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Gesundheit

Pro Gesundheit: „Sana muss liefern“

Der Rodinger Verein pocht weiter auf ein Zukunftskonzept für das örtliche Krankenhaus des Klinikkonzerns.

Wohin führt der Weg des Rodinger Krankenhauses? Pro Gesundheit sorgt sich zum die Zukunft und fordert deshalb ein neues Konzept. Foto: Archiv/bs
Wohin führt der Weg des Rodinger Krankenhauses? Pro Gesundheit sorgt sich zum die Zukunft und fordert deshalb ein neues Konzept. Foto: Archiv/bs

Roding.Die Vorstandschaft des Vereins Pro Gesundheit traf sich zur konstituierenden Sitzung im Gasthof Hecht. Dabei wurden die Mitglieder des Beirats für die kommenden beiden Jahre berufen. Als Beiratssprecher wurde einstimmig der ehemalige Chefarzt Dr. Hanns-Wolfgang Feist bestätigt. Dem Beirat gehören Vertreter aus den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Ehrenamt an. Er berät die Vorstandschaft des Vereins. Damit soll die Arbeit des Vereins auf eine breite gesellschaftliche Basis gestellt werden.

Vorsitzender Dr. Michael Jobst informierte zudem über das Gespräch mit Sana-Geschäftsführer Oliver Bredel im Dezember 2017. Man, so Jobst, sei so verblieben, dass Sana bis zum Ende des 1. Quartals 2018 das vom Verein geforderte Zukunftskonzept für das Krankenhaus Roding präsentieren werde. Die Mitglieder zeigten sich besorgt über die Entwicklung der Rodinger Klinik in den vergangenen Jahren. Das Haus, das einst auf 350 Betten ausgelegt und das führende im Landkreis war, sei nach und nach abgebaut worden. Immer mehr fachliche Spezialisierungen seien abgezogen und das Angebot nach unten gefahren worden.

„Die Sana Kliniken des Landkreises Cham haben seit der Übernahme der ehemaligen Landkreiskliniken insgesamt rund zwölf Millionen Euro für Modernisierung und Ausbau investiert“, informiert Sana-Pressesprecher Alexander Schlaak auf Nachfrage.

„Sana muss jetzt liefern und klare Aussagen machen, wie die zugesagte Dreihäusigkeit der Standorte im Landkreis Cham in der Zukunft gehalten werden kann“

Vorsitzender Dr. Michael Jobst

Die Anwesenden waren sich einig, dass die derzeitige Lage sehr angespannt sei und Sana endlich handeln müsse, damit das Haus eine Zukunft hat. „Sana muss jetzt liefern und klare Aussagen machen, wie die zugesagte Dreihäusigkeit der Standorte im Landkreis Cham in der Zukunft gehalten werden kann“, so Dr. Jobst. Hierfür müssten vor allem Investitionen in die bauliche und technische Ausstattung des Standortes Roding erfolgen sowie die Bildung eigener fachlicher Schwerpunkte. Im Krankenhaus Roding liege ein erkennbarer Schwerpunkt auf orthopädischen und elektiv-chirurgischen Leistungen, lässt Sana wissen. Die Mitglieder machten deutlich, dass man ein Herunterschrumpfen des Rodinger Hauses auf eine reine Zubringer-Klinik für das Krankenhaus Cham nicht hinnehmen werde. Auch die Bevölkerung werde dies nicht akzeptieren. Der westliche Landkreis mit seinem weiten Einzugsbereich und seiner starken Wirtschaft brauche eine ortsnahe, leistungsfähige stationäre Krankenhausversorgung, so die Forderung des Vereins. Ansonsten würden die Bürger mit den Füßen abstimmen und in Richtung Regensburg abwandern. Diese Entwicklung sei ohnehin schon weit fortgeschritten.

Es könne nicht angehen, dass gerade in dem Teil des Landkreises, der das größte Bevölkerungswachstum zu verzeichnen habe, die Gesundheitsversorgung am stärksten abgebaut werde, sind sich die Mitglieder von Pro Gesundheit einig. Das könne auch der Landkreis als Vertragspartner von Sana so nicht hinnehmen.

Lesen Sie hier: Angebliche Pläne des Klinikkonzerns in Roding sorgen für Unruhe. Selbst vom „Tod des Krankenhauses“ wird gesprochen.

Der Konzern bestätigt zwar den Rückgang der Patientenzahlen in Roding, wobei aber die Zahl der Patienten an den Sana Kliniken des Landkreises Cham in den vergangenen Jahren in der Gesamtsumme angewachsen sei. Mit der geringen Auslastung in Roding gehe eine weitere Herausforderung einher: Es sei zunehmend schwierig, Pflegekräfte und Ärzte zu finden, da diese in großen Einheiten und nicht in kleineren Häusern arbeiten wollen.

Deshalb betrachten es die Sana Kliniken auch als ihre Aufgabe, laufend auf gesetzliche Veränderungen und veränderte gesellschaftliche Entwicklungen zu reagieren sowie die einzelnen Krankenhausstandorte entsprechend zu entwickeln. „Die Planung und Präsentation neuer konzeptueller Entwicklungen erfolgt zunächst in Abstimmung mit den dafür zuständigen Gremien und Institutionen und richtet sich nach den Vorgaben der Anteilseigner der Kliniken“, teilt Schlaak mit.

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