Stücks

Am 15. November und am 29. November ist das Stück noch mal zu sehen. Fotos: Schreiner
Am 15. November und am 29. November ist das Stück noch mal zu sehen. Fotos: Schreiner

Schon vor der Einweihungsfeier herrscht Chaos im Büro des Bürgermeisters (Alfons Kerscher). Er findet weder seine Krawatte noch seine Frau Elsa Korneder (Marianne Bauer). Zum Glück springt ihm Sekretärin Martha Zitzler (Angelika Schreiner) zur Hilfe, die auch ein Auge auf ihre Vorgesetzten geworfen hat. Putzfrau Thekla Brummer (Helena Schwarzfischer) ist auf dem Sprung zur Entbindung ihrer Tochter, die ein Mädchen erwartet. „Verschonen Sie mich bitte von Wehen“, ruft Theo Korneder. Währendessen kommt die Frau Bürgermeisterin zurück vom Einkaufsbummel. Sie habe sich mal wieder ein neues Outfit gekauft, sei aber ansonsten sehr genügsam. Doch die Naht an ihrem neuem Dirndl reißt – das sei kein Wunder, sie habe ja auch eine Taille wie eine Eieruhr, spottet Brummer. Die Putzfrau, die sich selbst als Parkett-Kosmetikerin bezeichnet, will sich nicht von der schlechten Laune anstecken lassen und reist schließlich ab.

Regierungsrat Rehbeck (Erwin Kerscher) weigert sich, bei seiner Festrede gegen das laute Plätschern des Stadtbrunnens anzuschreien. Das Problem sollte schnell gelöst sein, doch der Hahn zum Abdrehen lässt sich nicht zu finden. Auch Gemeindesekretär Herbert Zagler (Sebastian Hahn) gerät in die Schusslinie, weißt aber alle Schuld von sich. Nach gegenseitigen Vorwürfen kommt man im Büro zu der Erkenntnis, dass die Putzfrau, die aus ihrer Sicht unnötige Unterlagen gerne in den Müll wirft, schuld an der Misere ist. Sie wird zwar zurückgerufen, kann aber auch nicht helfen.

Die Auftritte

  • Termine:

    Nach den beiden Auftritten am Wochenende steht die KAB-Theatergruppe am 15. November und am 29. November (jeweils 19.30 Uhr) noch zwei Mal auf der Bühne. Karten gibt es im Tourismusbüro oder an der Abendkasse.

  • Unterstützung:

    Neben Regisseur Josef Kerscher und Souffleuse Andrea Trinkerl gilt auch Techniker Reinhold Deiminger sowie Stylistin Gerlinde Rock ein Dank.

Baggerfahrer erwischt eine Leitung

Die Presse schlachtet die Panne aus und auch Wirt Paul Bifferl (Tobias Reidl) macht dem Bürgermeister Druck. „Wegen des Plätschern renne die Gäste ständig zum Bieseln“, merkt Bifferl an. Dessen Sohn Peter Bifferl, (Felix Premm) steht zwischen den Fronten, möchte er doch das Herz der Bürgermeisters-Tochter Gundi (Bea Bauer) erobern, wobei sich auch Zagler Chancen ausrechnet.

Die Theatergruppe der KAB hat das Stück zur 1175-Jahr-Feier Rodings einstudiert. Fotos: Schreiner
Die Theatergruppe der KAB hat das Stück zur 1175-Jahr-Feier Rodings einstudiert. Fotos: Schreiner

Dann überschlagen sich die Ereignisse. Beim Brunnenbau wurde auch der Straßenabschnitt saniert und besagter Hahn asphaltiert. Trotz Bürgerprotest plätschert der Brunnen munter vor sich hin und bringt den Bürgermeister zum Verzweifeln: „Ich hab ein Plätscher-Traum!“ Doch eines Tages herrscht unerwartet Stille. Baggerfahrer Schore Wimberger (Alfred Bräu) hat im Übereifer eine Leitung erwischt. Dass der besagte Plan unter dem Schreibtisch des Bürgermeister gefunden wird, nützt nun auch nicht mehr viel. Zu allem Überfluss taucht dann der Regierungsrat wieder auf ...

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